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Schöne neue Welt: Die Planung neuer Arbeitswelten

Schöne neue Welt: Die Planung neuer Arbeitswelten

Die Investition in neue Arbeitswelten lohnt sich nicht nur für große Konzerne, sondern auch für kleinere mittelständische Unternehmen – das zeigen zahlreiche Statistiken zu Wohlgefühl und Motivation des Mitarbeiters. Räumliche Veränderungen bilden einen wertvollen Rahmen für moderne und zukunftsorientierte Arbeitsmethoden und steigern die Performance des Unternehmens.

Eine Pauschalantwort für die richtige Arbeitswelt gibt es nicht, jedoch können Unternehmer wie Architekten vieles richtig machen. Architekt Frank Dittel und sein Team von DIA – Dittel Architekten befassen sich seit mehr als zehn Jahren mit der Planung und Umsetzung von Büros.

Warum neue Arbeitswelten?
Gerade mittelständische Unternehmen möchten ihre Arbeitsplätze flächendeckend modernisieren und das nicht ohne Grund. Die Attraktivität des Arbeitsplatzes hat direkten Einflss auf die Arbeitsmotivation und stellt zugleich einen wesentlichen Entscheidungsfaktor für Bewerber dar. Die Konkurrenz ist groß, die Förderung innovativer Ideen essentiell und der Lebensstil jüngerer Generationen fließt in die Arbeitsweise ein. Fachkräfte erwarten heute eine große Gestaltungsfreiheit, flexibles Arbeiten und Balance – Faktoren, die der Raum maßgeblich fördern kann. Neben dieser Modernisierung und Anpassung der Arbeitswelt auf heutige Arbeitsmethoden spielen die Gesichtspunkte Flächeneffizienz, Nachhaltigkeit und Kostenoptimierung eine wichtige Rolle, wenn es um die Planung neuer Arbeitswelten geht.

Das Büro der Zukunft: flexibel und responsiv
Die Funktion des Raumes hat sich stark gewandelt. Vom Zellen- bis zum nonterritorialen Open-Space*Büro erlebt(e) die Arbeitswelt die unterschiedlichsten Büroformen. Reine Zellenbüros sind heute oft nicht mehr zeitgemäß, die blinde Nachahmung des Open-Space-Konzepts ist aber auch keine allgemeingültige Lösung. Um wirklich zukunftsfähige Arbeitswelten zu erschaffen bedarf es zum einen einer fundierten Analyse der aktuellen und zukünftigen Anforderungen – in einer gesunden Mitte zwischen Flächeneffizienz und Arbeitsplatzqualität. Betrachtet man beispielsweise Abteilungen, die Diskretion und Vertraulichkeit fordern, gibt es aus architektonischer Sicht zwei Lösungswege, die auf die Ansprüche des Unternehmens und der Arbeitnehmer geprüft werden müssen: Die klare Separation durch einzelne Büros mit persönlicher Beratung im Raum oder ein offenes Gruppenbüro mit Besprechungspool und kleinen Beratungszellen, die nach dem Sharing-Prinzip funktionieren.
In der Planung sollte der Architekt beide Möglichkeiten abwägen, damit der Nutzer auf zukünftige Veränderungen ohne großen Umbau-Aufwand reagieren kann. Über diesen architektonischen Ansatz hinaus bedarf es Expertenwissen darüber, was aus technologischer Sicht alles möglich ist. Denn in der Kombination aus Architektur, Technologie und Funktionalität wird der Raum zunehmend bei der Arbeit unterstützen, Prozesse vereinfachen und auf Bedürfnisse reagieren. Eine solide Lösung schafft erfahrungsgemäß bereits einen enormen Mehrwert; dem Innovationsgrad sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Projektsteuerung und Ansprechpartner
Die übergeordnete Steuerung des Projekts durch eine Person – idealerweise als dritte Instanz oder auf Seite des Architekten bzw. des Bauherren – ist von essentieller Bedeutung. Daneben gilt es alle Zuständigkeit klar zu definieren. Beispielsweise kann das Umzugsmanagement der Mitarbeiter durch den Architekten oder den Bauherren erfolgen. Wichtig ist zudem, dass der Architekt mit verschiedenen Ebenen des Unternehmens agieren kann – er braucht einen Ansprechpartner für die operativen Themen (z.B. Projektleiter auf Bauherrenseite) sowie für strategische Themen (z.B.
Geschäftsleitung, Change ManagementVerantwortlicher).
In der nächsten Ausgabe des gmbhchef erwarten Sie anschauliche und beeindruckende Beispiele sowie praxisnahe Tipps für deren Umsetzung.

Frank Dittel
Architekt, Gründer und Geschäftsführer von DIA – Dittel Architekten, Stuttgart
www.di-a.de

Stand: 21.08.2019 09:00