Dienstfahrzeuge: Leichter mit Leasing

Leasing ist eine beliebte Finanzierungsalternative, wenn es um das Thema Fuhrpark geht. Wer sich von Gedanken über Werkstattaufenthalte und Versicherungen, Ersatzfahrzeuge und Neuanschaffungen befreien möchte, kann zudem Full-Service-Leasing nutzen. Wir sprachen mit Leasing-Experte Ralph Rutemöller von der Sparkasse KölnBonn über die Möglichkeiten.

Herr Rutemöller, jedes zweite von gewerblichen Haltern neuzugelassene Fahrzeug wird inzwischen mittels Leasing an-geschafft. Warum ist das so?

Leasing ist beliebt und das hat Gründe. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihren Fuhrpark zu erweitern, ohne dabei zu viel Kapital zu binden. Nur ein Beispiel: Beim Kauf von zehn Fahrzeugen kämen schnell 300.000 Euro zusammen. Das Problem ist hier, dass dieses Geld für andere Investitionen fehlen würde. Da die geleasten Fahrzeuge nicht in die Bilanz aufgenommen werden, verbessert sich zudem die Eigenkapitalquote, was sich wiederum positiv auf das Rating bei Kreditinstituten auswirkt und günstigere Kreditkonditionen ermöglicht.

Wir erleben gerade eine Trendwende in der Mobilität. Dabei ist das Thema E-Mobilität für Unternehmen noch mit vielen Fragezeichen versehen. Ist Leasing hier eine gute Finanzierungsalternative?

Absolut. Gerade bei der Elektromobilität ist Leasing die beste Alternative, da das Unternehmen das Restwertrisiko nicht tragen muss. Denn beim Leasing trägt die Leasing-Gesellschaft das Risiko des Wertverlusts und der Verwertung der Fahrzeuge. Diese kann durch die Vertragsgestaltung und entsprechende Servicesegmente Sicherheit und Transparenz schaffen.

Worauf ist bei einer nachhaltigen Flotte grundsätzlich zu achten?

Bei den neuen Antriebsarten bedarf es einer besonderen Beratung. Diese bieten wir unserer Kundschaft gemeinsam mit den Spezialisten der Deutschen Leasing, der Leasing-Gesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe, an. Mit digitalen Tools erarbeiten wir dabei eine individuell zugeschnittene Entscheidungs-grundlage. Weiterhin unterstützen wir auch beim Thema Treibhausgas-Quote (THG), die in Leasing-Verträgen für reine Stromer berücksichtigt werden kann. So kann man von zusätzlichen Prämien des Staates profitieren.

Fällige Service-Termine und Versicherungen, Reifenservice und GEZ-Anmeldung: Das sind nur einige alltägliche Aufgaben im Fuhrparkmanagement. Wer sich hiervon entledigen will, kann Full-Service-Leasing nutzen. Was sind hier die Vorteile?

Konzentration auf das Kerngeschäft, wertschöpfender Personaleinsatz, Kostenvorteile und Effizienzgewinne sind hier die Stichworte. Full-Service-Leasing spart Unternehmen viel Zeit und Ressourcen. Denn der Leasing-Anbieter übernimmt hierbei das komplette Management des Fuhrparks. Durch umfassende Fuhrparkanalysen und -reportings werden Einsparpotenziale aufgedeckt und das Fuhrparkmanagement effizienter gestaltet. Für viele aus unserer Kundschaft ist dies eine echte Entlastung.

Ab welcher Flottengröße würden Sie empfehlen, das Fuhrparkmanagement auszulagern?

Hier sind zwei Faktoren wichtig: die Größe des Fuhrparks und die Servicetiefe. Einzelne Segmente wie Wartung, Reifen, Tanken, Versicherung und Schadenmanagement empfehle ich schon bei kleineren Fuhrparks im einstelligen Bereich. Weiterführende Themen, wie die der Halterhaftung oder auch die strategische Beratung für Car Policy und Kfz-Überlassungsvertrag, sind eher bei Fuhrparks ab 20 Fahrzeugen sinnvoll. Diese Services bietet die Deutsche Leasing auch ohne Finanzvertrag an, also auch für jene, die einen eigen- oder fremdfinanzierten Fuhrpark besitzen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Ralph Rutemoeller

Ralph Rutemöller, Leiter Business Solutions bei der Sparkasse KölnBonn (Adolf-Grimme-Allee 1, 50829 Köln)

Tel. 0221 226-96111

E-Mail: ralph.rutemoeller@sparkasse-koelnbonn.de

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