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Keine verdeckte Gewinnausschüttung bei reinem Buchungsfehler

Ein reiner Buchungsfehler löst nach dem Urteil des FG Münster vom 22.6.2016 (Az. 7 K 691/12 F) noch keine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) aus. Auch wenn eine vGA ohne Willen der Beteiligten zustande kommen kann, setzt sie doch voraus, dass die Beteiligten die Realhandlungen, die zur vGA führen, vornehmen.

Die Entscheidung betrifft eine Handwerks-GmbH, die Arbeiten am Wohnhaus des beherrschenden Gesellschafters ausgeführt und korrekt in Rechnung gestellt hatte. Der Gesellschafter hatte zunächst eine Teilzahlung auf die Rechnung geleistet. Der verbleibende Betrag sollte gegen sein Verrechnungskonto verbucht werden, wurde jedoch aufgrund eines Missverständnisses mit dem Steuerberater erfolgswirksam ausgebucht.

Stand: 23.11.2017 16:31