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Zukunft Personal Europe 2018: KI als Wettbewerbsvorteil
Foto: Kathrin Rosi Würtz

Zukunft Personal Europe 2018: KI als Wettbewerbsvorteil

770 Aussteller, über 450 Speaker und 18.015 Besucher sind das Ergebnis der diesjährigen Leitmesse für Personal. Zentrales Thema rund um das Human Resources (HR) Management war die digitale Transformation sowie ihre Chancen und Grenzen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern war Kerndiskussionspunkt der Messeteilnehmer. Anzeigengestütztes Recruiting und eine fachspezifische Suchmaschinen-Optimierung unterstützen die teils mühselige Recherche nach Fachpersonal.

Mobile und zeiteffiziente Bewerbungsmöglichkeiten

Die Wünsche von potenziellen Bewerbern haben sich gewandelt und müssen bedient werden, um möglichst hochkarätige Mitarbeiter für sich gewinnen zu können. Die Absprungrate von jungen Bewerbern ist besonders hoch, wenn die Grundlagen für eine mobile Bewerbung nicht gegeben sind. Dabei spielt bspw. eine direkt einsehbare Karriererubrik auf der Unternehmenswebseite eine wichtige Rolle. Ist diese nicht vorhanden, verliert der Arbeitgeber direkt an Attraktivität. Ebenso der Online-Bewerbungsprozess an sich: Ein Login oder zu lange Eingabeformulare wirken abschreckend und führen zu großen Absprungraten. Wer an den Basisvoraussetzungen für eine schnelle Bewerbung scheitere, dürfe sich nicht wundern, wenn die Bewerber ausblieben, so der Grundtenor der HR-Experten auf der Messe.

HR auf Augenhöhe mit der Geschäftsleitung

Nach den drei Messetagen in Köln stellte Ralf Hocke, CEO von spring Messe Management (Messeveranstalter) klar heraus: „Wer die digitale Transformation nicht aktiv angeht, muss befürchten, den Anschluss zu verlieren. Diese Aufgabe betrifft alle internen und externen Produkte und Prozesse, genauso wie die Unternehmenskultur, die Führung und die Art, wie wir zusammenarbeiten. Am Ende handelt es sich um ein riesiges Change Management Projekt und dies kann nur gelingen, wenn die HR-Manager sie auf Augenhöhe mit der Geschäftsleitung gestalten. Schlussendlich geht es darum, die Menschen mitzunehmen.” Neben all den technischen Neuerungen und Innovationen stehen die arbeitenden Menschen im Mittelpunkt der aktuellen Diskussionen.

Gemeinschaft und Individualität führen eine Koexistenz, die es geschickt zu vereinen gilt. Das wohltuende und effizienzsteigernde Erreichen persönlicher Ziele verdeutlichte Keynote-Speaker John Stepper aus New York mit seiner Methode „Working Out Loud (WOL)”. Die Eröffnungskeynote zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die individuelle Weiterentwicklung von Mitarbeitern in Teams ist. Daimler und Bosch wenden WOL bereits erfolgreich an und schulen somit die Fertigkeit, Wissen und Fähigkeit bewusst in seinem Team zu teilen und sich gegenseitig im Entwicklungsprozess zu unterstützen. Diese Keynote war nur einer von vielen Impulsen, die von mitarbeiterorientierten Arbeitswelten berichteten.

New Work in permanent beta erlebbar

Die Beta-Version eines Produkts ist eine noch nicht fertig entwickelte, aber schon testbare Variante. In dieser Manier verstand sich das Messeprogramm und wollte auf die Tatsache hinweisen, dass alles im Fluss sei und ständig reflektiert werden sollte, um leistungsstark zu bleiben. So wurde der Erfolg dieser Denk- und Herangehensweise im Future of Work Village live erlebbar. Wie die Bindung von Young Professionals an das eigene Unternehmen durch die Berücksichtigung ihrer Wünsche am besten gelingt, war hier thematisch gut aufgehoben.

Die nachrückende Generation und New Work werden neben betrieblicher Gesundheit, agilen Unternehmensstrukturen und der Digitalisierung sicherlich auch auf der nächsten Zukunft Personal wieder wichtige Eckpfeiler sein, wenn sich die digitale Elite und Management-Vordenker erneut treffen und zukunftsweisende Synergien bilden werden. (krw) ■

www.europe.zukunft-personal.com

Stand: 13.10.2018 11:41