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Gewinntantieme als verdeckte Gewinnausschüttung
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Gewinntantieme als verdeckte Gewinnausschüttung

In bestimmten Fällen spricht bei der Zusage einer Gewinntantieme der Beweis des ersten Anscheins für eine Veranlassung im Gesellschaftsverhältnis und damit für das Vorliegen einer vGA. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die zugesagte Tantieme mehr als 50% des Jahresüberschusses der GmbH beträgt. Dasselbe gilt, wenn mehrere Geschäftsführer Gewinntantiemen erhalten und diese zusammen die Grenze von 50% des Jahresüberschusses übersteigen.

Dem Beschluss des FG München vom 8.1.2014 (Az. 6 V 2116/13) lag die Besonderheit zugrunde, dass je eine Gewinntantieme für drei Geschäftsführer in Höhe von insgesamt 60% des Jahresüberschusses vereinbart wurde, d.h. jeder Geschäftsführer erhielt 20% des Jahresüberschusses. Nach Auffassung des FG München ist auch bei dieser Fallkonstellation von einer vGA auszugehen, da mehr als 50% des Jahresüberschusses als Gewinntantiemen vereinbart wurden. Der 50% übersteigende Teil der Tantiemen wurde als vGA behandelt.

Stand: 30.06.2016 12:41