Investitionen in Energieeffizienz im Unternehmen zahlen sich aus wenn sie gut geplant und finanziert sind.
Die Energiekosten bleiben für die meisten Unternehmen in der Region ein Dauerthema. Insbesondere im produzierenden Gewerbe entscheiden die Kosten für Energie über Preise, Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit.
Was dabei oft übersehen wird: Ein großer Teil der Lösung liegt im eigenen Haus. So können mit Investitionen in die Energieeffizienz bis zu 30 Prozent der Kosten gespart werden.
Öffentliche Fördermittel und Zuschüsse ermöglichen zudem eine schnelle Amortisation der investierten Mittel vorausgesetzt, man geht planvoll vor. Doch genau hier steckt der Teufel im Detail.
Energieverbrauch oft historisch gewachsen
Doch wer Nachhaltigkeitspotenzial im Unternehmen vermutet, steht oft vor einem Problem: Wo anfangen? “In vielen Betrieben ist der Energieverbrauch historisch gewachsen: Maschinen wurden ergänzt, Hallen erweitert, Lüftung und Beleuchtung installiert häufig ohne Fokus auf Energieeffizienz. Doch genau hier steckt Optimierungspotenzial”, weiß Wilhelm Krebs, Geschäftsführer von K+K Wissen.
Seine Unternehmensberatung begleitet Firmen dabei, das Thema Energie- und Prozesseffizienz zu planen und umzusetzen. Typische Ansatzpunkte sind Raumwärme und Warmwasser, Prozesswärme und typische Stromfresser wie Pumpen, Ventilatoren oder Kompressoren.
Die Reihenfolge? Die Reihenfolge!
Viele Unternehmen, die beim Thema Energie Potenzial in ihrem Unternehmen erkennen, stehen vor komplexen Herausforderungen: Erst Maßnahmen planen? Erst Förderung prüfen? Erst Finanzierung sprechen?
Hinzu kommt: Bei der Planung von Energieeffizienz geht es selten um nur “ein Thema”. Oft ist es ein Paket: Technik, Gebäude, vielleicht Energieversorgung und dazu Beratung, Nachweise, Dokumentation.
Doch in den meisten Fällen ist nicht die technische Lösung die größte Herausforderung es ist die Finanzierung. Nicht, weil Banken “nicht wollen”, sondern weil es hierbei mehrere Besonderheiten gibt, die in der Praxis schnell zu Reibung führen.
Denn jede Komponente hat eigene Nachweise, andere Laufzeiten und manchmal unterschiedliche Förderlogiken. Förderkredite sind wichtig bei der Planung.
Sie können mehrere Vorteile bringen: günstigere Zinsen, lange Laufzeiten, teils lange Zinsbindungen und in manchen Programmen auch tilgungsfreie Anlaufjahre. Und: Programme lassen sich häufig kombinieren etwa Kredit plus Zuschuss, wenn es die Richtlinien zulassen.
Aber die Förderlandschaft ist nicht nur komplex, sie ist auch regelgetrieben. Kleine Formfehler, falsche Zeitpunkte oder unpassende Nachweise können dazu führen, dass Mittel nicht bewilligt werden oder man hinterher mehr Aufwand hat als geplant.
Wichtig ist vor allem ein Punkt, der immer wieder für Frust sorgt: Fördermittel werden in der Regel über die Hausbank beantragt und der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Wer erst bestellt und dann beantragt, läuft Gefahr, den Anspruch auf Fördergelder zu verlieren.
Eine Beratung durch die Sparkasse KölnBonn spart hier oft Zeit, Nerven und bares Geld. Sie klärt früh, welche Programme realistisch passen, und sichert die richtige Reihenfolge.
Vor dem Loslegen einen Plan machen.
Bianca Ludwig, Firmenkundenberaterin bei der Sparkasse KölnBonn, rät: “Wichtig ist es, das Vorhaben in seiner Dimension vorab grob einzuordnen. Hier hilft ein Erstgespräch bei uns.”
Der erste Schritt sollte eine Energieberatung sein, die vom Staat mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst wird. Hieraus können der aktuelle Verbrauch, Einsparpotenziale und konkrete Maßnahmen samt Kostenrahmen und Amortisation abgeleitet werden.
Die Sparkasse KölnBonn arbeitet dabei eng mit K+K Wissen zusammen, um Potenziale bei Prozessen und in der Produktion zu identifizieren und das Projekt inhaltlich zu schärfen.
Weitere Experten können hinzugezogen werden beispielsweise wenn es um das Thema energetische Optimierung von Gebäuden geht. “Hier unterstützt uns die ProEco Rheinland unser neues Sparkassen-Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit. So entsteht schrittweise aus einer Idee ein sauber geplantes Vorhaben, auf das die Sparkasse dann die Finanzierung aufsetzen kann”, sagt Ludwig.
Energieeffizienz richtig planen
- Transparenz schaffen: Die größten Energieverbraucher identifizieren und Daten sammeln.
- Energieberatung anstoßen: Eine qualifizierte Beratung übersetzt Verbrauch in konkrete Maßnahmen.
- Maßnahmenpaket sauber definieren: Was genau wird umgesetzt (Mess-/Regeltechnik, Abwärme, PV, Gebäudetechnik)?
Weitere Informationen stehen online unter sparkasse-koelnbonn.de/transformation bereit.
