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Online-Marketing: Die Sichtbarkeit im Netz erhöhen
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Online-Marketing: Die Sichtbarkeit im Netz erhöhen

Welchen Stellenwert Online-Marketing für Unternehmen hat, dessen sind sich auch Geschäftsführer von klein- und mittelständischen Betrieben größtenteils bewusst. Warum ist die Zahl dieser Unternehmen, die wenig oder gar keine digitalen Werbemaßnahmen umsetzen dann aber so hoch?

Die Gründe für die Unterpräsenz digitaler Werbemaßnahmen in kleinen Unternehmen sind so vielfältig wie Online-Marketing selbst: Mangelndes Knowhow, Überforderung mit dem Angebot, fehlende EDV-Ausstattung, zu wenig Fachkräfte oder eine zu hohe Auslastung des Personals – um nur einige zu nennen. Wo in größeren Unternehmen ganze Teams inklusive externer Agenturen für die Umsetzung digitaler Werbemaßnahmen zuständig sind, steht in kleinen Unternehmen in den seltensten Fällen ausreichend geschultes Personal zur Verfügung. Da sich mittlerweile ein Großteil der (potenziellen) Kunden im Internet über Produkte, Dienstleistungen etc. informiert, wirken sich gezielte Online-Marketing-Maßnahmen auch für kleine Unternehmen zum Vorteil aus.

Webseite als Basis

Um Online-Marketing-Maßnahmen erfolgreich zu platzieren, sollten Unternehmen über eine professionelle Webseite verfügen. Aber: Ein Internetauftritt allein bringt noch nicht den gewünschten Effekt. Wird einzig der Firmenname und die Adresse aufgeführt, ist einem Unternehmen in puncto Kundengewinnung nicht geholfen. Um das ganze Potenzial einer Webseite auszuschöpfen, bedarf es nicht allzu viel. Auch online gilt, der erste Eindruck zählt. Die Webseite ist die Visitenkarte im Internet. Sie sollte ansprechend und übersichtlich gestaltet sein und alle relevanten Informationen zum Unternehmen und den angebotenen Produkten bzw. Dienstleistungen enthalten.

Responsivität

Eine gute Webseite ist vor allen Dingen responsiv. Das heißt, dass sich die Seite an das Endgerät anpasst, mit dem sie aufgerufen wird. Nichts ist nerviger als eine Webseite, durch die umständlich gescrollt werden muss, wenn man sie über ein Smartphone oder Tablet aufruft. Mögliche Kunden werden dadurch direkt verschreckt. Das Angebot kann noch so gut sein, wenn es umständlich ist die Seite zu bedienen oder sich auf dieser zurechtzufinden, ist die Folge, dass der Nutzer abspringt und sich eine Alternative sucht. Um sich die Relevanz der Responsivität noch einmal vor Augen zu führen, ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts TNS hilfreich, die sich mit dem Nutzungsverhalten der Deutschen beschäftigt. 73% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie regelmäßig das Smartphone oder Tablet zum Surfen nutzen; 75% den PC oder Laptop. Diese nahezu gleichen Werte belegen, dass es für ein Unternehmen unabdingbar ist, eine responsive Webseite anzubieten. Nur so können potenziell interessierte Nutzer auf der Seite gehalten und die Absprungrate reduziert werden.

Suchmaschinenoptimierung

Wie bereits erwähnt hat sich das Nutzungsverhalten der Deutschen in den letzten Jahren verändert. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts nimmt die allgemeine Nutzungsdauer des Internets zu und liegt mittlerweile bei durchschnittlich 149 Minuten täglich. Das liegt natürlich auch daran, dass die Nutzung des Internets auf mobilen Endgeräten unterwegs durch WLAN, Hotspots oder Datenvolumen erleichtert wird. Das heißt, Nutzer die etwas suchen, geben ihre Anfrage häufig zunächst bei Google ein. Das funktioniert zuhause,  wenn man sich über die neue Digitalkamera informieren möchte gleichermaßen wie in der Stadt, wenn man eine Cocktailbar, ein Geschäft oder einen Arzt sucht. Ist die Unternehmenswebseite nicht suchmaschinenoptimiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit bei Google gefunden zu werden gering.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt also dafür, dass die Unternehmensseite nicht im Orbit des World Wide Web verschwindet, sondern auf den Ranglisten bei Google auftaucht und dort möglichst weit oben platziert ist. Dies ist besonders vor dem Hintergrund wichtig, dass sich ein Großteil der Nutzer nicht die Mühe macht, nach den Ergebnissen über die erste Seite hinaus zu gucken. Je weiter vorne die eigene Seite platziert ist, desto wahrscheinlicher ist es also von Kunden gesehen zu werden. Die Inhalte der Webseite, das heißt nicht nur die Texte, sondern auch die Bilder, sollten immer optimiert sein. Für diese Optimierung gibt es aber keinen allgemeingültigen Leitfaden, denn Google bemüht sich stets, seinen Ranking-Algorithmus so gut es geht unter Verschluss zu halten. Einige Tools wie unter anderem die Verwendung passender Keywords in den Texten und sorgfältig ausgewählte URLs helfen aber bei der Suchmaschinenoptimierung. Unternehmen können auch die Probe aufs Exempel machen und schauen, auf welcher Position sie bei Google rangieren. Erscheinen sie bei der Eingabe ihrer Stadt und Branche nicht auf der ersten Seite, wissen sie, dass Handlungsbedarf besteht.

Suchmaschinenwerbung

Hinter dem Begriff SEA (Seach Engine Advertising) verbirgt sich der Markt bezahlter Anzeigen. Denkt man an die klassische Google-Suche werden diese Anzeigen entweder oben neben den Suchergebnissen angezeigt oder unterhalb. Diese sogenannten Google-Ads können zeitlich begrenzt geschaltet werden und werden nur nach Eingabe gewisser Keywords angezeigt. Des Weiteren kann hier die zu bewerbende Zielgruppe sehr detailliert festgelegt werden. Angefangen beim Geschlecht bis hin zur Altersstruktur und Einkommen sofern Google diese Daten bekannt sind. Durch
diese genauen Eingrenzungen ist ein sehr effektives Kostenmanagement möglich und Unternehmen können genau die Menschen erreichen, die für ihre Produkte oder Dienstleistungen interessant sind.

Lokales SEO

Anders als bei der Suchmaschinenoptimierung ist die Unternehmenswebseite nicht die Grundlage für das lokale SEO. Hier geht es vielmehr um die von der Webseite unabhängigen Präsentation des Unternehmens im Netz. Dazu zählen beispielsweise Einträge bei Google Maps, bei Google MyBusiness oder bei Empfehlungsportalen wie Qype oder Yelp. Ist bereits ein Unternehmenseintrag bei Google Maps vorhanden – dieser wird häufig automatisch von Google angelegt – gilt es diesen auf Aktualität und Richtigkeit zu überprüfen.

Mehr Sichtbarkeit

Eine Webseite allein ist kein Garant für mehr Aufmerksamkeit und einen Zugewinn an Kunden. Wird ein Unternehmen gar nicht erst gefunden, hilft auch das beste Angebot nichts. Maßnahmen des Online-Marketing bieten sich also an, um die Sichtbarkeit eines Unternehmens zu erhöhen. Dabei muss man sich aber der Tatsache bewusst sein, dass weder eine gut funktionierende Webseite noch Online-Marketing Selbstläufer sind, was einmal gemacht wird und womit man dann keinen Aufwand mehr hat. Sowohl eine suchmaschinenoptimierte Webseite als auch einzelne digitale
Werbemaßnahmen erfordern kontinuierliche Pflege.

Marketing, das zur Zielgruppe passt

Welche Rolle Online-Marketing zukommt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist vorstehend erläutert worden. Trotzdem dürfen Unternehmen nicht den Blick auf ihre unterschiedlichen Zielgruppen verlieren. Ein Ausbau der Online-Marketing-Maßnahmen sollte nicht mit einem Stillstand der analogen Werbemaßnahmen einhergehen, wenn das Unternehmen beispielsweise auch eine ältere Zielgruppe bedient oder als lokaler Anbieter viele Kunden in naher Umgebung hat. Mit einem Marketingmix, der auf die Zielgruppen des Unternehmens zugeschnitten ist, kann also nicht nur die Reichweite erhöht, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.

Stand: 03.08.2018 09:34