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Unternehmenspräsentation der Zukunft: Virtuelle Kongresse
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Unternehmenspräsentation der Zukunft: Virtuelle Kongresse

Events wie Tagungen, Kongresse oder Ausstellungsmessen sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil für die wirtschaftliche Unternehmensvermarktung. Lange Anfahrtswege und ein zeitintensiver Personaleinsatz vor Ort sind meist in Kauf zu nehmen. Eine kostengünstige und umweltschonende Alternative könnten virtuelle Events sein, bei denen auch die Interaktion unter den Teilnehmern nicht an Qualität verliert.

Längst sind Szenarien, die vor 20 Jahren noch unvorstellbar waren, Wirklichkeit geworden. Einige dieser Fantasiekonstrukte revolutionieren derzeit auch strategische Unternehmensprozesse grundlegend. Ein Beispiel hierfür ist die virtuelle Teilnahme an Veranstaltungen, die vornehmlich der Präsentation und direkten Kommunikation zwischen Unternehmen, Geschäftspartnern und potenziellen Kunden dient.

Willkommen in der virtuellen Welt

Jeder Unternehmer, der bereits als Aussteller an einer Fachmesse teilgenommen hat, weiß, wie viel Einsatz im Vorfeld der Veranstaltung zu leisten ist. Die Planung und Umsetzung des Messestandes, die Koordination des Personals, die Entwicklung und Produktion des Informationsmaterials, die Anreise und vieles mehr sind hierbei zu berücksichtigen. Zumindest ein Teil dieser zeit- und kostenintensiven Posten könnte mittels virtueller Alternativen vermieden werden. Doch welche Vor- und Nachteile haben derartige Veranstaltungsformate tatsächlich?

Sich smart präsentieren

Virtuelle Messen bieten Unternehmen im Prinzip alle Präsentationsmöglichkeiten, die auch in der analogen Welt zur Verfügung stehen. Messestände können nach Unternehmensvorgaben konzipiert und im Corporate Design umgesetzt werden. Folienpräsentationen, Imagefilme, Informationstafeln stehen auch hier zum Einsatz bereit. Über Chats in schriftlicher Form aber auch per Videochat können Aussteller mit ihren Besuchern kommunizieren. Die multimediale Unternehmenspräsentation ist somit in vollem Umfang umsetzbar.

Selbstbestimmtes Handeln des Besuchers

Ausgangspunkt einer virtuellen Ausstellung ist die sogenannte Main Hall (Haupthalle), von der aus der Besucher wählen kann, wie er weiter vorgehen möchte. Das Keynote Theater ist vergleichbar mit dem analogen Vortragsraum, in dem Speaker ihr Thema präsentieren. Die Exhibition Hall (Ausstellungshalle) beinhaltet die Messestände. Besucher können sie ihren Interessen und Zielen entsprechend vom heimischen Arbeitsplatz direkt ansteuern und mit den Mitarbeitern des Unternehmens in Echtzeit kommunizieren. Diese Form des Messebesuchs orientiert sich eindeutig am Kunden, der sich zunächst am Messestand umsehen und die Kommunikation selbstbestimmt eröffnen kann.

Grenzen der virtuellen Welt

Klare Grenzen zeigen sich in der Präsentation von Produkten, die sich beispielsweise durch ihre haptischen Eigenschaften auszeichnen. Sprich: Produkte, die vom Kunden angefasst und direkt körperlich ausprobiert werden müssen. Es liegt im Ermessen des Nutzens, den reale Direktkontakte von Menschen im Rahmen derartiger Großveranstaltungen haben, ob sich ein Unternehmen vor Ort oder ausschließlich virtuell präsentieren möchte.

Kommunikation neu inszeniert

Die viel beschworenen disruptiven Prozesse in der heutigen Unternehmenswelt könnten somit auch den Bereich von Messen und Events in Zukunft stark beeinflussen. Wie bereits in den Social Media Kanälen, die von Unternehmen genutzt werden, deutlich sichtbar wird, ist Vernetzung auch ohne direkten Face-to-Face-Kontakt bestens möglich. Die durch virtuelle Events eingesparten Kapazitäten könnten somit für andere, kleinere Veranstaltungsformate wie Netzwerk-Events, die die reale zwischenmenschliche Interaktion in den Vordergrund stellen, lukrativ genutzt werden. (krw)

Stand: 06.08.2018 10:33