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Personalentwicklung mit Design Thinking: Personal für immer glücklich?

Personalentwicklung mit Design Thinking: Personal für immer glücklich?

Seit einiger Zeit ist Design Thinking in aller Munde. Die Bezeichnung Design Thinking steht für eine Abfolge von Arbeitsschritten, mit denen sich neue Produkte und Ideen entwickeln lassen. Nutzt man diese Methoden im Betrieb, macht das die Mitarbeiter glücklicher und produktiver.

Design Thinking ist eigentlich eine Methode zur Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Im Kern geht es darum: Was will meine Kundenzielgruppe wirklich? Wie kann ich ihr geben, was sie will? Wie kann mein Produkt gleichzeitig das einfachste, kreativste und beste am Markt werden? Um auf diese Fragen eine Antwort zu finden, wird beim Design Thinking eine Abfolge von Arbeitsschritten durchlaufen. Design beschreibt in diesem Kontext nicht das optische Erscheinungsbild, sondern den Prozess des Gestaltens. Es geht also darum, etwas zu gestalten, das funktioniert – und zwar gleichzeitig auf kreative (Design) aber auch auf eine analytische, disziplinierte und strukturierte Weise (Thinking).

Was haben die Mitarbeiter davon?
Mit den Methoden des Design Thinking wurde Oral-B achtzehn Monate lang Marktführer für Kinderzahnbürsten in den USA, AirBnB rettete sich 2009 vor dem Bankrott und Procter&Gamble hat hunderte Millionen Dollar auf neu erschlossenen Märkten verdient. Design Thinking sorgt für Erfolgsgeschichten und für glänzende Augen bei Geschäftsführern. Aber was ist mit den Mitarbeitern? Arbeiten sie gerne damit oder ist eine Design Thinking Schulung nur eine x-beliebige Personalfortbildung, die für Augenrollen sorgt?

Studien des Hasso-Plattner-Instituts zeigen, dass die Arbeitskultur in über 70% der Fälle durch Design Thinking verbessert und die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert wird. Setzt man Design  Thinking richtig um, sind die Mitarbeiter begeistert.

Ein wesentlicher Grund dafür: Durch die Mischung aus kreativem und analytischem Arbeiten wird das individuelle Wissen jedes Beteiligten genutzt. Jeder Input ist ein Puzzlestück des großen Ganzen. Das macht Design Thinking zu einer Methode, bei der jeder Mitarbeiter wirken kann und somit langfristig die Produktivität des Unternehmens steigt.

Design Thinking kommt gut an
Laut Tim Höttges, CEO der Telekom, waren die Mitarbeiter von Design Thnking so überzeugt, dass diese die Methode selbstständig im Unternehmen weitergetragen haben. In der Produktentwicklung, im Personalbereich und in der Kommunikation – überall habe sich die Methode etabliert. Design Thinking ist auch zum täglichen Arbeitsmittel der Derdack GmbH geworden, erklärt Matthes Derdack, CEO des IT-Zulieferers für Daimler und BMW. Und auch Andy Grove, der ehemalige CEO von Intel, betont, dass Design Thinking eine effektive Möglichkeit ist, um Mitarbeiter und Management gleichermaßen für Trends und Innovationen zu sensibilisieren. Nur so blieben Unternehmen weiterhin zukunftsfähig.

Mitarbeiterpotenzial sinnvoll nutzen
Eine Design Thinking Schulung kann teuer werden, je nach Anzahl der Teilnehmer und Komplexität des Projekts. Hat man sich die Arbeitsschritte und Methoden aber einmal angeeignet, kann das Wissen problemlos weitervermittelt werden.

Natürlich können Geschäftsführer auch allein neue Produkte und Services kreieren. Das eigene Personal außen vor lassen, birgt jedoch die Gefahr, aufgrund des fehlenden Inputs mit neuen Ideen zu scheitern: Die Welt ist zu komplex geworden. Trends und Entwicklungen lassen sich nicht mehr von einem einzelnen Geschäftsführer überblicken. Deshalb müssen Mitarbeiter den Unternehmenskurs mitgestalten dürfen.

Nutzerorientierung, Kreativmethoden und Ideenentwicklung sind dank Design Thinking keine Raketenwissenschaft mehr. Gerade deshalb ist Design Thinking kein kurzfristiger Trend, sondern der
Schlüssel dazu, als Unternehmen langfristig innovativ zu bleiben.

Wer gemeinsam mit dem Personal an einem Strang zieht und viele verschiedene Perspektiven an einen Tisch holen will, für den ist Design Thinking genau das Richtige. Unternehmen müssen sich nicht länger zwischen produktivem und kreativem Arbeiten entscheiden – mit Design Thinking gelingt beides.

 

Über den Autor


Pascal Jakoby
Experte für Design Thinking und agiles Arbeiten
Geschäftsführer der Innovationsagentur New Grasp Innovations, Köln
www.new-grasp.com
Tel. 0156 785741 77
pascal@new-grasp.com
Stand: 25.01.2020 09:52