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Der untere Rücken: Der Schmerz-Hot-Spot der Bevölkerung

(Advertorial) Keine andere Stelle unseres Rückens ist so anfällig für Schmerzen wie der untere Rücken. Die meisten von uns haben in diesem Bereich schon mal Schmerzen verspürt – sei es, weil sie sich, wie man sagt, einen Nerv eingeklemmt haben (der berühmt-berüchtigte »Hexenschuss«), weil sie einfach verspannt vom vielen Sitzen waren oder weil sie bereits an einem Bandscheibenvorfall gelitten haben. Aber was sind die Ursachen dafür und was kann man gegen Schmerzen im unteren Rücken gegebenenfalls auch selbst unternehmen? Wir klären auf.

Rückenschmerzen: Arten und Klassifikationen
Schmerzen im unteren Rücken verursachen häufig einen hohen Leidensdruck bei Patienten. Zugleich sind sie in den meisten Fällen jedoch relativ leicht handhabbar bzw. zu heilen. Anatomisch gesehen handelt es sich beim unteren Rücken, wie er im Volksmund genannt wird, um die Lendenwirbelsäule. Als Lendenwirbelsäule wird der Wirbelsäulenbereich zwischen der Brustwirbelsäule und dem Kreuzbein bezeichnet. Sie besteht aus fünf Wirbeln, den sogenannten Lendenwirbeln. Die Lendenwirbelsäule stellt sozusagen das Fundament des menschlichen Rumpfes dar und ist somit durch den aufrechten Gang dauerhaft hohen Belastungen ausgesetzt. Es verwundert daher nicht, dass es in diesem Bereich häufig zu sehr starken und die Bewegungsfreiheit einschränkenden Schmerzen kommt, vom einfachen Schmerzsyndrom bis hin zum Bandscheibenvorfall.

Doch welche Arten von Schmerzen gibt es im Bereich der Lendenwirbelsäule und was sind deren Ursachen?
Grundsätzlich lassen sich zunächst Rückenschmerzen im Allgemeinen in »spezifische« und »nicht-spezifische« Schmerzen einteilen. Bei letzteren handelt es sich um Schmerzen, die nicht auf eine spezielle, den Rücken direkt betreffende, Ursache zurückgeführt werden können. Entsprechend spricht man dabei auch nicht von einer Krankheit. Vielmehr hat man es dann mit gewöhnlichen Verspannungen, Verkürzungen oder Überdehnungen von Muskeln zu tun. Spezifische Rückenschmerzen haben dagegen immer eine Ursache in einem Rückenleiden. Es handelt sich also um eine regelrechte Erkrankung des Rückens.

Des Weiteren unterscheidet man Rückenschmerzen nach dem zeitlichen Verlauf, der Häufigkeit sowie der Ausprägung. Der zeitliche Verlauf wiederum ist seinerseits in drei Kategorien eingeteilt: Akut, subakut und chronisch. Akute Schmerzen treten neu auf und bleiben maximal sechs Wochen. Subakute Schmerzen können dagegen bis zu zwölf Wochen anhalten, sind aber noch nicht chronisch. So wird ein Schmerz letztlich erst bezeichnet, wenn er zwischen drei und sechs Monaten anhält. Entsprechend hängt auch die Häufigkeit des Auftretens von Rückenschmerzen vom zeitlichen Verlauf ab: Akute Schmerzen treten nur kurz auf; chronische dagegen weitaus häufiger. Hinsichtlich der Ausprägung wird zwischen kaum, mäßig, stark spürbar bis hin zu unerträglich klassifiziert.

Zu den häufigsten Schmerzen bzw. Erkrankungen im Bereich des unteren Rückens bzw. der Lendenwirbelsäule zählen Muskelverspannungen und -verkürzungen (Hüftbeuger), Störungen und Verkürzungen des Gleitgewebes und der Faszien sowie Bandscheibenvorfälle. Oftmals kommen Entzündungen vor. Als Ursachen sind insbesondere Bewegungsmangel und falsche Sitzhaltung zu nennen. Die meisten Menschen arbeiten nämlich heutzutage sitzend, was die Lendenwirbelsäule gleichsam versteift und durch falsche Sitzhaltungen noch weiter belastet. Dabei verkürzt sich der Hüftbeuger, was die Rückenstrecker wiederum auszugleichen versuchen. Dies führt dann dazu, dass die dadurch entstehenden Kräfte auf die Bandscheiben umgelenkt werden und diese belasten. Ein akuter Schmerz, wie er beispielsweise beim Hexenschuss entsteht, kann dann als eine Art Warnschuss verstanden werden: Wenn man so weitermacht, geht die Bandscheibe irgendwann kaputt. Eine weitere Ursache kann schließlich falsches oder zu schweres Heben sein.

Was tun bei Schmerzen im Lendenwirbelbereich?
Die Art der Behandlung von Schmerzen im unteren Rücken hängt nun stark davon ab, welcher Art die Schmerzen sind. Bei akuten Schmerzen, die durch Verspannungen und Störungen des Gleitgewebes entstanden sind, lässt sich beispielsweise gut mit speziellen Dehn- und Bewegungsübungen gegensteuern. So kann man beispielsweise die Rückenstrecker sowie den Hüftbeuger in der Regel sehr einfach dehnen. Eine Stärkung dieser Muskeln kann dagegen kontraproduktiv sein, sofern sie nämlich nicht zugleich gedehnt werden. Denn die Kraft, die aufgrund der weiterhin fortbestehenden Verkürzung der Muskeln auf die Bandscheibe wirkt, wird in der Folge noch größer und die Bandscheibe somit noch stärker belastet. Man erreicht also das Gegenteil, von dem, was man beabsichtigte.

Je stärker die Schmerzen ausgeprägt sind, desto weniger wird man im ersten Zugriff etwas mit Dehn- oder Bewegungsübungen ausrichten können. Viel eher sollte man den Rücken zunächst schonen. Gegebenenfalls wird sogar die Einnahme eines Schmerzmittels erforderlich und wenn ein Bandscheibenvorfall vorliegt, kann sogar eine Operation notwendig werden.

Letztlich sollte immer erst ein Arzt konsultiert werden, um zunächst eine genaue Diagnose zu haben. Denn ohne genau Diagnose, keine adäquate Behandlung.

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Stand: 25.03.2020 08:42