Nach dem großen Erfolg des BusinessCamp Bonn 2025 mit 130 Teilnehmern geht das beliebte Format 2026 in die sechste Runde. Der gmbhchef wird wieder Partner sein, ergänzt um die Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg-Kreis, das Haus der Springmaus und L3montree Cybersecurity. Veranstalter ist die Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH. Was ein Barcamp genau ist, wie es abläuft und welche Vorteile es bietet, zeigt der Autor im Folgenden auf.
Was ist ein Barcamp?
Keine Frontalvorträge, keine endlosen Power-Point-Schlachten – bei einem Barcamp übernehmen die Teilnehmer selbst das Programm. Statt statischer Inhalte gibt es Bewegung, Diskussion und Austausch auf Augenhöhe.
Die typischerweise 70 bis 140 Besucher werden bewusst zu Akteuren gemacht, die spontan die Agenda bestimmen und sich selbst über sogenannte Sessions einbringen können. Sessions, die stets 45 Minuten dauern, können Vorträge sein, Diskussionsrunden zu einem bestimmten Thema oder Workshops. Die Herausforderung ist, das zunächst leere Session-Board mit werthaltigen Inhalten zu füllen. Daher der Name „Bar“, welcher in der Informatik eine Leerstelle bezeichnet.
Barcamps widmen sich zumeist einem übergeordneten Thema, z.B. Tourismus, Nachhaltigkeit oder Business. Ziele eines Barcamps sind hauptsächlich der Wissensaustausch sowie die Vernetzung untereinander. Verpönt wiederum ist Eigenwerbung der Teilnehmer; im Vordergrund muss immer der Nutzenaspekt stehen. In Deutschland finden pro Jahr zwischen 100 und 200 Barcamps zu diversen Themen statt.
Wie läuft ein Barcamp ab?
Der Ablauf wird exemplarisch am Beispiel des BusinessCamp Bonn erklärt, das am 26. März 2026 in Bonn stattfinden wird. Ab 10:00 Uhr erfolgt nach Begrüßung und administrativen Hinweisen die kurze Vorstellungsrunde. Dabei nennt jeder Teilnehmer reihum über Handmikrofon seinen Namen, seine Organisation sowie drei Hashtags, die ihn charakterisieren – z.B. #Digitalisierung, #Robotik und #Handwerk. Das ist oftmals eine Steilvorlage für Kennenlerngespräche untereinander.
Anschließend startet die Session-Planung, bei der die Teilnehmer eingeladen werden, nach vorne auf die Bühne zu kommen und für ihr Thema zu pitchen, also zu werben. Die Abstimmung per Handzeichen durch das Publikum signalisiert das Interesse: Je höher es ist, desto größer wird der Tagungsraum sein, in dem die Session später stattfinden wird.
Zum Event
Veranstaltungsname
BusinessCamp Bonn 2026 Vol. 6
Thema
Alle Sessions beschäftigen sich mit Business-Themen
Ort
Telekom Campus
Landgrabenweg 149, 53227 Bonn
Datum
Donnerstag, 26. März 2026
Zeit
Einlass ab 9:00 Uhr
Ende um ca. 18:30 Uhr
Veranstalter
Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH
Zielgruppe
KMU, Selbstständige und Existenzgründer
Verpflegung
Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Cocktails zum Abschluss
Eintritt
Für die Zielgruppe kostenlos
Anmeldung
QR-Code zur Webseite inklusive Anmelde-Tool:
Die Moderatoren tragen die Ideen schließlich auf dem Session-Board ein, das dann auch online zur Verfügung gestellt wird. Der reine Pitch dauert zumeist 30 bis 45 Sekunden. Möchte jemand zwei Sessions anbieten, muss er sich wieder hinten anstellen. Sobald alle Zeitslots belegt sind, endet die Session-Planung. Es ist möglich, über die Webseite bereits im Vorfeld Session-Ideen einzureichen. Ihr Zustandekommen hängt aber letztlich am Veranstaltungstag vom Publikum ab.
Nun folgt die Phase der eigentlichen Sessions: Es wird fünf Runden geben, aufgelockert durch Rüstzeiten (jeweils 15 Minuten) und Verpflegungspausen. Bei acht Tagungsräumen ergeben sich also in Summe 40 Sessions. Die Teilnehmer stellen sich, je nach Interessenlage, ihren individuellen Plan zusammen. Es ist jederzeit möglich, eine Session wieder zu verlassen und zu wechseln. Typischerweise geben die Teilnehmer ihre Eindrücke live per Social Media weiter. Früher wurde dafür Twitter genutzt; mittlerweile stehen LinkedIn und Instagram im Vordergrund. Wichtig: Es wird der besseren Auffindbarkeit wegen einheitlich mit einem definierten Hashtag gearbeitet. Beim BusinessCamp Bonn lautet es #BizBonn26.

Nach dem Ende der Session-Phase treffen sich alle Teilnehmer für die Abschluss- und Feedbackrunde wieder. Das ist ein wichtiger Agendapunkt im Rahmen der ständigen Qualitätsverbesserung des Formats. Gegen 17:45 Uhr endet das BusinessCamp Bonn mit einem informellen lockeren Ausklang bei Cocktails, der Raum für weitere Gespräche und Networking bietet.
Eine Besonderheit von Barcamps ist übrigens das (temporäre) Du. Das lockert auf, reduziert hierarchisches Denken und bringt die Akteure erfahrungsgemäß schneller in den Dialog. Überhaupt liegt eine Besonderheit von Barcamps in ihrem Anspruch, dass alle Teilnehmer stets auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.
Welche Vorteile bestehen rund um Wissen?
Wesentliches Merkmal eines Barcamps ist die Möglichkeit einer maßgeschneiderten und praxisnahen Lernerfahrung: Der Teilnehmer stellt sich seinen Session-Plan zusammen und kann innerhalb der Sessions Fragen stellen. Über das Einbringen einer eigenen Session-Idee ist er sogar in der Lage, ein auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Thema, das ihn besonders interessiert, zu setzen. Aufgrund der Vielfalt der angebotenen Wissensinhalte und der inspirierenden Umgebung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Besucher neue Ideen mitnimmt und dass sich Denkblockaden lösen. Er lernt vielleicht neue Trends, Technologien, Geschäftsmodelle oder Führungstechniken kennen und kann eigene reflektieren. Auch kann der Teilnehmer Feedbacks zu Bekanntheit, Image, Produkten und Dienstleistungen seines Unternehmens einholen.
Welche Vorteile existieren rund um die Vernetzung?
Ein Barcamp ist der geeignete Ort, um mit anderen Geschäftsführern, Führungskräften, Experten und Gründern aus unterschiedlichen Branchen ins Gespräch zu kommen. Der informelle Charakter des Formats begünstigt den Austausch und die Vernetzung untereinander. Diese wird zumeist auch über eine Verbindung bei LinkedIn verlängert. Im Ergebnis stehen die Chancen für den Besucher gut, potenzielle Kunden, Lieferanten, Partner oder Mitarbeiter zu entdecken. Die Chance, sich selbst und sein Unternehmen für andere interessant zu machen und Fachkompetenz zu beweisen, steigt dadurch, dass der Teilnehmer selbst eine nutzenstiftende Session anbietet. Durch die Posts in den Sozialen Medien sowie anschließende Blog-Beiträge zum Barcamp steigt die Reichweite enorm und reduziert sich nicht auf das Publikum vor Ort.
Wo finde ich weitere Infos zum BusinessCamp Bonn?
Das BusinessCamp Bonn stellt eine ideale Chance dar, das Format Barcamp kennenzulernen und die Vorteile für sich zu nutzen. Die Digitalisierungs-Community in Koblenz hat ihre diesjährigen Erfahrungen in einem Beitrag veröffentlicht (siehe https://bit.ly/BizBonn25). Weitere Beiträge sind auf der Event-Website verlinkt (vgl. QR-Code im Infokasten). Ist ein bestimmtes Barcamp über die Jahre etabliert, stellt sich ein angenehmes „Klassentreffen“-Gefühl ein, weil man Besucher aus früheren Veranstaltungen wiedertrifft.

Oliver Kepka arbeitet als Senior Marketing Manager KMU bei der Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH. Sein Hauptaufgabenfeld ist die Marktkommunikation. Neben seiner Rolle als Initiator des BusinessCamp Bonn beschäftigt sich Kepka auch als Stratege mit systematischem, KI-gestütztem Investieren in Zukunftsmärkte, den Next-Gen Technologies.
Zum LinkedIn-Profil:
www.linkedin.com/in/oliverkepka/


