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Parkplatzüberlassung: Verbilligte Überlassung an Arbeitnehmer aus steuerlicher Sicht
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Parkplatzüberlassung: Verbilligte Überlassung an Arbeitnehmer aus steuerlicher Sicht

Leistungen, die ein Arbeitgeber gegenüber seinem Arbeitnehmer erbringt, sind bei der Umsatzsteuer nicht steuerbar, wenn sie überwiegend durch das betriebliche Interesse des Arbeitgebers veranlasst sind. Das gilt selbst dann, wenn die Leistung auch den privaten Interessen des Arbeitnehmers dient. Das private Interesse wird durch den angestrebten betrieblichen Zweck überlagert (EuGH-Urteil vom 11.12.2008, Az. C-371/07).

Von einem betrieblichen Interesse des Arbeitgebers ist regelmäßig auszugehen, wenn die Maßnahme die Dienstausübung betrifft, die dem Arbeitgeber obliegt. Hierzu gehört auch das Zurverfügungstellen von Parkplätzen. Eine unentgeltliche Überlassung von Parkplätzen unterliegt daher nicht der Umsatzsteuer (Abschn. 1.8. Abs. 4 Nr. 5 UStAE).

Andererseits ist die entgeltliche Überlassung von Parkraum – auch an das eigene Personal – unzweifelhaft ein verbrauchsfähiger Vorteil, welcher der Umsatzsteuer unterliegt.

Deshalb unterliegt bei einer teilentgeltlichen Überlassung von Parkraum das gezahlte Entgelt der Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer lässt sich insoweit nicht vermeiden. Eine unentgeltliche Parkplatzüberlassung könnte unter steuerlichen Gesichtspunkten ggf. sinnvoll sein. Letztlich entscheidet der Unternehmer, ob seine Arbeitnehmer zuzahlen sollen oder nicht.

Stand: 22.07.2016 12:44