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Wie eine GmbH gründen?

Wie eine GmbH gründen?

Um eine GmbH zu gründen setzt der Gesetzgeber ein bestimmtes Stammkapital voraus, das vorhanden sein muss. Zusätzlich entstehen Gebühren, die im Gerichts- und Notarkostengesetz festgelegt sind. Darüber hinaus gibt es noch weitere Kosten, die im Laufe des Gründungsprozesses aufkommen und die man unbedingt in seinen Finanzierungsplan mit einberechnen muss.

Zum 1. August 2013 trat das Gerichts- und Notarkostengesetz in Kraft und löste damit die vorher gültige Kostenordnung ab. In dem Gesetz sind Wertvorschriften und Gebührensätze festgelegt, die auch bei der Gründung einer GmbH zum Tragen kommen.

Grundsätzlich können nicht alle Gründer das erforderliche Stammkapital von 25.000 € in Form von Eigenkapital aufbringen. Deswegen sollte man sich vor der Gründung einen detaillierten Kostenplan erstellen und genau ausrechnen, welche Höhe das benötigte Fremdkapital betragen muss. Die meisten Unternehmer entscheiden sich dazu, die Kreditsumme für die Gründung etwas höher anzusetzen, um auf unerwartete Kosten vorbereitet zu sein. Außerdem sollte man immer mehrere Angebote verschiedener Kreditgeber miteinander vergleichen, um die besten Konditionen zu finden.

Anfallende Gründungsgebühren

Wie bereits oben erwähnt, fallen neben dem Stammkapital verschiedene Gebühren bei einer GmbH-Gründung an. Die Gebühr für den Gründungsbeschluss richtet sich nach der Anzahl der Gesellschafter. Bei einem Stammkapital von 25.000 € und einem alleinigen Gründer beträgt die Gebühr beispielsweise 125 €. Kommt ein weiterer Gründer hinzu, verdoppelt sich die Gebühr und so weiter.

Weiterhin fällt eine Gebühr zur Geschäftsführerüberstellung an. Ein Geschäftsführer muss bei jeder GmbH-Gründung bestellt werden. Die entsprechende Gebühr für die Beurkundung beträgt das 2,0-Fache der Gründungsgebühr. Also noch einmal 250 €. Dieses Beispiel gilt auch bei nur einem Gesellschafter.

Anmeldung im Handelsregister

Jedes Unternehmen muss im Handelsregister angemeldet werden. Hierfür entstehen drei Arten von Kosten. Zum einen erhebt der Notar eine Gebühr für den Entwurf der Anmeldung. Dafür wird die Hälfte der einfachen Gründungsgebühr, also 62,50 € verlangt. Darüber hinaus erzeugt der Notar einen Datensatz für die Anmeldung, was noch mal eine 0,3-fache Gebühr kostet, also zusätzliche 37,50 €. Die dritte Gebühr fällt nur dann an, wenn man den Notar auch noch damit beauftragt, die Einzahlung des Stammkapitals zu überwachen.
Denn erst wenn das Geld zumindest teilweise eingezahlt ist, kann man die Handelsregisteranmeldung einreichen. Der Geschäftsführer kann diesen Vorgang aber genauso gut selbst überwachen und sich diese Gebühr sparen. Auf alle genannten Notarkosten müssen Gründer dann noch 19 % Umsatzsteuer zahlen. Bei der Eintragung selbst entstehen noch einmal Kosten, die das Registergericht erhebt. Diese belaufen sich auf einen Pauschalbetrag von 150 €.

Alles in allem fallen so bei der Gründung einer GmbH Kosten von fast 1000 € an, die von den Gründern selbst getragen werden müssen. Trotzdem sollte man bei den Notarkosten nicht zu geizig sein, denn Korrekturen selbst geschriebener Entwürfe kosten Zeit und Geld.

Stand: 13.05.2015 10:04