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Elektrofahrzeuge als Firmenwagen: Nutzung für Privatfahrten des Geschäftsführers

Elektrofahrzeuge als Firmenwagen: Nutzung für Privatfahrten des Geschäftsführers

Schafft eine GmbH ein Elektrofahrzeug oder ein extern aufladbares Hybridelektrofahrzeug als Firmenwagen an, zahlt sie einen deutlich höheren Preis als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils bei der Überlassung des Firmenwagens an den Geschäftsführer müssen die Kosten, die auf die

– private Nutzung,
– Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte und
– Familienheimfahrten

entfallen, als geldwerter Vorteil beim Arbeitslohn erfasst werden. Für Elektrofahrzeuge oder für extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge wurde in § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und 3 EStG eine Sonderregelung geschaffen. Es werden nicht die tatsächlichen Anschaffungskosten bzw. nicht der tatsächliche Bruttolistenpreis angesetzt. Der Bruttolistenpreis, der bei der 1-Prozent-Methode zugrunde gelegt wird, ist pauschal, um die Kosten für das Batteriesystem zu mindern und dann auf volle Hundert Euro abzurunden. Diese Abrundung ist bei Elektrofahrzeugen und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen erst nach Abzug des Abschlags vorzunehmen.

Laut BMF-Schreiben vom 5.6.2014 ist für umsatzsteuerliche Zwecke keine Kürzung für die Aufwendungen vorzunehmen, die auf das Batteriesystem von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen entfallen. Das bedeutet, dass die Nutzungsentnahme anders ermittelt wird als die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer.

Bei der Lohnsteuer erfolgt die Minderung der Bemessungsgrundlage nur, wenn die Kosten für das Batteriesystem im Listenpreis enthalten sind. Die Minderung unterbleibt, wenn das Batteriesystem nicht zusammen mit dem Fahrzeug angeschafft wurde. Das ist der Fall, wenn für das Batteriesystem ein zusätzliches Entgelt, z.B. in Form von Leasingraten, gezahlt wird. Die Kosten (Leasingraten), die für das Batteriesystem zu entrichten sind, sind als Betriebsausgaben abziehbar, ohne dass sie in den entgeltlichen Vorteil für die private Nutzung einbezogen werden. Aber: Für die Ermittlung der Umsatzsteuer müssen die Kosten für das Batteriesystem einbezogen werden.