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Payment im Handel: Vielfalt für Kunden, Sicherheit für Händler

Payment im Handel: Vielfalt für Kunden, Sicherheit für Händler

Ob B2C oder B2B: Handel hat es derzeit nicht leicht. Der Payment-Markt wird immer komplexer, während es die Kunden so einfach und bequem haben möchten wie möglich. Händler hingegen benötigen Zahlverfahren, die das Ausfallrisiko minimieren, und wollen so wenig Zeit und Energie wie möglich in die Steuerung der Abläufe stecken. Doch es gibt eine Lösung, die allen Ansprüchen gerecht wird.

Bargeld lacht? Neuerdings immer weniger. „Die Deutschen zahlen im Alltag bevorzugt bargeldlos“, teilte PayPal Deutschland Ende März mit. Der Online-Bezahldienstleister hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa beauftragt, mittels einer repräsentativen Umfrage das Bezahlverhalten der Deutschen zu untersuchen. Ergebnis: Beim Einkaufen im stationären Handel bekommen bargeldlose Bezahlmittel wie Kreditkarte oder Girocard den Vorzug vor Bargeld. „54% der Befragten geben an, beim Einkaufen überwiegend bargeldlos zu zahlen. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen liegt dieser Anteil mit 67% sogar noch deutlich höher“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Eine weitere wichtige Erkenntnis, die eigentlich wenig verwundern dürfte: Die Konsumenten wollen selbst entscheiden, wie sie bezahlen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass Verbraucher einfach und vor allem flexibel bezahlen möchten – egal, ob online oder offline, mit Bargeld oder ohne“, sagt Michael Luhnen, Managing Director, PayPal Deutschland, Österreich und
Schweiz.
Auch das EHI Retail Institute, ein wissenschaftliches Institut des Handels mit Sitz in Köln, teilte jüngst mit: „Der Deutschen Liebe zum Bargeld erodiert.“ Der Umsatzanteil von Bargeld sinkt weiter – und zwar erstmalig unter den der Karten, zeigt die EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2019“.
Während Bargeld und SEPA-Lastschrift-Verfahren an Bedeutung verlieren, werden Girocards und Kreditkarten attraktiver. Das hängt auch mit den neuen Möglichkeiten des kontaktlosen und mobilen Bezahlens zusammen.
Im Onlinehandel hingegen – erst recht im B2B-Geschäft – bleibt der Kauf auf Rechnung weiterhin die umsatzstärkste Zahlungsart. Der Anteil am gesamten deutschen E-Commerce liegt bei knapp 28%, gefolgt von PayPal mit 20,5 und Lastschrift mit 19,7% Das ergab die EHI-Studie „Online-Payment 2019“.

Stress für Händler
Die Bezahlwünsche der Kunden und die technologische Entwicklung – Stichwort: zunehmende Digitalisierung – haben Folgen für die Händler. Egal ob stationär oder online: Oberstes Gebot ist es, die Kunden nicht durch zu wenig Auswahloptionen zu verprellen. Vor allem im Internet besteht rasch die Gefahr, dass Kunden den bereits gefüllten Warenkorb stehen lassen und sich ihre Kaufwünsche bei einem anderen Anbieter erfüllen, wenn es nicht schnell genug geht und vor allem die bevorzugte Zahlart nicht angeboten wird.
Also dürfen sich die Händler nicht von der Entwicklung abkoppeln, sondern müssen mit der Zeit gehen. Sprich: immer mehr Bezahlverfahren zulassen. Das verunsichert jedoch viele. „Heute, in der digitalen Welt, gleicht der Payment-Markt einem Dschungel“, heißt es in einem aktuellen Bericht in der Juni-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Creditreform“. In diesem Dschungel muss man sich erstmal zurechtfinden. Die Verunsicherung hängt auch damit zusammen, dass sich mit manchen Zahlverfahren zwar die Chance auf Kundenbindung erhöht – aber auch das Risiko von Zahlungsausfällen. Der Kauf auf Rechnung ist das häufigste Beispiel: beliebt bei den Kunden, weniger beliebt bei den Händlern. Vorkasse zum Beispiel oder Sofortüberweisung sähen sie viel lieber – aber davon ist kaum ein Onlinekunde begeistert.
Händler, egal ob stationär oder online, müssen also, um die Zahlungsabwicklung zu optimieren, viel Zeit und Energie investieren. Und Geld. Laut EHI steigen die Investitionen der Händler infolge der Digitalisierung. Nach mehrjährigem Rückgang bzw. Stagnation würden sie ihre Investitionen in die Zahlungsverkehr-Infrastruktur wieder erhöhen, heißt es in einer Mitteilung zur EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2019“. „Aktuell planen daher 44,8% (Vorjahr: 33,8%) der großen Unternehmen eine Auffrischung der Payment-IT-Landschaft. Jedes fünfte Unternehmen will noch in diesem Jahr etwas ändern oder ergänzen.“

Kunde halten, Risiko minimieren
Doch selbst weitere Investitionen ändern nichts daran, dass die Payment-Prozesse immer komplexer werden. Viele – insbesondere Onlinehändler – denken deshalb darüber nach, die Abwicklung der Payment-Prozesse auszulagern. Am liebsten wäre ihnen, alles aus einer Hand zu bekommen. Dies ist beispielsweise mit „CrefoPay“ möglich, der Komplettlösung für die Zahlungsabwicklung von Creditreform. Mit „CrefoPay“ können Händlerinnen und Händler ihren Kunden im B2C- und B2B-Geschäft alle relevanten Zahlungsarten anbieten, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Denn integriert sind eine umfassende Betrugsprävention inklusive Bonitätsprüfung, aber auch ein detaillierter Debitorenmanagement- und Mahnprozess. Auf Wunsch kann dieser zudem um eine Zahlungsgarantielösung ergänzt werden.
Und so funktioniert es: Online-Kundin Petra Musterfrau hat in Ihrem Onlineshop gestöbert und ihren Warenkorb gefüllt. Sie hat ihren Namen, ihre Daten und ihre Versandadresse eingegeben und geht zur Kasse. Nun gelangt sie automatisch – aber von ihr unbemerkt – auf die Plattform von „CrefoPay“. Binnen weniger Sekunden laufen nun im Hintergrund mehrere Prozesse ab. Anhand bestimmter Regeln und mehrstufiger Verfahren prüft und bewertet das System nun das Risiko der Transaktion. Je nach Ergebnis werden der Kundin nun die passenden Zahlungsarten angezeigt. „Passend“ heißt: passend für beide, also die Kundin ebenso wie den Händler. Ziel ist, die Kundin zu halten, aber zugleich das Händlerrisiko zu minimieren. „Zeigt die Bonitätsprüfung, die im Hintergrund abläuft, keine oder Negativmerkmale, dann kann auf der Zahlungsseite im Onlineshop die Zahlungsart ‚Rechnung‘ dynamisch ausgeblendet werden“, erklärt Jan Sperber, der bei der CrefoPayment GmbH & Co. KG in Berlin für das Business Development verantwortlich ist.
Das alles – dieser Hinweis ist Sperber wichtig – läuft für die Shopkunden unbemerkt – und in Echtzeit. Sowohl im B2C als auch im B2B. Besonders im B2B-Geschäft ist das Thema Bonitätsprüfungen oftmals ein manueller Prozess, der langwierig und personalintensiv ist. Sperber hat ein Beispiel: Im Onlineshop eines Papiergroßhändlers möchte ein bisher unbekannter Kunde 100 Pakete Kopierpapier bestellen. Herkömmlich müsste er sich zunächst als Neukunde registrieren, würde dann geprüft und erhielte zwei, drei  Tage später Bescheid, dass er nun neuer Geschäftskunde sei und über welches Bestelllimit er verfüge. Nachteil: Er konnte nicht sofort kaufen und sprang deshalb vielleicht als potenzieller Neukunde ab.
„Mit ‚CrefoPay‘ erfolgen alle diese Prozesse online, schnell – und auf Basis der Regeln, die wir zuvor mit dem jeweiligen Shopanbieter festgelegt haben“, erläutert Sperber. Bei Kunden, die schon einmal oder mehrmals in dem Shop gekauft haben, kann auf Wunsch des Händlers die entsprechende Zahlungshistorie mit in den automatischen Prozess einfließen. „Wir empfehlen jedoch, auch Bestandskunden alle paar Monate erneut im Hintergrund zu überprüfen“, rät Sperber, „denn das Zahlungsverhalten kann sich ja jederzeit ändern.“

Sicher und einfach: Bezahlen per Link
Entscheidet sich ein Händler für „CrefoPay“, dann erhält er ein sogenanntes Payment-Plugin, falls er eines der üblichen Shopsysteme verwendet, etwa „Shopware“. Setzt er ein selbst entwickeltes Shopsystem ein, erhält er von „CrefoPay“ eine detaillierte Schnittstellenbeschreibung, um seinen Shop mit „CrefoPay“ verknüpfen zu können. „CrefoPay“ übernimmt dann das komplette Transaktionsmanagement, prüft die Bonität, überwacht den Zahlungsverkehr und bietet weitere Services, wenn der Händler das wünscht. „Der manuelle Aufwand für den Händler bleibt gering, er hat deutlich mehr Zeit fürs Kerngeschäft“, betont Sperber, „denn er erhält alles aus einer Hand und mit einem System.“
Ein interessanter Zusatzservice von „CrefoPay“ ist „Pay by Link“. Er ermöglicht Unternehmen, bargeldlose Zahlungen mit der kompletten „CrefoPay“-Funktionalität entgegenzunehmen. Interessant ist „Pay by Link“ zum Beispiel bei telefonischen Bestellungen, im Baustoffhandel, bei Reparaturen oder ähnlichen Services oder bei der Möbelauslieferung. Man benötigt dazu weder
einen Onlineshop noch einen Versandhandel.
So geht’s: Über den Händler-Service-Bereich von CrefoPay gibt der Händler die Kunden- und Kaufdaten ein. Dann wird automatisch eine „Pay by Link“-E-Mail an den Kunden verschickt – mit der Absenderadresse des Händlers. Der Kunde öffnet den Link und bezahlt über eine von „CrefoPay“ ausgelieferte Zahlungsseite, die von jedem Händler individualisiert werden kann. Der Händler sieht dann die Bezahlbestätigungsseite in seinem eigenen Layout. Nach erfolgter Zahlung erhält der Kunde eine Mail mit einer Transaktionsbestätigung. Der Händler kann die georderte Ware versenden – und alle Transaktionen über den Händler-Service-Bereich kontrollieren und verwalten.
Ob B2C oder B2B: Der Handel hat es derzeit nicht leicht. Aber in Sachen Payment kann er es sich leicht machen, und genau die Zeit und Energie sparen, die er dann in die Bewältigung anderer Herausforderungen und vor allem ins Kerngeschäft stecken kann.

Creditreform

Stand: 14.08.2019 09:00