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Corporate Digital Responsibility (CDR): Digitale Ethik immer wichtiger für Unternehmen

Corporate Digital Responsibility (CDR): Digitale Ethik immer wichtiger für Unternehmen

Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren sowie technologischer Fortschritt im Allgemeinen sind Teil des Alltags geworden. In allen Lebensbereichen von Endverbrauchern bis hin zu Startups und Großkonzernen findet die Digitalisierung statt. Die Gesellschaft hat durch neue Technologien und Innovationen viele Vorteile.

Unternehmen stehen jedoch beispielsweise in der Pflicht, mit Verbraucherdaten verantwortungsbewusst umzugehen. Die Corporate Digital Responsibility (CDR) berücksichtigt Aspekte im gesellschaftlichen und sozialen Bereich, da diese in der rasanten Entwicklung der Digitalisierung meist zu kurz kommen.

Digitale Ethik ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Digitalisierung
Das Image und der Unternehmenserfolg im Bereich der Digitalisierung ist stark an den Umgang mit Verbraucherdaten gebunden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist daher mehr denn je auf der Agenda. Gehen Unternehmen nicht verantwortungsvoll mit Verbraucherdaten um, riskieren sie den Verlust von Kunden und hochqualifizierten Mitarbeitern.

Je mehr die Menschen Unternehmen vertrauen können, desto besser können sich die Unternehmen im Markt positionieren. Der sorgfältige Umgang mit Technologien und Daten hat einen enormen Einfluss auf den Unternehmensruf und auf die Geschäftsbeziehungen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig für Unternehmen, strategische und juristische Aspekte mit ihren ethischen Ansichten zu verknüpfen. Wichtige Fragestellungen sind:

– Welche Strategie verfolgt das Unternehmen?
– Was ist juristisch zu beachten?
– Was ist technologisch machbar?
– Wie sehr vertraut die Gesellschaft dem Unternehmen?
– Ist die Unternehmensstrategie abgestimmt auf die Bedürfnisse der Verbraucher?

Bedürfnisse der Zielgruppen verstehen und entsprechend handeln
Unternehmen sollten zunächst die Bedürfnisse der Zielgruppen, ihrer Steakholder und der Gesellschaft verstehen, um ihre Geschäftsprozesse und -strategien darauf abzustimmen bzw. entsprechend zu hinterfragen.

Dies gelingt u.a. mit Befragungen im Bereich der Meinungsforschung sowie der Analyse der Unternehmensdaten.

Ein Praxis-Beispiel aus der Startup-Szene
Bei ASK-A-WOMAN.COM werden in Kooperation mit infas 360 Befragungen von unterschiedlichen Zielgruppen sowohl im Konsumenten- als auch im Geschäftsbereich durchgeführt. Die Ergebnisse ermöglichen die Entwicklung von Geschäftsmodellen, um KI- und datenbasierte Lösungen inklusive Frühwarnsystemen im Unternehmen zu implementieren.

Das Startup im Digital Hub Bonn unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen in ihrer Digitalstrategie und ermöglicht den Zugang zum bundesweiten Datenpool von Führungskräften. Auf
Basis von Handelsregisterdaten wird der „Gender-Startup-Report“ berechnet. Nach diesem sind Gründerinnen in der Startup-Szene unterrepräsentiert.

Mit dem aus Daten generierten Wissen werden beispielsweise gesellschaftspolitische Maßnahmen entwickelt, die auf die Förderung von Expertinnen und Gründerinnen abzielen.

Zielsetzung der Plattform ist nicht nur die Gewinnmaximierung durch Projekte im Bereich der Digitalisierung und Data Science, sondern auch die Förderung von hilfsbedürftigen Menschen. Ehrenamtlich engagiert sich das Unternehmen zusätzlich für die Förderung von Frauen und Mädchen in MINT-Berufen und spendet einen Teil des Unternehmensgewinns an NGOs und Hilfsprojekte. Des Weiteren vermittelt die Plattform Keynote-Speakerinnen und Moderatorinnen für Digital Events und Projekte. Mit zertifizierten Modulen bildet ASK-A-WOMAN.COM Frauen im Digitalbereich aus und ermöglicht somit tiefere Einblicke in die Welt der Innovation, des Onlinerechts und des Digital Marketings.

 

Über den Autor


Özlem Doger-Herter
Geschäftsführerin & Gründerin
ASK-A-WOMAN.com
Stand: 15.02.2020 09:25