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Förderung von Energieeffizienz: 100.000 Lieblinge – und es werden immer mehr
Elsdorf, 14.3.2019 Bäckerei Schneider GmbH, Neubau von lks. nach rts: Toby March, Sparkasse KölnBonn Köln Bonn Wilhelm Kühne, GF Jörg Aprath, GF André Kunkel, GF Mario Weber, Spk KölnBonn

Förderung von Energieeffizienz: 100.000 Lieblinge – und es werden immer mehr

(Advertorial) Mit rund 50 Mio. € Jahresumsatz, 800 Beschäftigten und derzeit 120 Filialen gehört die Bäckerei Schneider aus Elsdorf zu den Großen der Branche. Im Zuge der Expansion investierte das Unternehmen viel Geld in einen Neubau – unter anderem für mehr Energieeffizienz. Die Hausbank fand dafür die passenden Fördermittel.

Für die allermeisten Menschen ist ein „Liebling“ etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Da bilden Jörg Aprath, Wilhelm Kühne und André Kunkel keine Ausnahme. Sie haben sogar einen gemeinsamen Liebling – und der heißt auch so: „Schneiders Liebling“. Sie haben ihn selbst erfunden, er ist für sie einzigartig – aber es gibt ihn ziemlich oft. Täglich produzieren sie 100.000 Stück der leckeren Weizenbrötchen, samstags und sonntags sogar 130.000.
Als die drei Männer vor zwölf Jahren die Bäckerei Schneider GmbH in Elsdorf übernahmen, gab es „Schneiders Liebling“ noch nicht. Dafür aber ein „Unternehmen mit Entwicklungspotenzial, für das der Inhaber einen Nachfolger suchte“, erzählt Jörg Aprath.
Aprath, Kühne und Kunkel waren bis Ende 2006 leitende Angestellte bei Kamps. Seit der Übernahme der Großbäckerei durch einen großen Lebensmittelkonzern war ihr Entschluss gereift, sich gemeinsam selbstständig zu machen. „Wir sind durch und durch mittelstandsorientiert“, begründet Aprath die Suche nach einem entsprechenden Unternehmen, das die Drei übernehmen und ausbauen wollten.
Was ihnen bei der Bäckerei Schneider gefiel: „Die Produktionskapazitäten in Elsdorf waren nicht ausgelastet, sie reichten also aus, um das vorhandene Filialnetz rasch ausbauen zu können“, erklärt Kühne.
Seit Januar 2007 leiten er und seine beiden Kollegen die Bäckerei Schneider GmbH. Kühne ist verantwortlich für Produktion, Logistik und Technik, Kunkel für den Vertrieb und Aprath für Verwaltung und Finanzen. Ähnliche Schwerpunkte hatten sie auch schon als angestellte Manager bei Kamps – bloß ohne eigenes Unternehmen.
Dadurch konnten die drei Geschäftspartner einiges verändern, wie z.B. das Filialnetz ausbauen. Bei der Übernahme waren es 26 Standorte, im Frühjahr 2019 liegt die Zahl bereits bei 120. Einen sprunghaften Anstieg gab es schon im Jahr 2012, damals übernahm die Bäckerei Schneider GmbH sämtliche Rheinland-Filialen des Frankfurter Unternehmens Glockenbrot Bäckerei. Zum Paket gehörte auch eine Backstube, nur drei Kilometer vom Hauptstandort an der Daimlerstraße in Elsdorf entfernt.

Eine strategische Grundsatzentscheidung

2016 – die Zahl der Filialen betrug bereits 105 – war die Produktion an den beiden Standorten voll ausgelastet. Zudem fanden die drei Geschäftsführer die Aufteilung auf zwei Produktionsstandorte suboptimal. Somit musste eine strategische Grundsatzentscheidung getroffen werden. „Die Größe halten, wachsen oder schrumpfen – diese drei Szenarien haben wir durchgespielt“, erzählt Kunkel. Sie entschieden sich zu wachsen.
Nun ist Expansion am Firmenstandort eine Sache, die längst nicht allen Unternehmen gelingt, denn meist sind die Flächen begrenzt. „Was wir an den drei Geschäftsführern der Bäckerei Schneider GmbH sehr schätzen, ist ihr unternehmerischer Weitblick“, sagt Diplom-Kaufmann Mario Weber, zuständiger Betreuer und Vertriebsdirektor bei der Sparkasse KölnBonn für Mittelstandsunternehmen. Die Sparkasse ist seit der Übernahme die Hausbank der Bäckerei Schneider GmbH. Und eben dieser Weitblick war es, der die Expansion möglich machte: Schon Jahre zuvor hatten die drei Bäckereiunternehmer ein großes, direkt angrenzendes Grundstück hinzugekauft. „Dies kam uns jetzt zugute“, betont Aprath.
In den Jahren 2016 bis 2018 entstand an der Daimlerstraße, Wand an Wand mit der bereits vorhandenen Produktionsstätte, ein zeitgemäßer Neubau mit viel Platz für Verwaltung, Produktion, Warenversand sowie die Lagerung in Kühl- und Tiefkühlräumen.

Mehr Energieeffizienz – und weniger Tilgung

Das Unternehmen investierte rund zwölf Mio. € – sieben Mio. € in Anlagen und fünf Mio. € in den Bau. „Obwohl wir die Eigenkapitalquote stetig erhöhen konnten und eine neue Filiale locker aus dem Cashflow stemmen könnten, geht eine Investition in solcher Höhe nicht ohne Finanzierungspartner“, berichtet Aprath. Und so banden er und seine beiden Mitunternehmer frühzeitig die Sparkasse KölnBonn in die Planung des Erweiterungsbaus ein.
Zuvor hatten sie sich durch Vermittlung der Sparkasse KölnBonn eine weitere Unterstützung gesichert, nämlich die des Kölner Ingenieurbüros K+K Wissen. Der Grund: „Wenn man einen Neubau plant, denkt man allein schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen über das Thema Energieeinsparung nach, denn unsere Produktion ist energieintensiv“, sagt Aprath.
Das Nachdenken und die Beratung durch die Effizienzexperten mündeten in zahlreichen technischen Lösungen, die zwar Geld kosteten, seit Inbetriebnahme des neuen Gebäudes jedoch viel Energie und damit Kosten einsparen. Hier zwei Beispiele: Ein Wärmetauscher mit Pufferspeicher sorgt für warmes Wasser, mit dem die vielen tausenden Transportkörbe aus Kunststoff täglich gereinigt werden können, ohne für diese „Waschanlage“ eine separate Heizung zu benötigen.
Beispiel Nr. 2: Eine Kälteverbundanlage. Kühlung und Tiefkühlung spielen bei Schneider eine wichtige Rolle, denn tagsüber werden in Elsdorf nicht nur Produkte wie Brot und Kuchen fertiggestellt, sondern auch die vielen Brötchen – vor allem „Schneiders Lieblinge“ – vorproduziert, die nachts an die Filialen ausgeliefert und dort frisch gebacken werden. Komplett elektronisch gesteuert sorgen effiziente Motoren für einen deutlich geringeren Energieverbrauch als bei herkömmlichen Kühlsystemen. Positiver Nebeneffekt: Auch die entstehende Abwärme nutzt man bei Schneider, und zwar für die Fußbodenheizung in der Produktionsstätte.
Das von K+K erstellte Wärmekonzept war eine wichtige Grundlage für die Finanzierungsgespräche mit der Sparkasse KölnBonn. Denn natürlich wollte diese für den Neubau ein attraktives Finanzierungspaket schnüren. Und „attraktiv“ heißt in diesem Fall unter Einbeziehung von Förderprogrammen.

Ein Förderprogramm, das genau passt

„Nun gibt es allein in Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl von Förderprogrammen“, weiß Sparkassen-Mittelstandsexperte Mario Weber und spricht dabei von mehr als 300 ebendieser. „Doch es kommt darauf an, diejenigen herauszufiltern, die wirklich zum konkreten Finanzierungsanlass passen“. Deshalb zog er seinen Kollegen Toby March, Fachberater für gewerbliche Fördermittel bei der Sparkasse KölnBonn, hinzu.
„Unsere Empfehlung für die Bäckerei Schneider GmbH war das KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme“, erläutert March. Attraktiv für das Unternehmen ist vor allem der Tilgungszuschuss. „Der Staat gewährt je nach Maßnahme und Größe des Unternehmens einen Tilgungszuschuss von 30 bis 40% der förderfähigen Investitionskosten“, erläutert der Experte. Der Tilgungszuschuss reduziert die Kreditschuld und führt zu einer Verkürzung der Kreditlaufzeit.
Das KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme wurde nun allerdings zum 31.12.2018 eingestellt. Es gibt jedoch einen Nachfolger: den KfW-Förderkredit „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“. Das Programm sieht sogar einen Tilgungszuschuss von bis zu 55% vor. Finanziert werden Maßnahmen, die die Strom- oder Wärmeeffizienz deutlich erhöhen und damit zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen.

Gut fürs Wachstum: ein NRW.BANK. Universalkredit

Damit war ein Teil der Investitionen attraktiv finanziert. Allerdings beliefen sich die Energieeffizienzmaßnahmen insgesamt nur auf rund ein Zwanzigstel der Gesamtinvestition und – da das Unternehmen den finanziellen Aufwand etwa zur Hälfte selbst stemmte – auf rund ein Zehntel der Investitionssumme, die das Unternehmen über seine Hausbank finanzierte. Für den
gesamten übrigen Betrag riet die Sparkasse KölnBonn indes ebenfalls zu öffentlichen Fördertöpfen, nämlich zum Universalkredit der NRW.BANK. Mit diesem Kredit stellt das Land Nordrhein-Westfalen im Zuge seiner Wirtschaftsförderung zinsgünstige Darlehen mit flexiblen Laufzeiten für Existenzgründungen, mittelständische Unternehmen und Freiberufler zur Verfügung.
„Mit diesem Finanzierungspaket waren und sind wir wirklich zufrieden“, loben Aprath und seine beiden Kollegen.
In der Zwischenzeit wächst das Unternehmen weiter. Es beschäftigt mittlerweile 800 Mitarbeiter, davon 140 am Standort Elsdorf und 660 in den derzeit 120 Filialen. Deren Zahl steigt aber stetig. „Wir planen mit rund fünf zusätzlichen Standorten pro Jahr“, sagt Aprath. Was auch bedeutet: Die Zahl der produzierten Backwaren nimmt zu, allen voran des Brötchens mit dem schönen Namen „Schneiders Liebling“.
„50 bis 60 weitere Filialen samt der entsprechenden zusätzlichen Produktion sind mit den derzeitigen Kapazitäten möglich“, stellt Kühne klar, „das haben wir bei der Baumaßnahme bereits einkalkuliert.“ Damit wird erneut der Eindruck von Sparkassenberater Mario Weber bestätigt, der den drei Geschäftsführern ihren unternehmerischen Weitblick attestiert.

Stand: 26.04.2019 09:44