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Viel kreatives Potential: die wichtigsten Köpfe der deutschen Medienlandschaft

Viel kreatives Potential: die wichtigsten Köpfe der deutschen Medienlandschaft

Der auflagenstärksten Zeitungsverlag Deutschlands setzt an der Spitze auf Kontinuität. Bereits seit 2002 steht dem Verlagshaus Mathias Döpfner vor. Trotz des Verkaufs einer Vielzahl von Zeitungen und Beteiligungen in den letzten Jahren stammt noch immer jede fünfte Zeitung in Deutschland aus dem Hause Springer. Die rückläufige Entwicklung in diesem Bereich ist gewollt.

Denn der Vorstandsvorsitzende Döpfner setzt bereits seit geraumer Zeit auf eine stärkere Verlagerung in den digitalen Bereich. In bezahltem Content im Internet sieht er die Zukunft für seine Verlagsgruppe. Sichtbarstes Zeichen hierfür ist das Angebot Bild plus welches neben Premium Zeitungsinhalten auch mit Angeboten wie Video Zusammenfassungen von Bundesligapartien aufwartet.

Auch der Zeitschriftenmarkt ist in Bewegung

Im Bereich Zeitschriften verhält es sich ähnlich wie im Zeitungsbereich: die Verkaufs- und Abonnementzahlen sind tendenziell rückläufig. Regiert wird der Markt von den großen Fünf: Bauer, Burda, Gruner & Jahr, Axel Springer sowie der Funke Mediengruppe. Branchenführer Bauer mit Sitz in Hamburg ist eines der verbliebenen großen Unternehmen in Deutschland, die sich weiterhin in Familienhand befinden. Seit 2010 steht mit Yvonne Bauer in fünfter Generation erstmals eine Frau dem Verlagshaus vor.

Das Vermögen der studierten Germanistin wurde in der Forbes Liste für 2015 auf 2,8 Milliarden US Dollar geschätzt. Unter ihrer Ägide wurde die Internationalisierung des Medienkonzerns weiter voran getrieben. So wurde etwa 2012 mit Australian Consolidated Press (ACP) der größte Zeitschriftenverlag des australischen Kontinents aufgekauft.

Dem Fernsehen verschrieben: TV-Hochburg Köln

Mit dem Westdeutschen Rundfunk ist Köln nicht nur Hauptsitz des größten Einzelsenders im Verbund der ARD sondern beherbergt gleichzeitig mit RTL die größte private Fernsehgruppe Deutschlands. Vor diesem Hintergrund ist es zu verschmerzen, dass sich mit Stefan Raab das bekannteste in der Domstadt geborene Fernseh-Gesicht gerade vom Bildschirm verabschiedet hat.

Auch seine Shows wurden mehrheitlich in Köln produziert und zwar in den Studios von Brainpool in Köln Mülheim. Überhaupt gibt es in der Millionenstadt Köln eine Vielzahl gewerblicher Immobilien gerade für Unternehmer, die sich im medialen Bereich in all seinen Facetten verwirklichen wollen. Denn Kreative brauchen in aller Regel vor allem eines: ein Umfeld, dass ihre Kreativität auch wirklich anregt. Das ist in Köln mit seiner rheinisch positiven Grundstimmung der Fall. Daher verwundert es nicht, dass das Fernsehen sich die Rheinmetropole als eigene Hauptstadt auserkoren hat.

Bücher und mehr aus Gütersloh

Wenn von Deutschlands wichtigsten Medien die Rede ist, darf ein Name nicht fehlen: Bertelsmann. Der Medienkonzern mit mehr als 110.000 Mitarbeitern hat seinen Hauptsitz in Gütersloh. Zu den wichtigsten Beteiligungen von Bertelsmann gehören die RTL Gruppe sowie der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr. Vorstandsvorsitzender ist seit Anfang 2012 Thomas Rabe. Der in Luxemburg geborene Manager ist studierter Betriebswirt und war als Sohn eines in Brüssel tätigen EU-Beamten von Kindesbeinen auf international eingestellt.

Seine berufliche Vita ist beinahe so abwechslungsreich wie das Portfolio des Konzerns dem er vorsteht. So trat er zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und arbeitete für die Europäische Union. Später wechselte er zunächst zu einer international tätigen Anwaltskanzlei, sodann zur Treuhandanstalt in Berlin und schließlich zum Börsendienstleister Clearstream ehe er im Jahr 2000 zu Bertelsmann wechselte. Gerade diese Vielseitigkeit der Köpfe an den Spitzen der deutschen Medienkonzerne lässt für die digitale Zukunft auf eine weiterhin spannende Entwicklung hoffen.

 

Stand: 26.01.2016 12:50