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Gefördert investieren: Auf das Gesamtkonzept kommt es an

Gefördert investieren: Auf das Gesamtkonzept kommt es an

(Advertorial) Im Jahr 2017 haben die Förderbanken des Bundes und der Länder zusammen Zuschüsse in Höhe von 8,9 Mrd. € ausgezahlt – knapp 1,5 Mrd. € mehr als im Vorjahr. Dazu kommt, laut Förderstatistik des Bundesverbandes öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), ein Vielfaches an zinsverbilligten Förderkrediten etwa für Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder Digitalisierung. Diese Aufzählung zeigt: Das Spektrum an Förderthemen ist breit. Jeder Unternehmer tut gut daran, bei anstehenden Investitionsvorhaben zu prüfen, ob eventuell ein Zuschuss oder ein Förderkredit dafür infrage kommt.

Am besten macht er das zusammen mit seinem Bankberater. Denn bei nahezu allen Fördermitteln, die von der KfW oder in Nordrhein-Westfalen der landeseigenen NRW.Bank angeboten werden, gilt das Hausbankprinzip: Die Einreichung des Antrags und die Auszahlung der Mittel erfolgen über die Geschäftsbank, bei der der Antragsteller Kunde ist.
Förderkredite genossen lange Zeit einen verhaltenen Ruf. Das Ausfüllen der Anträge auf dem Papier und das Zusammenstellen erforderlicher Unterlagen waren aufwendig. Bis die Mittel endlich bewilligt waren, ging oftmals viel Zeit ins Land. Diese Situation ist überholt. Bereits vor vier Jahren hat die NRW.Bank ihre digitale Schnittstelle zu den Hausbanken über ein Onlineportal ausgebaut. Kreditanträge, Zusagen und Mittelabrufe sind online bereits seit 2004 möglich. Mit dem neuen Portal sind alle weiteren Geschäftsprozesse vereinfacht worden.
Auf ihrer Seite führt die Sparkasse KölnBonn diesen Digitalisierungsansatz nahtlos weiter. So können Unternehmenskunden über meinfirmenkonto.de einen NRW.Bank Fördercheck starten, Termine mit ihrem Berater vereinbaren oder direkt online ihren Antrag stellen. Wie vorteilhaft sich ein solch integrierter, digital gestützter Beratungs- und Bearbeitungsansatz für alle Seiten auswirkt, soll ein Beispiel aus der Geschäftspraxis verdeutlichen.

Die Ausgangssituation des Förderprojektes sah wie folgt aus: In der Stadt Mechernich (Eifel) gab es im Bestand des Ortsteils Kommern zwar ein Altenheim, jedoch fehlte es im näheren Umkreis an Tagesbetreuungseinrichtungen für ältere Menschen. In der Folge wurde ein Großteil dieses Personenkreises zu Hause von Familienangehörigen betreut und versorgt. Vor diesem Hintergrund entwickelte der Betreiber des bestehenden Altenheims das Projekt einer Tageseinrichtung für Seniorinnen und Senioren. Die Idee dabei: Die betreuenden Angehörigen bekommen die Möglichkeit, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen – was häufig wirtschaftlich notwendig ist – und werden bei der Pflege entlastet. Der Initiator hatte im Vorfeld das Projekt um einen Gebäudeteil ergänzt, in dem er alten- und behindertengerechte Wohneinheiten unterbringen wollte. Auf diese Weise sollte vor Ort ein bedarfsgerechtes Angebot an Wohnraum für ältere Menschen geschaffen werden, die ohne familiären Anschluss sind, im Alter aber noch ein eigenständiges Leben führen wollen und dabei nur punktuell Betreuung benötigen.
Im Zuge der Realisierung erwarb der Initiator eine denkmalgeschützte Apotheke im historischen Ortskern von Kommern. Der Investitionsplan sah dabei eine Kernsanierung des Gebäudes vor. Dazu kam der Anbau eines neuen Trakts. Dem Konzept zufolge sollten im Erdgeschoss die Einrichtungen der Tagespflege untergebracht werden und im neu errichteten Obergeschoss barrierefreie Appartements. Insgesamt ergab sich auf Basis dieser Planung ein Investitionsvolumen von rund 1,6 Mio. €. Das Finanzierungskonzept sah neben einem Eigenkapitalanteil von 120.000 € einen zinsverbilligten Kredit der KfW über 550.000 € vor. Der Finanzierungsschwerpunkt bestand aus einem Förderdarlehen über 890.000 € aus dem Programm NRW.Bank Pflege und Betreuung.
Dieses Programm entspringt dem Grundanliegen der nordrhein-westfälischen Sozialpolitik, eine bedarfsgerechte Infrastruktur für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen zur Verfügung zu stellen. Investitionen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen unterstützt das Land über die eigene NRW.Bank mit langlaufenden, zinsgünstigen Darlehen. Diese Mittel können sowohl gemeinnützige Träger als auch private und öffentliche Pflegeheimbetreiber beantragen. Der Finanzierungsanteil reicht bis zu 100%, bei einem Höchstbetrag von fünf Mio. € pro Vorhaben.
Bereits im Vorfeld der Investitionsentscheidung hatten Initiator und Firmenkundenbetreuerin der Sparkasse KölnBonn Kontakt aufgenommen. Unmittelbar danach wurden die Kolleginnen und Kollegen der Fachabteilung Gewerbliche Förderberatung mit in die Vorplanungen einbezogen. Im Team wurde analysiert, wie die Finanzierung strukturiert werden kann, und auf dieser Basis dann ein Finanzierungsvorschlag erarbeitet – der eine Förderberatung beinhaltete.

Das Ergebnis dieser Beratung sah vor, die anteilige Investitionssumme für den Gebäudebereich Tagespflege mit dem Förderprogramm der NRW.Bank darzustellen. Die altengerechten Wohnungen beziehungsweise Appartements wurden für das KfW-Programm „Energieeffizent Sanieren“ vorgeschlagen. Dieses Programm beinhaltet verpflichtend die Einschaltung eines Sachverständigen, der das Vorhaben auf Basis der Energieeinsparverordnung (EnEV) begutachtet und optimiert.
Als hilfreich im Prozess hat sich erwiesen, dass auf Initiative der Firmenkundenbetreuerin die Spezialisten aus der Förderberatung in einzelnen Kundenterminen persönlich eingebunden wurden. Detailfragen und Probleme haben sich auf diese Weise frühzeitig adressieren und im Nachgang zielgerichtet lösen lassen. Rückblickend betrachtet ist in dieser Phase ein hoher Beratungsaufwand entstanden, da kundenseitig ein Vermittler und ein Unternehmensberater involviert worden sind. Letztlich hat sich die Sparkasse KölnBonn jedoch mit ihrem Konzept gegen Wettbewerbsangebote durchgesetzt, da der erarbeitete Finanzierungsvorschlag den Wünschen und dem Bedarf des Antragsstellers optimal gerecht wurde.
Der erste Schritt auf dem Weg zur konkreten Finanzierung war die interne positive Kreditentscheidung durch die Sparkasse KölnBonn als Hausbank. Der Initiator hat dazu die üblichen Unterlagen wie etwa Objektbeschreibung für die Beleihungswertermittlung, Vorhabenbeschreibung sowie den Nachweis der wirtschaftlichen Verhältnisse über Bilanzen etc. eingereicht. Auf dieser Basis hat die Förderberatung für den Kunden die Antragsformulare ausgestellt und online an ihn weitergereicht. Nach Ergänzung beziehungsweise Unterzeichnung erfolgte die Weiterleitung des Antrags an die NRW.Bank – ebenfalls in digitaler Form. Mit der Zusage durch die NRW.Bank erstellte die Fachabteilung der Sparkasse den Kreditvertrag und nahm auf Basis der Pro grammbestimmungen und der Zusagemodalitäten die Auszahlung vor.

Im Nachgang ist das Projekt als bester Förderfall ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung loben die NRW.Bank und der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV) einmal pro  Jahr aus. Den Ausschlag für die Entscheidung gab, dass mit der Realisierung eine Win-Win-Situation für alle Seiten entstanden ist: Neben der Verbesserung der örtlichen Pflegeinfrastruktur wurden mit Inbetriebnahme der Einrichtung neue Arbeitsplätze geschaffen. Bei der Sanierung und dem Neubau sind ökologische Aspekte durch eine energieeffiziente Bauweise berücksichtigt worden – unter gleichzeitiger Wahrung des Denkmalschutzes.
Für den Initiator haben sich mit Inbetriebnahme erhebliche Synergien auch dadurch ergeben, dass durch die minimale räumliche Distanz zum bestehenden Altenheim dessen Infrastruktur, wie Hauswirtschaft, Küche und zusätzliche soziale Angebote, kombiniert werden konnten. Die Summe dieser Vorteile hat am Ende die Jury überzeugt.

 

Ulrike Fiebig
Firmenkundenberaterin Sparkasse KölnBonn
Thomas-Mann-Straße 61
53111 Bonn
Tel. 0226 226 92514
ulrike.fiebig@sparkasse-koelnbonn.de

Peter Körner
Fachberater gewerbliche Fördermittel
Picassoplatz 1c
50679 Köln
Tel. 0221 226 92259
peter.koerner@sparkasse-koelnbonn.de

Stand: 30.07.2019 09:00