Neuigkeiten
Startseite / Themen / Management & Controlling / Transportmanagement-Systeme: Geld, das auf der Straße liegt
Transportmanagement-Systeme: Geld, das auf der Straße liegt

Transportmanagement-Systeme: Geld, das auf der Straße liegt

Die wenigsten Mittelständler haben einen professionellen Frachteinkauf. Auch das Transport-und Lagermanagement lässt zu wünschen übrig. 4PL-Dienstleister übernehmen das komplexe Geschäft für mittelständische Verlader und erzielen damit wesentliche Einsparungen.

Logistik ist ein komplexes Geschäft. Geliefert wird global, hinzu kommen die Erwartungen der Kunden in Bezug auf Schnelligkeit, Pünktlichkeit, Transparenz. Trotzdem geht es an der Rampe hemdsärmelig zu. Wer im Unternehmen in der Logistik landet, den hat es oft zufällig hierher verschlagen. Ausgebildete Experten sind bei mittelständischen Verladern die Ausnahme.

Viel zu hohe Kosten

Die Frachtpreise bestimmt deshalb der Spediteur, der schaut, dass seine eigene Auslastung stimmt. Auch Anzahl und Standorte der Lager haben in vielen Firmen eher historische als wirtschaftliche Gründe. Die Optimierung der Kosten geht im Tagesgeschäft unter. Hauptsache die Ware kommt pünktlich beim Kunden an. Seit einigen Jahren gibt es Dienstleister, die sich genau darum kümmern. Als Mittler zwischen Verlader und Spedition übernehmen sie folgende Aufgaben:

  • Verhandlung von Preisen und Konditionen beim Einkauf der Frachtleistung (inklusive Reduktion der Frachtnebenkosten),
  • effektives Transportmanagement mit lückenloser Datenübertragung,
  • transparente Sendungsverfolgung,
  • optimierte Intralogistik.

Diese sogenannten 4PL-Dienstleister (4PL = Fourth-Party-Logistics) managen die Logistik von Unternehmen ohne dafür eigene Transport- und Lagerkapazitäten einzubringen. Ihr Job ist allein die Optimierung der Transportkosten und Wege, die Reduktion der Transportnebenkosten für die Ein- und Ausfuhr sowie Aufbau und Management einer effizienten Intralogistik. Die Logistikkosten werden dadurch variabel. Gezahlt wird nur noch pro Versandvorgang.

Hohe Einsparungen

Vielen Industrie- und Handelsunternehmen ist gar nicht bewusst, welches Einsparpotenzial ein strategischer Frachteinkauf und ein professionelles Transportmanagement bieten. Das Geld, das sprichwörtlich auf der Straße liegt, wird nach wie vor links liegen gelassen. Durchschnittlich 19% niedrigere Frachtkosten sind die Regel, wenn sich professionelle Frachteinkäufer um den strategischen Frachteinkauf kümmern und dadurch deutlich bessere Konditionen aushandeln. Hinzu kommt die kostenoptimierte Transportplanung aller Verkehrsträger sowie die Analyse von Ladungsströmen und Terminen, die die Auslastung signifikant erhöhen, was die Frachtkosten ebenfalls senkt.

Wo ist die Ware?

Hierfür brauchen Unternehmen keine eigene Logistik-IT. Das Transportmanagement-System für den Datenaustausch zwischen allen Parteien stellt ebenfalls der 4PL-Dienstleister. Erst durch diesen notwendigen Digitalisierungsschritt und durch sogenanntes Supply Chain Event Management, das den Sendungsstatus der Waren überwacht, bekommen Verlader plötzlich die Transparenz in der Transportkette, die sie als Privatkunden bei großen Versendern schon lange gewohnt sind. Im Industrieumfeld ist die Logistik noch weitgehend eine Blackbox. Viele Subunternehmen fahren für große Speditionen, eine durchgängige Informationskette ist längst nicht selbstverständlich. Erst ein übergreifendes Transportmanagement kann diese herstellen.

Blackbox wird transparent

Die Blackbox hat auch nach innen ein Ende. Auf Industriekunden abgestimmte KPIs (Key Performance Indicator) zeigen die Performance aller involvierten Parteien und erlauben ein transparentes Kostencontrolling. Lieferquellen ändern sich, Kunden kommen aus anderen Wirtschaftsräumen. Auch Infrastruktur und Transportzeiten sind nicht mehr die gleichen wie vor zehn Jahren. Distributionszentren, die seit Jahren am gleichen Ort stehen, müssen nicht unbedingt dort auch heute noch richtig verortet sein. Sogenannte Center of Gravitation Analysen zeigen den externen Materialfluss und die Kosten. So lassen sich Einsparungen durch die Standortwahl aufzeigen.

Fazit: 4PL-Services sind für Unternehmen interessant, die nicht für jedes Teilgebiet der Logistik eine eigene Expertise aufbauen wollen und die die notwendigen Investitionen scheuen. Lohnend ist der Einsatz besonders für Firmen, die Logistikkosten ab 1 Mio. € haben. Für all jene lohnt zudem ein Logistik-Heath-Check, der zeigt, welche Potenziale sich zeitnah heben lassen.

 

Gerald Floss

Geschäftsführer Kloepfel
4PL Solutions GmbH
www.kloepfel-4pl.com

Stand: 30.05.2018 14:50