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Nachhaltige Geldanlagen: Gutes Gewissen mit Rendite?

Nachhaltige Geldanlagen: Gutes Gewissen mit Rendite?

Neben klassischen Anlagezielen wie Rendite, Sicherheit und Liquidität gewinnen auch ökologische, soziale und ethische Faktoren bei der Vermögensanlage immer mehr an Bedeutung. Aber eignen sich „Geldanlagen mit gutem Gewissen“ auch für das Unternehmensvermögen? Und falls ja, nur mit Abstrichen bei der Rendite?

Nachhaltige Geldanlagen sind inzwischen mehr als nur ein Trend. Ein Zeichen hierfür: Der Dax50 ESG, der im März 2020 startete. Der erste „Nachhaltigkeits-Dax“ in der Geschichte der deutschen Börse fasst seitdem 50 Standardtitel mit den besten Nachhaltigkeitsratings zusammen. Aber auch die Zahlen sprechen für sich. Für Deutschland lässt sich der Trend in der Statistik des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ablesen: Das verwaltete Vermögen von Nachhaltigkeitsfonds stieg hierzulande allein im Jahr 2019 von 44,7 auf 63,2 Mrd. € an – ein Plus von rund 41%.

Wirtschaftliche Rendite vs. soziale Rendite?

Aber lohnt sich ein Investment in nachhaltige Investments wirklich? Gutes tun und Rendite erwirtschaften galt lange Zeit als Gegensatz. Heute kann hiervon keine Rede mehr sein. Ganz im Gegenteil: Die Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit, Ökologie, sozialen Aspekten und entsprechend ausgerichteter Unternehmensführung wird auch bei erfolgreichen Investments immer wichtiger. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das Privat- oder Betriebsvermögen handelt, betont Carsten Wölki, Leiter der Private Banking Unternehmerkunden bei der Sparkasse KölnBonn. „Die wirtschaftliche Rendite steht nicht im Widerspruch zur sozialen Rendite – im Gegenteil. Häufig lassen sich beide Renditen miteinander vereinen“, erklärt Wölki. Auch in der Corona- Pandemie hätten nachhaltige Fonds gut performt, ergänzt der Anlageexperte der Sparkasse. Dass dies kein kurzfristiges Phänomen ist, zeigt ein Langzeitvergleich des Nachhaltigkeits-Index MSCI World Social Responsible mit seinem klassischen Gegenüber MSCI World. Ersterer erzielte im Zeitraum September 2007 bis September 2020 eine Mehrrendite von über 28%.

Licht im Dschungel nachhaltiger Geldanlagen

Ein Dilemma bleibt hingegen: Die Bandbreite nachhaltiger Geldanlageprodukte ist groß. Um sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden, sollten sich Anlegerinnen und Anleger daher genau informieren, rät Carsten Wölki. „Inzwischen gibt es ein breites Spektrum nachhaltiger Investments. Zudem sehen wir große Unterschiede in deren Reinheitsgrad. Deshalb empfehlen wir jedem interessierten Anleger eine persönliche Beratung. Unsere fachkundigen Beratenden stellen mit unseren Kundinnen und Kunden dann ein maßgeschneidertes Portfolio zusammen“.

Vermögensverwaltung nach ESG-Kriterien

Mit einer hauseigenen Vermögensverwaltung – die wiederholt als eine der besten in Deutschland ausgezeichnet wurde – bietet die Sparkasse KölnBonn eine weitere Möglichkeit, nachhaltig zu investieren. Bei der Bestimmung, was nachhaltig ist und was nicht, greifen die Experten der Vermögensverwaltung auf Daten der weltweit renommierten Nachhaltigkeitsratingagentur MSCI ESG Research zurück. „Diese ermöglichen uns eine sehr graduelle Festlegung von ESG-Kriterien für Direktinvestments und Fonds. Damit können wir die Kundenportfolios im Detail durchleuchten und ein Mindest-Nachhaltigkeitsrating für Einzelinvestments aber auch für das gesamte Portfolio festlegen. Direktinvestitionen in nachhaltigkeitskritische Unternehmen werden so bei den für unsere Kunden verwalteten Vermögen vermieden“, sagt Peter Eberhart, Leiter der Vermögensverwaltung bei der Sparkasse KölnBonn. Bereits 2014 definierten die Vermögensverwalter der Sparkasse, wo Kundengelder nicht investiert werden sollten. Unternehmen, die ihren Hauptgeschäftszweck in der Waffen- oder Tabakherstellung haben, wurden als Direktinvestments ausgeschlossen. Im vergangenen Jahr wurden die Nachhaltigkeitskriterien dann noch einmal deutlich geschärft.

Und die Sparkasse selbst? Auch die Sparkasse KölnBonn verfolgt einen klaren Nachhaltigkeitskurs – unter anderem mit Nachhaltigkeitsrichtlinien für Eigenanlagen, die Kreditvergabe an Unternehmen und eben für die hauseigene Vermögensverwaltung. Die bisherigen Bemühungen tragen Früchte. So erhielt die Sparkasse KölnBonn im Jahr 2019 das Zertifikat „Exzellente Nachhaltigkeit“ des F.A.Z.-Instituts mit dem „Prime-Status der Nachhaltigkeits- Ratingagentur ISS ESG“. In diesem Jahr wurde sie zudem von der international anerkannten Ratingagentur imug mit der positiven Ratingnote „B“ bewertet.

Die ESG-Kriterien

Vielfach wird Nachhaltigkeit mit Umweltaspekten gleichgesetzt. Doch nachhaltige Geldanlagen sind mehr als nur „grün“. Neben Umweltaspekten stehen bei der Bewertung auch soziale Einflussgrößen und Aspekte einer guten Unternehmensführung im Fokus. Diese werden in den sogenannten ESG-Kriterien zusammengefasst.

Die ESG-Kriterien stellen unterschiedliche Nachhaltigkeitsziele dar:

„E“ für Environmental (Umwelt), z.B. Klimaschutz, Schutz der biologischen Vielfalt, nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen.
„S“ für Social (Soziales), z.B. Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards, Ächtung von Kinderarbeit.
„G“ für Governance (Unternehmensführung), z.B. Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption, Gewährleistung von Arbeitnehmerrechten.

Mehr Infos unter www.sparkasse-koelnbonn.de/unternehmerkunden und
www.sparkasse-koelnbonn.de/nachhaltigkeit.

Ihr Ansprechpartner

Carsten Wölki
Leiter Private Banking Unternehmerkunden beider

Sparkasse KölnBonn
Hahnenstraße 57
50667 Köln

Tel. 0221 226-95228
carsten.woelki@sparkasse-koelnbonn.de

Stand: 20.04.2021 10:00