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Wie man ein gebührenfreies Konto bekommt

Wie man ein gebührenfreies Konto bekommt

Ein Konto ist die Grundvoraussetzung für einen sicheren und effizienten Zahlungsverkehr. Das gilt für Privat- und für Geschäftskonten. Das Problem dabei: Viele Anbieter verlangen hohe Kontoführungsgebühren. Bei einem größeren Transaktionsvolumen können da schnell einmal Beträge von mehr als 100 Euro zusammenkommen. Da ist es sinnvoll, sich gleich nach einem kostenfreien Konto umzusehen. Hier lesen Sie, worauf es dabei ankommt.

Wieso gibt es überhaupt Kontoführungsgebühren?

Welche Kosten im konkreten Einzelfall als Kontoführungsgebühren verbucht werden, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Oftmals handelt es sich dabei jedoch um Pauschalen, die quartalsweise abgerechnet werden. Sie decken alle Kosten ab, die im täglichen Zahlungsverkehr anfallen. Das betrifft:

  • Überweisungen,
  • Lastschriften,
  • Einzahlungen,
  • Abhebungen.

Darüber hinaus fallen zusätzliche Kosten an, wenn man Überweisungen ins Ausland veranlasst, wenn man sich seine Kontoauszüge per Post zuschicken lässt, Geldautomaten konkurrierender Institute nutzt oder festgelegte Buchungskontingente überschreitet.

Achtung! Mit den steigenden Anforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der Eigenkapitalreform der Banken (Basel III) kommen zusätzliche Regulierungskosten auf die Kreditinstitute zu. Wie Sie in diesem Artikel nachlesen können, binden die damit verbundenen Umstrukturierungen der IT viele personale Ressourcen. Auch das kann über kurz oder lang zu Mehrkosten für die Kunden großer Kreditinstitute führen.

Wer muss keine Kontoführungsgebühren zahlen?

Bestimmte Kundengruppen sind generell von Kontoführungsgebühren befreit. Hierzu gehören:

  • Schüler,
  • Auszubildende,
  • Studenten.

Anders als bei Werktätigen besteht die Voraussetzung für die Kostenfreiheit hier darin, dass die monatlichen Geldeingänge ein bestimmtes Volumen nicht überschreiten. Vorsicht ist jedoch auch hier geboten. Die niedrigen Zinsen der EZB zwingen immer mehr Banken dazu, kostenlose Service-Leistungen zu streichen. Experten halten es sogar für möglich, dass früher oder später auf Bareinzahlungen Gebühren entfallen (vgl. hierzu http://www.n-tv.de/ratgeber/Kostenlose-Girokonten-vor-dem-Aus-article14466666.html).

Achten Sie auf das Kleingedruckte

Manche Banken werben offensiv mit kostenfreien Girokonten für Geschäfts- und Privatkunden. Was dabei oft nicht sofort ersichtlich wird: Die Kostenfreiheit ist an Bedingungen gebunden. Die können z. B. so aussehen:

  • jeden Monat muss ein bestimmter Geldbetrag auf das Konto eingehen
  • der Bankkunde muss Genossenschaftsanteile kaufen
  • der Bankkunde muss einen Sparplan einreichen
  • die Anzahl der monatlichen Buchungen ist auf einen Maximalwert begrenzt

Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen, können Sie auch bei den großen Kreditinstituten kostenfreie Girokonten eröffnen. Ist das nicht der Fall, nutzen Sie eine der folgenden Lösungen.

Clever pokern und doch noch ein kostenfreies Konto bekommen

Wenn Sie keine Kontoführungsgebühren mehr bezahlen wollen, müssen Sie nicht unbedingt gleich die Bank wechseln. Machen Sie sich einfach den starken Konkurrenzkampf unter den vielen Anbietern zunutze. Suchen Sie sich hierzu einfach ein kostenfreies Angebot eines beliebigen Direktversicherers aus und gehen Sie damit zu Ihrem Bankberater. Zeigen Sie ihm das Angebot und sagen Sie ihm, dass Sie über einen Wechsel nachdenken.

Ihre Bank will Sie ungern als Kunden verlieren. In vielen Fällen wird man Ihnen ein kostenloses Konto, wenigstens aber Vergünstigungen anbieten.

Nutzen Sie Vergleiche

Die hohen Kontoführungsgebühren einiger Banken bewegen immer mehr Kunden dazu, sich im Internet nach preiswerteren Alternativen umzusehen. Dabei sind es vor allem die Direktbanken, die mit vorteilhaften Konditionen überzeugen. Da sie selbst kein Filialnetz unterhalten, sparen sie viele laufende Kosten ein. Entsprechend günstig können sie ihren Kunden Konten anbieten. Service-Anfragen werden telefonisch abgewickelt. So können weniger Bankmitarbeiter mehr Kunden betreuen. Das bringt zusätzliche Einsparungen mit sich.

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie mehr über die Vorteile von Direktbanken erfahren wollen, sollten Sie sich diesen Artikel von wallstreet-online.de anschauen. Hier lernen Sie unterschiedliche Arten von Direktbanken kennen. Außerdem erfahren Sie, welche Besonderheiten es gibt, wenn Sie über eine Direktbank Kredite beantragen oder Depots anlegen wollen.

Diese Dinge müssen Sie bei der Auswahl des Kontos noch beachten

Beim Vergleich von großen Kreditinstituten und Drittanbietern sollten Sie natürlich nicht nur auf die Kontoführungsgebühren achten. Folgende Faktoren sollten ebenfalls verglichen werden:

  • Dispositionszins
  • Habenzins
  • Bonuszahlungen bei Vertragsschluss
  • Anzahl der verfügbaren Karten
  • Preise für die Kreditkarte

Vorsicht bei der Kreditkarte: Bei manchen Anbietern ist die Kreditkarte nur im ersten Jahr kostenlos. Im zweiten Jahr fallen dann zusätzliche Gebühren an.

Stand: 26.05.2015 13:40