Im Auslandsgeschäft Risiken reduzieren

Auslandsgeschäft Risiken

Kriege, Protektionismus, Angriffe auf Frachtschiffe – im Welthandel geht es gerade äußerst ungemütlich zu. Dennoch können Firmen im Auslandsgeschäft einige Risiken reduzieren. Bei den „Internationalen Aktionswochen“ der Sparkasse KölnBonn erfahren Sie dazu alles Wichtige.

Der schnellste Seeweg von Europa nach Asien führt durchs Rote Meer. Die Route hat eine immense Bedeutung für die weltweite Wirtschaft: Sie steht für rund ein Zehntel des gesamten Welthandels. Durch die Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe ist dieses Nadelöhr seit Wochen beeinträchtigt. Lange Umwege und damit längere Lieferzeiten sind die Folge. Diese sind auch bei uns bereits zu spüren, wenn Produktionen stillstehen oder sich verzögern, weil Produkte oder Material aus dem Ausland fehlen.

Gestörte Lieferketten sind aber nur ein Problem. Laut der aktuellen Umfrage „Going International 2023“ der Deutschen Industrie- und Handelskammer sehen sich 56  Prozent der auslandsaktiven deutschen Unternehmen – so viele wie nie zuvor – mit neuen Hürden konfrontiert. Dabei handelt es sich um internationale Sanktionen, lokale Zertifizierungsanforderungen, verstärkte Sicherheitsanforderungen, intransparente Gesetzgebung und höhere Zölle.

Nun haben die hiesigen Unternehmen keinen Einfluss auf globale Trends, sondern müssen sich mit ihnen arrangieren. Was sie steuern können, sind jedoch die vielen Risiken im Tagesgeschäft – vor allem, wenn sie systematisch vorgehen.

Es kommt auf eine gute Vorbereitung an

„Im Exportgeschäft kommt es vor allem auf eine gute Vorbereitung an“, betont Miguel Angel Navarro Rubio, Leiter Internationales Geschäft Fachbetreuung bei der Sparkasse KölnBonn. Er und sein Team beraten Firmenkunden, insbesondere Mittelständler, in allen zentralen Fragen rund um das Auslandsgeschäft.

„Um die Gefahr späterer Zahlungsschwierigkeiten zu minimieren, sollten die Unternehmen vor dem Abschluss von Verträgen einige grundlegende Überlegungen anstellen“, empfiehlt der Außenwirtschaftsspezialist. Vor allem sollten diese Punkte sorgfältig geklärt werden: Zahlungsziel, Zinsen, Währungsrisiken, erforderliche Vorleistungen, Bonitätsrisiko, Qualitäts- und Lieferrisiko, Ausfuhrdeckung sowie Finanzierungen.

Bei Bedarf hilft das Team der Sparkasse KölnBonn gerne dabei. Den Rat der Experten suchen vor allem kleine und mittlere Betriebe, sei es als Ex- oder Importeur. Doch auch wer bereits international aktiv ist, benötigt immer wieder Unterstützung bei speziellen Aspekten, etwa wenn es um die Absicherung von Währungsrisiken geht.

Weiterbildung im Auslandsgeschäft

Die Sparkasse KölnBonn unterstützt ihre Firmenkundschaft dabei umfassend – und zwar das ganze Jahr über. Im Grunde summiert sich die Beratung zu einer regelrechten Weiterbildung im Auslandsgeschäft; erst recht, wenn alljährlich im Frühjahr die von der Sparkasse KölnBonn veranstalteten „Internationalen Aktionswochen“ anstehen. In mehreren Workshops widmen sich Fachleute allen relevanten Aspekten. Das beinhaltet z.B. Informationen für den Export, etwa zu Rechtsgrundlagen des Außenwirtschaftsverkehrs oder zur Geschäftspartnersuche. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden natürlich der Auslandszahlungsverkehr sowie die notwendigen Dokumente im internationalen Geschäft.

Weil sehr viele Im- und Exportgeschäfte jenseits des Euro-Raums stattfinden, also etwa in Dollar, Yen oder Renminbi bezahlt werden, entstehen für hiesige Firmen immer wieder Währungsrisiken. Wie man diese erkennt, bewertet und absichert – auch dazu berät die Sparkasse KölnBonn ihre auslandsaktive Firmenkundschaft.

Ein dritter Schwerpunkt ist das Auslandsgeschäft aus dem Blickwinkel des Imports, also allen hiesigen Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland beziehen.

Wie man das Auslandsgeschäft mit Import- oder Exportfinanzierungen erfolgreich gestaltet, das steht im Mittelpunkt eines vierten  Workshops. Er bietet einen Überblick darüber, welche Möglichkeiten es im Bereich Außenhandelsfinanzierung gibt und wie sich die wirtschaftlichen Risiken reduzieren lassen.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenpflichtig, eine Anmeldung ist erforderlich. Details finden Sie hier.

Zum Unternehmen:

Sparkasse KölnBonn
Adolf-Grimme-Allee 1
50829 Köln
Tel. 0221 226-0
www.sparkasse-koelnbonn.de

Ihr Ansprechpartner:

Miguel Angel Navarro Rubio ist Leiter der Fachbetreung im Bereich Internationales Geschäft bei der Sparkasse KölnBonn.

Tel. 0221 226-92089
E-Mail: miguel.angel.navarro.rubio@sparkasse-koelnbonn.de

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