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Fit in digitalen Medien: Wo Sie sich und Mitarbeiter weiterbilden

(Avertorial) Als Agenturchef mit vielen mittelständigen Kunden beobachte ich einen sehr unterschiedlichen Umgang mit digitalen Medien. Es gibt begeisterte junge Familienunternehmer, die beinahe täglich über den Alltag im Betrieb berichten. Sie schreiben Postings auf Facebook, dokumentieren Messebesuche und antworten auf Kommentare. Besagter Geschäftsführer bildete sich sogar in Themen wie Suchmaschinenoptimierung weiter, sodass unsere Zusammenarbeit einfacher wurde. Wir konnten auf einem Niveau arbeiten, wo wir nicht viel Zeit aufwenden, um Basics zu erklären. Das spart auf beiden Seiten Geld und Energie. Manchmal sind es auch die Mitarbeiter, die sich für digitale Medien interessieren und diese im Unternehmen verankern. Viele eignen sich Themen wie Social Media noch selbst an. Wenn es um Themen wie Internetrecht, E-Commerce und Industrie 4.0 geht, besuchen Führungskräfte und Mitarbeiter Weiterbildungen. Durch gezielte Lehrgänge verstehen Mitarbeiter die digitale Wirtschaft, lernen digitale Medien zu bedienen oder werden zum Digitalisierungsbeauftragten im Unternehmen.

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter sich in digitalen Themen weiterbilden können. Dabei schauen wir uns Online-Plattformen sowie die Möglichkeiten an, sich vor Ort fortzubilden.

Online Lernen
So wie wir zu Netflix greifen, um uns Filme anzuschauen, greifen viele heute zu Online-Plattformen, um Neues zu lernen. E-Learning hat viele Vorteile: Man kann sich seine Zeit selbst einteilen, das Pensum bestimmen und von überall jederzeit lernen. Dazu sind Online-Kurse günstiger, als wenn man ein mehrtägiges Seminar mit einem Dozenten besucht. Auf der anderen Seite erfordert es auch mehr Eigenverantwortung. Es ist leicht einen Kurs zu beginnen und ihn in der Mitte schleifen zu lassen. Es guckt einem keiner auf die Finger, außer die Kurse werden als Arbeitsleistung begriffen und entsprechend überprüft. Schauen wir uns die bekanntesten Plattformen an.

  1. Udemy
    Udemy bietet eine riesige Auswahl an Kursen von IT über Programmieren, Design, bis Marketing und vielen weiteren Kategorien. Jeder verfügbare Kurs findet in Form von Videos statt und kann viele Stunden an Material enthalten. Das Besondere an der Plattform ist, dass es jedem erlaubt, Kurse zu geben und hochzuladen. Erfolgreich sind jedoch nur jene Kurse, die viele Teilnehmer anziehen und gute Bewertungen verbuchen. Durch das Bewertungssystem können Sie von Anfang an sehen, dass ein Kurs etwa bereits von hunderten Teilnehmern positiv angenommen wurde. Der Großteil des Angebots ist englischsprachig, durch einen Suchfilter kann man aber die deutschsprachigen Kurse einfach finden. Beispielsweise kann man im Bereich Social-Media-Marketing aktuell 20 deutschsprachige Kurse belegen. Das mit den Preisen bei Udemy ist so eine Sache: Ein Kurs kann bis zu 200 € kosten, doch laufen ständig Rabattaktionen, bei denen Udemy die meisten Kurse für 13 € aufwärts anbietet. Falls die Preise hier also gerade hoch sind, empfehle ich auf eine Rabattaktion zu warten oder eine der folgenden Alternativen zu probieren.
  1. Coursera
    Auch Coursera ist ein Anbieter mit einer großen Auswahl an digitalen Themen. Er ist gerade für kleine Unternehmen interessant: Einzelne Kurse können kostenlos besucht werden. Erst wenn man ein Zertifikat benötigt, muss man bis zu 100 € bezahlen. Das ist für solche Kunden interessant, die ihren Lebenslauf ausbauen möchten. Für Unternehmer, die einfach nur lernen möchten, lohnt sich das kostenlose Angebot allemal. Das einzige Manko ist, dass die meisten Kurse englischsprachig sind. Durch einen Filter können Sie sich aber alle deutschen Kurse heraussuchen.
  1. Google Zukunftswerkstatt
    Das Beste gleich vorweg: Alle Kurse sind kostenlos und in deutscher Sprache durchführbar. Google liefert Online-Kurse über digitale Themen aller Art – von kleineren Häppchen bis zur soliden Weiterbildung. Wer beispielsweise 40 Stunden investieren kann, der erhält am Ende ein Zertifikat, das die Grundlagen im Online-Marketing bescheinigt. Die Zukunftswerkstatt ist optimal, um Mitarbeiter auf der Arbeit oder von zu Hause aus weiterzubilden. Das Format ermöglicht wenige Minuten oder auch mehrere Stunden täglich zu lernen. Da am Ende jeder Lektion Zwischenfragen gestellt werden, bleiben die Inhalte besser im Kopf.

Live-Seminare vor Ort
Online zu lernen ist aus vielen Gründen eine gute Wahl: Man spart Zeit, lernt ortsunabhängig und selbstbestimmt. Doch es gibt auch Fallstricke: Der persönliche Austausch zwischen Lernenden und Lehrer kommt oft zu kurz. Außerdem fällt es vielen schwer, sich dauerhaft zu motivieren. Wenn Sie ein größeres Kapital für Weiterbildungen haben, erwägen Sie Live-Seminare mit einem Dozenten vor Ort.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund von Corona wechseln viele Anbieter zu Online-Seminaren. Bitte überprüfen Sie den jeweiligen Kurs, den Sie belegen möchten.

  1. IHK
    Die IHK bietet an vielen deutschen Standorten Weiterbildungen an, von denen viele sogenannte Zertifizierungslehrgänge sind. Die Lehrgänge finden in mehreren Sitzungen über etwa zwei Monate hinweg statt. Sie lernen mit anderen Teilnehmern, bilden Lerngruppen und schließen mit einer Abschlussprüfung ab. Eine Weiterbildung an der IHK beginnt bei etwa 1.300 € pro Teilnehmer.
    Die Lehrgänge beschränken sich nicht auf digitale Themen. Hier die Liste an Kursen zur digitalen Wirtschaft:
  1. Social Media Manager*in an der TH Köln
    Die TH Köln bietet eine 9-tägige berufsbegleitende Weiterbildung an, an deren Ende ein Zertifikat erlangt wird. Diese Weiterbildung eignet sich vor allem für jene, die bereits Erfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation haben und diese ausbauen möchten. Der Lehrgang kostet   1.590 €.
  1. Digitale Themen lernen bei der Handwerkskammer Dortmund
    Die Handwerkskammer bietet einige Weiterbildungen zur Digitalisierung an. Die Weiterbildungen zielen auf Handwerksberufe und Betriebe ab. Schauen Sie sich beispielsweise den Zertifikatskurs “Digitalisierungsbeauftrage/-r im Handwerk (HWK)” an. Hier werden Mitarbeiter zum direkten Ansprechpartner in digitalen Fragen ausgebildet. Die Weiterbildung kostet 1.190 €.

Online oder vor Ort?
Weiterbildungen gibt es wie Sand am Meer: Online, wie auch vor Ort. Ich habe Ihnen eine Auswahl an Kursen gegeben, doch schauen Sie sich am besten selbst ein wenig um. Am wichtigsten ist es, dass Sie sich bewusst werden, ob Sie sich online fortbilden möchten oder einen Ansprechpartner vor Ort für Ihre Mitarbeiter wünschen. Wer sich gerne günstig und flexibel fortbildet, der kann bedenkenlos zu Online-Kursen greifen – vorausgesetzt die Bewertungen stimmen. Für eine fundierte Erfahrung mit tieferem Austausch, aber festen Präsenztagen schicken Sie Ihre Mitarbeiter in ein Seminar, beispielsweise der TH Köln oder der IHK.

Haben Sie bereits Mitarbeiter auf Weiterbildungen zu digitalen Themen geschickt? Mit welcher haben Sie bereits gute oder schlechte Erfahrung gemacht? Schreiben Sie mir Ihren Eindruck. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.

Dieser Beitrag erscheint in einer Reihe von thematisch zusammengehörenden Beiträgen. Lesen Sie hier

Stefan Müller
MittelstandsAgentur GmbH & Co. KG
www.mittelstands-agentur.de

identitätsverstärker GmbH
AGENTUR FÜR TRANSFORMATION
www.identitaetsverstaerker.com

Bunzlauer Str. 2
50858 Köln

Stand: 02.11.2020 14:17