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Nachhaltiges Investieren: Iss die Suppe auf, dann wird morgen schönes Klima!

Nachhaltiges Investieren: Iss die Suppe auf, dann wird morgen schönes Klima!

Wenn das mal so einfach wäre. Auch wenn sich dieses Sprichwort auf das Wetter bezieht, haben wir inzwischen verstanden, dass dieses im Zusammenhang mit dem Klima steht. In den letzten Wochen prasselte ein Dauerregen der Klimanachrichten auf den Zuschauer nieder. Man befindet sich dabei im doppelten Sinne zwischen betroffen sein und der Zufriedenheit selbst auf einem sicheren Flecken Erde zu sein.

Nicht erst seit dem IPCC Bericht der Vereinten Nationen (UN) wird die Lage um das Klima unserer Welt erhitzt diskutiert. Dabei scheint es mehr Fragen als Antworten zu geben, wie die notwendigen Klimaziele erreicht werden können. Doch eines wird allen dabei klar: Wir hätten mal früher damit beginnen sollen sprichwörtlich „die Suppe zu löffeln“, statt in den Vorgesprächen zur Mahlzeit zu verharren. Ich will das Bild hier nicht überstrapazieren. Bleibt die Frage: Was ist zu tun?

Die Möglichkeiten der Bürger eines der reichsten Länder der Welt sollten sich nicht nur auf nationalen Aktivismus beschränken. Der Klimakampf wird vor allen Dingen international gewonnen, denn dem Klima ist es bekanntlich egal, an welchem Ort auf diesem Planeten Treibhausgase (THG) ausgestoßen werden. Es sollte sich dabei herumgesprochen haben, dass wir in Deutschland für den Anteil von 2% des CO2-Ausstoßes der Welt direkt verantwortlich sind. Was wiederum nicht bedeuten kann, dass wir nur einen geringen Beitrag leisten sollten.

Die Begrenzung für THG ist für die Stabilisierung des Klimas unerlässlich. Während die entwickelten Länder über notwendige Bildung, Technologien und Kapital verfügen, fehlt dieses in zu vielen Ländern der Erde. Das hat die Klimakonferenz von Paris im Jahr 2015 veranlasst, gemeinsame Ziele zu verabschieden, die hier einen Ausgleich schaffen sollen. 196 Staaten haben das Klimaabkommen ratifiziert. Doch zu wenige von ihnen haben – um im Bilde zu bleiben – mit der Mahlzeit begonnen. Gerade der deutsche Weg ist von Zögern und ideologischen Dissonanzen bestimmt, statt von Pragmatismus.

Die Folge ist das notwendige Engagement von Unternehmen und Bürgern. Allein staatliche Maßnahmen werden nicht mehr ausreichen, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen, die eine Begrenzung der Temperatur auf unter +2°C zum vorindustriellen Zeitalter ansteuern.

Notwendige Umkehr: Investition in die Zukunft

Eine konkrete Maßnahme für das Klima ist eine Investition in Form von Ökosystem- Serviceleistungen (PES), in contribution claims oder CO2-Ausgleichszahlungen. Letztere wird fälschlicherweise immer wieder in der öffentlichen Diskussion als greenwashing- Methode thematisiert, was sich leider als Trugschluss darstellt, wenn jedes dieser Instrumente im Klimakampf konform zu den Klimazielen von Paris und den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN (SDG) ist. Hier ist eine kluge Investitionsstrategie gefordert. Die Allokation in klimaschutzfördernde Entwicklungsprojekte bietet viele klimarelevante Vorteile, weil der investierte Euro im globalen Süden mehr bewirken kann als teuer finanzierte Klimaschutzprojekte in Europa.

Ein durch Investitionen ermöglichter Technologietransfer kann zu einem der entscheidenden Schlüssel im Klimakampf werden, weil dadurch im globalen Süden der übermäßige Konsum von fossilen Brennstoffen ausbleibt und der CO2-Ausstoß gedrosselt werden kann.

Naturbasierte Lösungen – oder: wie wir zu schnelleren Ergebnissen kommen

Laut einer Berechnung des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) zahlen naturbasierte Lösungen bis zu einem Drittel auf die Pariser Klimaziele ein. Sie zeichnen sich dadurch aus, einen möglichen CO2-Ausstoß nicht nur zu verhindern, sondern tragen dazu bei, bereits emittierten Kohlenstoff der Atmosphäre wieder zu entziehen. Die Erzeugung von Negativemissionen ist entscheidend, denn es bleibt immer weniger Zeit für die Klimawende.

Naturbasierte Lösungen zeigen sich in unterschiedlichen Varianten der nachhaltigen Landnutzung. Aufforstungsprojekte und der Erhalt des Regenwaldes zählen ebenso dazu wie auch Ansätze vorhandene Moore und Feuchtgebiete zu erhalten oder den Eintrag von Biokohle zur Bodenverbesserung.

Dringend benötigte Investitionen in diesem Sektor tragen also mehrfach zu den notwendigen klimafördernden Maßnahmen bei. Sie wirken zudem additiv der Armut und Ungerechtigkeit in den ärmeren Ländern entgegen.

Investition in Sambia: African Products

Angesichts der Dringlichkeit gilt es also klug und effizient vorzugehen.

Nachhaltige Investitionsanlagen bieten laut dem Bundesverband der Verbraucherzentralen für private Anleger eine weit größere Wirkung im Transformationsprozess für Unternehmen und das Klima als bisher im Bereich Sustainable Finance angenommen wurde.

Die 7x7impact als Tochter der 7×7 Unternehmensgruppe investiert daher in langfristige Maßnahmen auf dem afrikanischen Kontinent. Das Finanzprodukt „African Products“ wird durch Crowdinvesting finanziert und richtet sich an spekulationsaverse Kleinanleger. Die Rendite für die Anleger liegt erfolgsabhängig bei bis zu 7,5% pro Jahr.

Die Investition zahlt auf die Nachhaltigkeitsziele der UN ein (siehe die obere Grafik) und fördert lokale Farmen standortnahe Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zu nutzen. Weitere Anschlussprojekte sind u.a. durch Private Placement in Planung.

African Products trägt als naturbasierte Lösung direkt zum Klimaschutz bei, weil der natürlich gewachsene Regenwald geschont wird und vorhandene Abfallprodukte aus dem Ernteprozess für die Produktion verwendet werden. Bisher waren anfallende Maisspindeln für den Abfall bestimmt. Jetzt werden diese in einem Pilotprojekt an organisierten Sammelstellen zusammengeführt und weiterverarbeitet. In Deutschland produzierte Thermolyse-Anlagen, die mobil zu den Sammelstellen gefahren werden können, stellen die Maiskohle her. Durch seinen hohen Kohlenstoffanteil kann das Produkt, das den lokalen Namen „Corbaco“ trägt, auch für Bodenverbesserungsmaßnahmen lokaler Farmer eingesetzt werden.

Der Einsatz der Kohle als Dünge- und Futterzusatz bewirkt einen höheren Ernteertrag zum einen und zum anderen einen verbesserten Gesundheitszustand der Tiere. Davon profitieren die Farmer und Kleinbauern als zentrale Akteure des geschlossenen Produktkreislaufs (siehe Grafik) – und trägt zu den Klimazielen von Paris bei.

„African Products“ fördert 7 SDGs

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN Agenda 2030 (SDG = Sustainable Development Goals) zeigen wie Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft miteinander abgestimmt werden können und eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft gestaltet wird.

Andreas Mankel
7x7finanz GmbH
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Stand: 28.09.2021 13:37
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