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Bonität: Risiken im Vorfeld minimieren

Bonität: Risiken im Vorfeld minimieren

Ausstehende Forderungen gefährden die eigene Liquidität und lassen sich oft nur mit erheblichem Aufwand eintreiben. Solche Risiken können im Vorfeld minimiert werden, beispielsweise durch Bonitätsauskünfte über bestehende und vor allem neue Geschäftskunden.

Welche Themen bereiten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Geschäftsalltag die meisten Sorgen? Was ist für sie unbequem? Was sind echte Zeitfresser? „Wir wollten das einmal ganz genau wissen und haben deshalb unsere Firmenkunden befragt“, berichtet Daniela Barani vom Vertriebsmanagement Firmenkunden der Sparkasse KölnBonn, Deutschlands größter kommunaler Sparkasse. Die häufigsten Nennungen: Buchhaltung, Forderungsmanagement und die Bonität ihrer Bestands- und Neukunden.

Berechtigte Sorge
„Unsere gewerblichen Kunden finden es beispielsweise problematisch, auf eine Ausschreibung hin ein Angebot abzugeben ohne die Bonität des Auftraggebers zu kennen“, sagt die Sparkassenbetriebswirtin.

Die Sorge ist berechtigt. Denn häufig genug beginnt mit schwacher Bonität ein Kreislauf, der über Zahlungsverzögerungen bis hin zu Zahlungsausfällen führt und das betroffene Unternehmen mitunter selbst in Liquiditätsschwierigkeiten bringt. Diese Risiken bestehen im Geschäftsverkehr zweifellos, wie entsprechende Statistiken und Berichte immer wieder zeigen. Doch die gute Nachricht lautet: Sie lassen sich deutlich reduzieren.

„Wir empfehlen unseren gewerblichen Kunden ein konsequentes Risikomanagement“, betont Barani. Das sollte mit einer zuverlässigen Einschätzung der Bonität beginnen. Und zwar bevor mit neuen Geschäftspartnern oder Auftraggebern Verträge abgeschlossen werden. Ebenso empfiehlt es sich, auch bei größeren Aufträgen von bestehenden Kunden aktuelle Informationen einzuholen – schließlich kann sich deren Bonität immer wieder ändern. Auch zum Guten – und das ist doch ein Grund, die Geschäftsbeziehung beizubehalten oder sogar zu intensivieren.

Der Aufwand lohnt sich, lässt sich so doch das Verzögerungs- und Ausfallrisiko deutlich reduzieren, was wiederum die eigene Liquidität und Bonität stärkt. Aber: „Es ist zusätzlicher Aufwand, den viele kleine Betriebe scheuen“, weiß Barani aus der aktuellen Kundenbefragung. Je kleiner ein Betrieb, je weniger Beschäftigte, desto eher konzentriert er sich auf das Kerngeschäft, desto weniger Zeit und Sorgfalt werden bisweilen für ein striktes Risiko- und Liquiditätsmanagement aufgewendet. „Et hätt noch immer joot jejange“, mögen sich manche rheinischen KMU-Geschäftsführer denken. Aber es geht eben nicht immer gut

Der Bedarf ist vorhanden
In Deutschland können Firmen bei verschiedenen Wirtschaftsauskunfteien entsprechende Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Die Sparkasse KölnBonn hat sich entschieden, ihren Kunden den Service einer bekannten Auskunftei direkt anzubieten: Über ihr Online-Firmenkundenportal können Unternehmen direkt auf die SCHUFA-Plattform zugreifen.

Dank der Einbindung in das Sparkassen-Firmenkundenportal können die gewerblichen Kundinnen und Kunden nach einmaliger Registrierung mit ihren Log-in-Daten direkt und immer wieder SCHUFA-Auskünfte abrufen, sofern berechtigtes Interesse vorliegt. Falls sie nur gelegentlichen Bedarf haben, können sie Auskünfte zu Einzelpreisen abrufen, bei regelmäßigem Bedarf bietet sich ein Laufzeitmodell an.

Dafür stehen drei  inhaltliche Modelle zur Wahl: Bei kleinem Risiko reicht die Kurzauskunft mit Informationen zur Bonität, zu den Stamm- und Kommunikationsdaten. Die Kompaktauskunft erweitert diese Daten um Informationen zur Muttergesellschaft, zu Gesellschaftern und Kapital und möglichen Verpflichtungen sowie um Insolvenz- und Inkassoinformationen. Auch Daten zur ersten Führungsebene sind enthalten. Sie empfiehlt sich bei mittlerem Risiko.

Ist der geplante Auftrag besonders groß oder schätzt man das Geschäftsrisiko aus anderen Gründen als hoch ein, bietet sich die Vollauskunft an. Der Datensatz enthält zusätzlich Informationen über Beteiligungen, Niederlassungen und Betriebsstätten, Verträge und Jahresabschlüsse sowie eine Unternehmenschronologie, Registerdaten, Finanzkennzahlen sowie Informationen zur zweiten Führungsebene.

Der Bedarf für solche Auskünfte sei vorhanden, würden die Klickraten doch stetig ansteigen, beobachtet Sparkassenbetriebswirtin Barani. „Das ist gut so, denn je besser sich die Unternehmen informieren, desto verlässlicher können sie ihre Geschäftsbeziehungen auch gestalten!“

 

Daniela Barani
Referentin Vertriebsmanagement
Firmenkunden
Hahnenstraße 57
50667 Köln
Tel. 0221 226 58505
daniela.barani@sparkasse-koelnbonn.de

Stand: 06.11.2019 09:03