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Sparmaßnahmen: Praktische Lösungen und empfehlenswerte Prinzipien
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Sparmaßnahmen: Praktische Lösungen und empfehlenswerte Prinzipien

Zur langfristigen Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs müssen sich Geschäftsführer mit sinnvollen Maßnahmen zur Kostensenkung auseinandersetzen. Bei Fixkosten ist das Einsparpotenzial besonders hoch. Um kostensenkende Veränderungen erfolgreich umzusetzen und ein sparsames Management-System zu etablieren, braucht es jedoch sinnvolle Prinzipien.

Fixkosten im Fokus

Vom Langzeiteffekt profitieren, können Unternehmer am ehesten bei der Reduzierung der Fixkosten. Abhängig von der Größe des Betriebs verschlingen sie monatlich Unmengen an Geldern. Einige Mittel könnten deutlich sinnvoller investiert werden, beispielsweise in die Kundengewinnung. Da es sich um wiederkehrende Ausgaben handelt, lassen sich Fixkosten nicht beliebig kürzen. Stattdessen geht es darum aus einem Minimum an finanziellem Aufwand das Maximum an Leistung herauszuholen. Im Idealfall werden zunächst diejenigen Fixkosten minimiert, die einen hohen Anteil an den Gesamt-Fixkosten aufweisen. Dazu gehören üblicherweise folgende Posten:

  • Personalkosten
  • Miete
  • Energie
  • Fremdleistungen
  • Fuhrpark
  • Fracht
  • Werbung
  • Abschreibungen
  • IT

Allerdings sollten nie alle Posten gleichzeitig bearbeitet werden. Das führt unweigerlich dazu, dass der Überblick verloren geht und es zu lange dauert, bis sich die ersten Erfolge abzeichnen. Daher ist es ratsam maximal drei Fixkosten gleichzeitig hin Bezug auf Sparpotenzial zu analysieren. Zu Beginn jeder Sparmaßnahme sollte die Feststellung der aktuellen Ausgaben auf der Agenda stehen. Erst wenn Klarheit darüber herrscht, welche Summe zugrunde gelegt werden können, lassen sich Vergleiche und angemessene Maßnahmen bestimmen. Tools, darunter die Fixkostenanalyse von Lexware, erleichtern das Vorgehen.

Während in Bezug auf die Miete ein Standortwechsel oder eine Verkleinerung der genutzten Fläche Ersparnisse mit sich bringen könnten, sollten sämtliche Dienstleister kritisch begutachtet werden. Insbesondere bei Fremdleistungen schleichen sich gerne überteuerte Anbieter ein, die durch günstigere Alternativen ersetzt werden könnten. Ein weiterer Kostenpunkt, der von vielen Unternehmer unterschätzt wird, betrifft die Reisekosten. In Zeiten von Telefon- und Videokonferenzen gilt es zu klären, ob Geschäftsreisen tatsächlich erforderlich sind. Vielerorts haben sich diese im unternehmerischen Konzept stark etabliert, sodass zunächst niemand auf die Idee kommt, hier mit Sparmaßnahmen anzusetzen. Flüge, Hotels und Pauschalen zur Verpflegung verursachen erhebliche Ausgaben, die sich beim Investieren in die nötige Technik für alternative Kommunikationsmittel schnell amortisieren würden.

Auch der Umstieg zum Home-Office einiger Mitarbeiter könnte jede Menge Geldmittel freisetzen. Macht eine Home-Office-Regelung bei entsprechender Tätigkeit des Personals Sinn, reduzieren sich die Büro- und Ausstattungskosten, während gleichzeitig die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt. Allerdings muss gewährleistet sein, dass keine Einbußen bei Motivation und Leistung in Kauf genommen werden müssen.

Sind die Fixkosten mit den größten Anteilen finanziell optimiert, sollten die weniger belastenden Posten auf Sparpotenzial untersucht werden. Darunter die Ausgaben für Geschäftskonten. Gebühren für Kontoführung, Transaktionen, Karten und ähnliches summieren sich schnell und die Kosten für das Leistungsspektrum unterscheiden sich zwischen den Kreditinstituten deutlich. Mit Hilfe von Onlineportalen wie Girokontovergleich.eu lassen sich Geschäftskonten diverser Banken gegenüberstellen, um die preiswerteste Lösung zu finden. Nicht weniger erwähnenswert sind die Kosten für Telefon-, Internet- und Smartphone-Nutzung. Da Telekommunikationskosten schnell überhandnehmen und sich Tarife ständig ändern, ist es vorteilhaft die Verträge regelmäßig zu überprüfen.

Weitere Ausgaben prüfen

Mit den Fixkosten allein ist es nicht getan. Auch unscheinbare Kostenverursacher sind von kostensenkenden Maßnahmen zu erfassen, weil sie die Liquidität in der Summe empfindlich schmälern können. Einige Anregungen im Überblick:

  • Einkauf: Um beim Material- und Warenkauf zu sparen, müssen Lieferanten entsprechend ausgewählt und Bestellungen gebündelt werden. Gute Konditionen lassen sich am ehesten bei hohen Abnahmemengen aushandeln.
  • Lager: Zu hohe Lagerbestände sind wahre Geldfresser. Pflege der Lagerräume, Miete und Versicherungen könnten womöglich eingedämmt werden, wenn der Abbau von Beständen durch Sonderabverkäufe erfolgt.
  • Mahngebühren: Eine schlecht organisierte Finanzbuchhaltung kostet Unternehmen in Form von vermeidbaren Mahngebühren unnötig Geld. Auch das Versäumen von Skonti steht an der Tagesordnung, weil Mitarbeiter dahingehend nicht ausreichend sensibilisiert wurden.
  • Versicherungen: Betriebshaftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht, Produkthaftpflicht, Sachversicherungen. Die Liste der Versicherungspolicen für GmbHs ist je nach Branche schier endlos. Hierbei kann mit Vergleichsportalen nach günstigeren Anbietern Ausschau gehalten werden. Der individuelle Versicherungsbedarf lässt sich unter anderem mit dem BedarfsCheck unter bundderversicherten.de ermitteln.

Prinzipien – Transparenz fördert Akzeptanz

Dass Kosten reduziert werden müssen, um Arbeitsplätze zu erhalten und dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben, ist für die meisten Mitarbeiter nachvollziehbar. Dennoch lässt die Akzeptanz für Sparmaßnahmen häufig zu wünschen übrig. Bei Stellenabbau lässt sich das wohl kaum vermeiden. Bei allen anderen Ausgaben liegt das Desinteresse an der Umsetzung von Spaßmaßnahmen aber oft an der mangelnden Kommunikation seitens der Geschäftsleitung. Mit starken Argumenten können Geschäftsführer die reibungslose Umsetzung fördern.

Gleichermaßen vorteilhaft, ist eine offene Darlegung der Pläne bevor diese Realität werden. Diese Vorgehensweise vermittelt den Eindruck, die Belegschaft in den Prozess einzubinden, was die Akzeptanz ebenfalls begünstigt. Entscheidend ist, dass die gesamte Führungsebene von den Plänen überzeugt ist, noch bevor Details zum allgemeinen Personal hindurchdringen. Chefetage und Führungsebene müssen eine Einheit bilden, um notwendige Maßnahmen kompetent zu vermitteln. Damit die Kosteneffizienz auf Dauer gewährleistet ist, sollte es innerhalb eines Unternehmens zur Gewohnheit werden Ausgaben zu hinterfragen.

Stand: 21.11.2017 09:32