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Generation Y: Das erste Jahr im Beruf

Generation Y: Das erste Jahr im Beruf

Nach ihrem ersten Berufsjahr ziehen Berufsstarter in Deutschland eine überwiegend positive Bilanz; trotzdem ziehen sie es vor, in Bewegung zu bleiben und sich in einer neuen Stelle weiterzuentwickeln.

Dem aktuellen ABSOLVENTA GenY-Barometer zufolge, für das quartalsweise Daten über junge Menschen der sogenannten „Generation Y“, also den zwischen 1980 und 1996 Geborenen, erhoben werden, ziehen diese nach ihrem ersten Berufsjahr zumeist eine positive Bilanz. Die „Millenials“, wie die junge Generation auch genannt wird, bewerteten vor allem die Aufnahme in der neuen und meist ungewohnten Umgebung positiv.

Mittelständischen Unternehmen stellten die Ypsiloner mit einer zu 52% guten oder sehr guten Bewertung ein besonders gutes Zeugnis aus. Doch auch in den übrigen Unternehmen herrscht überwiegend Zufriedenheit mit dem Berufsstart; nur 18% der Befragten erteilten ihrem ersten Arbeitgeber die Note mangelhaft oder ungenügend.

In der Bewertung sind es besonders die ersten Kollegen, die einen positiven Eindruck bei den Berufsanfängern hinterlassen haben: 40,5% der Befragten gaben ihren Kollegen eine glatte Eins, weitere 31% eine Zwei.

Weniger zufrieden ist die Generation Y jedoch mit den ihr angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten; hier ließen 38% der Befragten ihren Arbeitgeber durchfallen, nur 7,5% vergaben die Bestnote. Vor dem Hintergrund, dass lebenslanges Lernen sich in den letzten Jahrzehnten als einer der zentralen Grundwerte unserer Gesellschaft durchgesetzt hat und Aufstieg durch Bildung verspricht, ziehen daraus viele Ypsiloner die Konsequenz, sich weiterhin zu bewerben, um eine Stelle zu finden, die mehr Möglichkeiten zur eigenen Weiterentwicklung bietet: Bereits während des ersten Berufsjahrs bleiben nahezu zwei Drittel der Millenials weiter auf Jobsuche; 34% davon aktiv, 31% passiv.

Trotz der insgesamt positiven Bewertung ihres ersten Berufsjahrs würden der Umfrage zufolge nur 47% der Ypsiloner ihren Arbeitgeber weiterempfehlen, darunter 22% auf gar keinen Fall. Da sich im HR-Bereich immer mehr die Ansicht durchsetzt, dass wer gutes Personal benötigt, vor allem auf Empfehlungen von Mitarbeitern setzen sollte, sollten die Unternehmen ihr Talentmanagement durchdenken.

In denjenigen Berufsfeldern, in denen sich bereits jetzt ein Fachkräftemangel bzw. eine Knappheit an hochqualifizierten Bewerbern abzeichnet, scheinen sich Arbeitgeber besonders um ein positives Image bei Berufsstartern zu bemühen. 56% der Ingenieure und 55% der IT-Spezialisten bezeichneten ihre ersten Berufserfahrungen als sehr gut oder gut. Im Vergleich: Nur 40% der Geisteswissenschaftler und Wirtschaftsabsolventen sind ebenfalls dermaßen zufrieden mit ihrem Berufsstart. ik

Stand: 04.12.2014 09:52