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Unternehmensnachfolge: Erfolgreicher Generationswechsel

Unternehmensnachfolge: Erfolgreicher Generationswechsel

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Derzeit suchen in Deutschland so viele Unternehmen wie nie zuvor eine Nachfolge. Auch in Köln und Bonn ist die passende Nachfolgelösung ein Thema für zahlreiche Unternehmer. Dabei ist die möglichst nahtlose Übergabe anspruchsvoll und erfordert viel Vorbereitung. Wesentlicher Baustein: eine geeignete Finanzierung.

Laut DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge wird die Nachfolgefrage häufig auf die „lange Bank“ geschoben. In diesem Report, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag im Dezember 2017 vorlegte, heißt es weiter, dass ein gutes Drittel der Alt-Inhaber emotional nicht loslassen könne.

In Jürgen Fischers Leben gibt es diese „lange Bank“ nicht. Seine Bank ist kurz, um im Bild zu bleiben, und steht längst im Unternehmen. Darauf sitzen seine 19-jährige Tochter Katharina und sein 28-jähriger Sohn Alexander. Erstere absolviert im väterlichen Betrieb – der Pilodist GmbH in Meckenheim – eine auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung zur Industriekauffrau, danach strebt sie ein duales Studium an. Alexander Fischer studierte in Berlin Betriebswirtschaftslehre und stieg Mitte 2017 bei Pilodist im Vertrieb ein, nachdem er zuvor in sämtliche Abteilungen „reinschnuppern“ konnte.

Die Pilodist GmbH stellt Geräte und Anlagen für die Destillation her, die vor allem in der Rohölindustrie weltweit zum Einsatz kommen. Zahlreiche Raffinerien und Forschungsinstitutionen in Deutschland, den USA und Kanada, China und Indien, Südafrika und weiteren Märkten zählen zu den Kunden. Ein Viertel des Umsatzes erzielt das Meckenheimer Unternehmen inzwischen abseits der Rohölindustrie, Abnehmer sind hier die chemische und pharmazeutische Industrie, Riechstoff- und Aromenhersteller sowie Universitäten.

„Nachfolge ist bei uns ein Gesprächsthema“, erzählt Jürgen Fischer, „wir sind übereingekommen, das Ganze frühzeitig und systematisch anzugehen.“ Allerdings – und deshalb ist das Bild mit der Bank ein wenig schief – werde er seinen Nachwuchs nicht einfach auf den Thron heben. „Sie müssen sich das Rüstzeug für die Nachfolge selbst erarbeiten und wollen das auch“, sagt der Unternehmer, der zudem noch einen technischen Mitarbeiter im Blick hat, der eines Tages aus dem Nachfolgeduo ein Trio machen wird.

Nachfolge: ein schwieriger und anspruchsvoller Prozess
Fischer weiß sehr genau um den schwierigen und anspruchsvollen Nachfolgeprozess, weil er ihn selbst schon durchlaufen hat. Und zwar zwei Mal. Im ersten Fall war er auserkoren, die Nachfolge des eigenen Vaters anzutreten, der 1962 in Godesberg ein Unternehmen gegründet hatte, das zunächst physikalische Geräte entwickelt und vertrieben und sich dann auf Laborgeräte für die Destillation in der Rohölindustrie spezialisiert hatte. Wegen „innerfamiliärer Unebenheiten“, wie Jürgen Fischer es vorsichtig formuliert, schied er allerdings nach einigen Jahren wieder aus dem mittlerweile nach Meckenheim verlegten Unternehmen aus.

Viele Jahre später, 2008, sprachen ihn zwei ehemalige Mitarbeiter an. Sie hatten das zwischenzeitlich insolvente elterliche Unternehmen weitergeführt und suchten jetzt Unterstützung. Fischer sagte zu.

Er suchte und fand einen Investor, der das Unternehmen kaufte und Fischer als Geschäftsführer und Vertriebsleiter einstellte. Binnen weniger Jahre konnte Fischer das Team auf zwei Dutzend Beschäftigte ausweiten und den Umsatz um das 15-Fache steigern.

Unterstützung beim erfolgreichen Generationswechsel
„Jürgen Fischer hat richtig gute Arbeit geleistet“, findet Annett Herrendörfer. Die Nachfolgeexpertin arbeitet seit vielen Jahren im GründerCenter Bonn der Sparkasse KölnBonn und begleitete in dieser Zeit zahlreiche Firmen und Nachfolger beim erfolgreichen Generationswechsel. „Die Pilodist GmbH konnte bei einer beachtlichen Fertigungstiefe – Mechanik, Elektronik, Glasapparatebau, Software-Entwicklung

– die Produktqualität und Technologie enorm verbessern und eine weltweit effiziente Vertriebsorganisation installieren. Darüber hinaus bietet Pilodist für seine vielen international renommierten Kunden einen sehr guten Service“, lobt die Sparkassenbetriebswirtin. „Das verschaffte dem Unternehmen in wenigen Jahren weltweit ein gutes Standing.“

Annett Herrendörfer weiß das so genau, weil sie Fischer und das Unternehmen seit anderthalb Jahren kennt. Fischer wandte sich 2016 an die Sparkasse. „Der Investor wollte seine kompletten Gesellschafteranteile veräußern und bot mir die Übernahme an“, erzählt er. Mit Ende 50 sollte sein Traum vom eigenen Unternehmen doch noch in Erfüllung gehen. Den hohen einstelligen Millionenbetrag konnte er allerdings aus Eigenmitteln nicht aufbringen, er brauchte einen Finanzierungspartner.

Schon seit vielen Jahren führt die Sparkasse KölnBonn das Geschäftskonto der Pilodist, da lag es nahe, die Hausbank auch für die Nachfolgefinanzierung ins Auge zu fassen. Eine weitere Bank sprach der Unternehmer ebenso an, später entschied er sich dann für die Sparkasse, die das Projekt, so Fischer, „sehr motiviert und dynamisch begleitete“.

Die Nachfolgeexpertin und ihr Team nehmen sich viel Zeit für die spezifischen Belange der Unternehmen, die auf Nachfolgesuche sind. „Eine erfolgreiche Nachfolge ist eine der anspruchsvollsten Prozesse im Lebenszyklus eines Unternehmens“, betont Herrendörfer, „deshalb sollte in den Firmen so früh wie möglich darüber nachgedacht und für den Prozess ausreichend Zeit eingeplant werden.“

Wie der DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2017 zeigt, suchen 42% nicht rechtzeitig eine Beratung auf. Umgekehrt gilt allerdings: Zwei von fünf potenziellen Übernehmern haben Finanzierungsschwierigkeiten. Ebenfalls 40% unterschätzen offenbar die Anforderungen an eine Unternehmensübernahme. „Die sind in der Tat beträchtlich“, sagt Herrendörfer, „auch deshalb stecken wir viel Zeit in die Beratung von ernsthaften Nachfolgeinteressenten.“

Wie soll sich das Unternehmen langfristig entwickeln?
Im Kern kommt es darauf an zu prüfen, ob der Nachfolger künftig so viele Mittel aus der Firma ziehen kann, dass Steuern, Tilgung und Zinsen finanziert werden können, ohne die Substanz des Betriebs zu gefährden. Das heißt: Auch Reinvestitionen müssen weiterhin möglich sein. Es kommt also nicht nur auf einen detaillierten Businessplan und eine Rentabilitätsplanung für die kommenden drei Jahre an. „Vielmehr muss der Nachfolger auch plausibel darlegen können, wie die Firma mittel- und langfristig Kunden binden und gewinnen, die Produktpalette erweitern, Märkte erschließen und auf andere Herausforderungen, etwa den Fachkräftemangel, reagieren will“, erläutert Herrendörfer.

Im Fall der Pilodist GmbH vergingen neun Monate vom ersten Beratungsgespräch im Oktober 2016 bis zur Zahlung des Kaufpreises Mitte 2017. „Die Umstände waren günstig, deshalb ging es schnell“, sagt Herrendörfer, die Nachfolgeinteressenten dazu rät, für den gesamten Prozess ein bis anderthalb Jahre einzuplanen.

Dabei sind mögliche Nachfolger derzeit in einer guten Position. „Die Unternehmensnachfolge wird im Mittelstand zu einer immer größeren Herausforderung“, heißt es im aktuellen DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge, „2016 haben sich so viele Unternehmer wie noch nie seit Beginn der IHK-Nachfolgestatistik im Jahr 2007 an ihre IHK gewandt, weil sie keinen passenden Nachfolger finden.“ Seit 2014 überwiege die Zahl der suchenden Alt-Eigentümer die der Übernahmeinteressenten auf Betriebssuche.

„Dennoch müssen Unternehmen und Nachfolgeinteressent zusammenpassen und der mögliche Nachfolger muss alle erforderlichen unternehmerischen Fertigkeiten mitbringen“, betont Herrendörfer. Im Fall von Jürgen Fischer konnte sie sich bald davon überzeugen und sodann gemeinsam mit ihm einen Fahrplan für die Finanzierung erarbeiten: Fischer erhielt von der Sparkasse KölnBonn Kredite der KfW und der NRW. BANK. Zur Absicherung stellte die Bürgschaftsbank NRW eine Ausfallbürgschaft zur Verfügung. Das Darlehen von der KfW ist ein Nachrangdarlehen, das Fischers Eigenkapital stärkt.

Der Unternehmer ist froh, dass alles so gut geklappt hat und er Mitte 2017 sämtliche Anteile des Unternehmens übernehmen konnte. Am liebsten hätte er das Unternehmen schon 2010 übernommen, damals allerdings kam eine Finanzierung nicht zustande, weil das Unternehmen längst nicht so gut dastand wie heute. In diesen sieben Jahren hat Fischer gezeigt, was in ihm steckt – und im Unternehmen. „Das war eine große Anstrengung, mit vielen Nacht- und Wochenendstunden und wenig Urlaub“, erzählt der Unternehmer. „Aber die Mühe hat sich gelohnt, wir sind bei unseren Kunden anerkannt.“

Fischers nächste Pläne: den Umsatzanteil mit Kunden jenseits der Rohölindustrie zu steigern. Die Energiewende ist in aller Munde, die Ölvorkommen sind endlich. Deren vollständige Ausbeutung werde er zwar vermutlich nicht mehr erleben, glaubt der Unternehmer und prognostiziert weiteres Wachstum für seine Firma. „Dennoch möchten wir das Unternehmen auf breitere Beine stellen und uns neue Marktsegmente erschließen.“ Eine ganz wesentliche Sorge muss er auf diesem Weg nicht haben: dass es eines Tages keine Nachfolger geben könnte. Die sind längst im Unternehmen, das hat Fischer nicht auf die lange Bank geschoben.

 

www.sparkasse-koelnbonn.de/gruendung

 

Stand: 01.04.2018 12:00