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Corona-Krise: Die Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers – Die absetzbaren Aufwendungen

Sind die Voraussetzungen für die Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers dem Grunde nach erfüllt, sind folgende Aufwendungen steuerlich abzugsfähig (vgl. BMF, Schreiben vom 6.10.2017, Rz. 6):

  • Kosten der Ausstattung des Zimmers, wie z.B. Tapeten, Teppiche, Fenstervorhänge, Gardinen und Lampen. Nicht genannt, aber ebenfalls abzugsfähig dürften Fußbodenbeläge sowie Handwerkerkosten für die Herrichtung des Zimmers (z.B. Malerarbeiten) sein.
  • Die folgenden Aufwendungen dürfen nur anteilig – entsprechend dem Verhältnis der Fläche des Arbeitszimmers zur Gesamtfläche des Gebäudes oder der Wohnung – angesetzt werden:
    • Miete;
    • Gebäudeabschreibungen (auch Sonderabschreibungen);
    • Schuldzinsen für Kredite, die zur Anschaffung, Herstellung oder Reparatur des Gebäudes oder der Eigentumswohnung verwendet worden sind;
    • Wasser- und Energiekosten einschließlich der Kosten einer neuen Heizungsanlage;
    • Reinigungskosten;
    • Grundsteuer, Müllabfuhrgebühren, Schornsteinfegergebühren sowie Gebäudeversicherungen;
    • Renovierungskosten, z.B. für eine notwendige Dachreparatur oder für eine Gartenerneuerung, wenn bei einer Reparatur des Gebäudes Schäden am Garten verursacht wurden.

Neben den vorgenannten Aufwendungen sind sämtliche Einrichtungsgegenstände des häuslichen Arbeitszimmers absetzbar, u.a. Schreibtisch, Bürostuhl, Tischlampe, Bücher- und Aktenschrank, PC, Laptop, Drucker. Soweit die Aufwendungen für derartige Arbeitsmittel 800 Euro netto nicht übersteigen, können sie im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Werbungskosten abgesetzt werden. Bei darüber liegenden Kosten sind die Gesamtkosten auf die Jahre der Nutzung zu verteilen. Die Nutzungsdauer beträgt für Mobiliar 13 Jahre, für einen Kopierer sieben Jahre, für PC, Drucker und Scanner drei Jahre. Bei Anschaffungen im Laufe eines Jahres wird nur die zeitanteilige Abschreibung anerkannt, pro Monat der Nutzung also ein Zwölftel der Jahresabschreibung.

Sollte das häusliche Arbeitszimmer – aus welchen Gründen auch immer – steuerlich nicht anerkannt werden, sind die Aufwendungen für die Arbeitsmittel gleichwohl im beschriebenen Umfang absetzbar (BMF, Schreiben vom 6.10.2017, Rz. 8).

Stand: 29.07.2020 14:13