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Unternehmensfinanzierung: Schneller ans Ziel

Unternehmensfinanzierung: Schneller ans Ziel

(Advertorial) Ob sie gerade an den Start gehen, wachsen oder kriseln: Unternehmen benötigen ständig Kapital. Es ist ein unverzichtbarer Produktionsfaktor. Dieser Artikel ist Auftakt einer kleinen Serie zur Unternehmensfinanzierung. Auf einen allgemeinen Überblick folgen in den kommenden Ausgaben je ein Beitrag über klassische und speziellere Finanzierungsformen.

Kleinbetriebe stehen vor anderen Herausforderungen als große Mittelständler. Gründerinnen plagen andere Sorgen als Geschäftsführer eines Traditionsbetriebs. Notleidenden Unternehmen stellen sich ganz andere Fragen als prosperierenden Firmen. Mindestens eines jedoch haben sie alle über alle Phasen im Leben eines Unternehmens hinweg gemeinsam: Sie benötigen Kapital. Jederzeit und immer wieder und nicht selten in beträchtlicher Größenordnung.

Wer gerade einen Gastronomiebetrieb gründet, muss die Geschäftsräume renovieren, investiert in Mobiliar und die Kücheneinrichtung, muss Personal beschäftigen, Ware einkaufen und vielleicht Beratungskosten begleichen. Ein expandierendes Unternehmen benötigt Kapital, um in neue Anlagen, eine zusätzliche Produktionshalle oder den Aufbau eines Vertriebsnetzes im Ausland zu investieren.

Unternehmen in Not sind ebenfalls essenziell auf Kapital angewiesen. Ob sie nun wegen der Corona-Pandemie vorübergehend schließen mussten, ob Maschinen durch die Flutkatastrophe zerstört sind oder sie aus ganz individuellen Gründen in eine Krise geraten sind, etwa weil sich die Märkte verändert haben – die Situation erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch Liquidität.

Und selbst am vorläufigen Ende eines Unternehmenslebens geht nichts ohne Kapital – zumindest dann nicht, wenn das Unternehmen weiter bestehen soll. Dann nämlich ist die Altgeschäftsführung auf eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger angewiesen, der nicht nur Interesse an der Übernahme hat, sondern auch den nötigen Kaufpreis aufbringen kann.

Die gute Nachricht: Die unternehmerische Nachfrage nach Kapital trifft in Deutschland auf ein reichhaltiges Angebot. „Kapital ist vorhanden“, sagt Philipp Brüse. Er kennt sich bestens aus, denn als Bereichsleiter Firmenkunden im HeilberufeCenter und GründerCenter der Sparkasse KölnBonn gehört es zu seinem täglichen Geschäft, mit seinen Kunden über Finanzierungsfragen zu sprechen. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleitet er Unternehmen von deren Geburt bis zur Übergabe.

Startgeld: Finanzierung von Gründungen

Für viele kleine und mittlere Betriebe in Bonn und Köln ist die Sparkasse Hausbank und damit erste Ansprechpartnerin, wenn es ums Geld geht. Das beginnt beim Gründungsgeschäft, das nach Auskunft von Brüse 2020 und 2021 trotz Corona-Pandemie überraschend stark war. Mit gleich zwei GründerCentern steht die Sparkasse denen zur Seite, die mit einer Unternehmung an den Start gehen wollen und dazu Rat und Kapital benötigen.

„Der übliche Finanzierungsweg in diesem Frühstadium sind Kreditmittel“, erläutert Brüse, „in der Regel staatliche Fördermittel.“ So unterstützen etwa die KfW-Bankengruppe oder die NRW.BANK Unternehmensgründungen, wobei stets das Hausbankprinzip gilt: Die Förderbanken vergeben die zinsgünstigen Darlehen nicht direkt, das Antragsverfahren läuft über die Geschäftsbanken und Sparkassen.

Besonderheit bei Gründungen: Das Hauptrisiko liegt sehr stark bei den Banken, die Kunden sind meist noch keine Risikoträger. „Entscheidend für die Kreditvergabe sind eine gute Geschäftsidee und eine überzeugende Gründerpersönlichkeit“, betont Brüse, „wir müssen überzeugt sein, dass Potenzial in der Gründung steckt.“

Immer wieder suchen sich Gründerinnen und Gründer das notwendige Kapital auch auf anderen Wegen, etwa durch Crowdfunding oder bei Risikokapitalgebern.

Etablieren, wachsen, neue Wege gehen: Finanzierung im Unternehmensalltag

Wie lange ein Unternehmen als „Gründung“ gilt, ist nicht einheitlich definiert. Bei der Sparkasse KölnBonn wechselt die Betreuung vom GründerCenter in den Firmenkundenbereich, wenn sie drei volle Jahre auf dem Markt sind. In dieser Zeit und danach stabilisieren sie sich und wachsen, erschließen vielleicht erstmals neue Märkte, entwickeln ein neues Produkt oder eröffnen einen zusätzlichen Vertriebsweg. Sie benötigen mehr Büroraum oder Lagerfläche, wollen verstärkt digitalisieren oder nachhaltig werden. Dafür benötigen sie im Grunde ständig Kapital.

Manches lässt sich aus Eigenmitteln bestreiten, die ein Unternehmen bis dahin erwirtschaften konnte. „Üblich sind jedoch klassische Kreditmittel“, sagt Brüse. Er kenne kaum Unternehmen, die ganz ohne Kredite auskommen. „Kredite sind ganz selbstverständlich, um den Unternehmen den weiteren Weg zu ebnen, sie sind strategisch sinnvoll“, weiß der Finanzierungsexperte. Die Grundidee dahinter: Wer eine Investition über einen Kredit finanziert, kann das gesetzte Ziel deutlich schneller erreichen und erzielt eine Rendite, die höher ist als die Kosten für das Darlehen. Zumal in Zeiten historisch niedriger Zinsen. „Kredite gehören einfach zum Unternehmensalltag“, sagt Brüse.

Möglich sind in dieser Phase neben herkömmlichen Bankkrediten aber in bestimmten Fällen auch Förderkredite, etwa bei Digitalisierungsvorhaben oder energetischen Sanierungen.

Auf den richtigen Finanzierungsmix kommt es an

Die meisten Unternehmen setzen aber nicht nur auf eine Finanzierungsform, sondern stets auf einen Mix, abgestimmt auf die individuellen Erfordernisse und Möglichkeiten. Zu einem solchen Mix können beispielsweise neben normalen Bank- und speziellen Förderdarlehen auch Leasing und Factoring gehören.

Factoring ist eine Finanzdienstleistung, die mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in wachsendem Umfang nutzen. Gemeint ist der Verkauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. „Factoring ist ein interessanter Baustein im Finanzierungsmix eines Unternehmens, und zwar zur kurzfristigen Finanzierung des Umsatzes“, erläutert Brüse, „man sichert sich sofortige Liquidität und lagert das Ausfallrisiko aus.“

Auch Leasing ist gang und gäbe. In Sachen Fuhrpark sowieso. Rund die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland kaufen ihre Fahrzeuge nicht, sondern leasen sie. So wie auch Maschinen oder andere Betriebsmittel. Der wesentliche Vorteil: Es wird wesentlich weniger Kapital gebunden, das somit für andere wichtige Investitionen zur Verfügung steht.

Und auch diese Kurzfrist-Finanzierungsform sollte man nicht außer acht lassen: den „guten alten“ Lieferantenkredit. Dabei räumt ein Lieferant seinen Kunden durch Gewährung eines Zahlungsziels für die Begleichung seiner Rechnung praktisch einen Kredit ein, der zur Finanzierung des Warenumschlags dient. Laut Creditreform lag das Volumen beispielsweise im Jahr 2017 bei fast 340 Milliarden Euro – und damit deutlich über dem Volumen kurzfristiger Bankkredite (205 Milliarden Euro).

Unternehmen in der Krise: Frisches Geld für neue Handlungsspielräume

Geld ist aber nicht nur nötig, wenn es läuft. Sondern gerade auch dann, wenn es mal nicht so gut läuft. Märkte verändern sich, Wettbewerber haben plötzlich einen Innovationsvorsprung, Firmen verpassen Chancen oder modernisieren zu spät. Den Beginn einer Krise markieren also häufig strategische Fehlentscheidungen. Dazu treten unvorhergesehene Entwicklungen, wie die Corona-Pandemie oder die Hochwasserkatastrophe in diesem Sommer, die selbst gesunde, innovative und bis dahin finanzstarke Betriebe plötzlich in die Bredouille bringen. „Das führt dann schnell zu einer Liquiditätskrise“, weiß Brüse, „das Geld wird plötzlich knapp.“ Das schmälert den Handlungsspielraum, eine Abwärtsspirale setzt sich in Gang.

Das Problem: Gerade in einer akuten Krise ist Kapital nötiger denn je. Gleichzeitig wird es natürlich schwieriger, neue Liquidität zu erhalten. „Wir empfehlen deshalb aktive Kommunikation mit allen Finanzierungspartnern – und zwar so früh wie möglich“, betont Brüse. Je frühzeitiger ein Unternehmen sich bei seiner Hausbank melde, desto rascher könnte man sich zusammensetzen und nach einer neuen Finanzierungslösung suchen.

In diesem Zusammenhang verbreitet Brüse Optimismus: „Nach meiner langjährigen Erfahrung konnten und können wir in den allermeisten Fällen helfen.“

Irgendwann im Lebenszyklus eines Unternehmens steht dessen Ende an – oder, viel besser: eine Nachfolge. Auch in dieser Phase empfiehlt sich, frühzeitig mit Experten Kontakt aufzunehmen. „Ziel jeder Unternehmerpersönlichkeit sollte ja sein, ein interessantes und stabiles Unternehmen zu übergeben“, sagt Brüse. „Dabei können wir helfen.“

Das gilt auch für die andere Seite, nämlich denjenigen, der das Unternehmen übernehmen möchte. In gewisser Weise schließt sich hier der Finanzierungskreis, denn die Übergabe eines Unternehmens ist für die Person, die es übernimmt, häufig eine Gründung. Nur eben nicht eines eigenen Betriebs, sondern eines idealerweise bestens etablierten Unternehmens. Das ändert manches in der Risikobewertung. Doch auch eine solche Übernahme will solide und nachhaltig finanziert sein.

Redaktioneller Hinweis

Lesen Sie in den folgenden beiden Ausgaben:

  • Vom Bankkredit bis zum Factoring – Klassische Unternehmensfinanzierung
  • Von Mezzannine-Kapital bis Crowdfunding – Spezielle Formen der Unternehmensfinanzierung
Ansprechpartner

Philipp Brüse
Bereichsleiter Firmenkunden
HeilberufeCenter und GründerCenter

Thomas-Mann-Straße 61
53111 Bonn
0221 226-92000

philipp.bruese@sparkasse-koelnbonn.de

Stand: 01.12.2021 12:00