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BGM post-Corona: Kein BGM ist keine Option

BGM post-Corona: Kein BGM ist keine Option

(Advertorial) Durch die Corona-Krise änderte sich der Arbeitsalltag für Unternehmen und Beschäftigte. Die Bedeutsamkeit von Homeoffice und das Führen auf Distanz war so hoch, wie nie zuvor. Gleichzeitig zeigte sich die Relevanz eines bisher noch oftmals unterschätzten Themas: die individuelle Gesundheitsprävention. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden hierbei gezielt unterstützen, können ihre Performance und Mitarbeiterzufriedenheit langfristig steigern. Wie dies mit Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) gelingt und welche Rolle hierbei das Unternehmen einnimmt, zeigen die folgenden Beispiele.

Wenn die Frage lautet: „Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit BGM zu beginnen?“, dann lautet die Antwort: „JETZT!“. BGM bietet sowohl den Mitarbeitenden als auch dem Unternehmen signifikante Vorteile. Durch gezielte Maßnahmen können die Kompetenzen der Mitarbeitenden gestärkt werden, um gesunde und selbstwirksame Entscheidungen zu treffen. Dies ist insbesondere in Hinblick auf die Krankenstatistik bedeutsam, denn schließlich gehören psychische Erkrankungen, Herzkreislauf- und Verdauungsprobleme, Infektionen sowie Muskel- und Skeletterkrankungen zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen. Dies sind Bereiche, wo Gesundheitsprävention privat und beruflich wirksam wird. Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zufolge, sind bis zu 40% der Arbeitsunfähigkeits-Zeiten durch interne Maßnahmen vermeidbar.

Auch die Altersstrukturen sind für viele Unternehmen ein Grund, aktiv zu werden. 2013 lag der Anteil der über 50-jährigen Arbeitnehmer*innen bei 31%. In den nächsten zwei Jahren wird ein Anstieg auf 37% und ein damit einhergehender Kostenanstieg durch Ausfallzeiten erwartet. Gleichzeitig sinkt das zukünftige Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland. Vor rund zehn Jahren verzeichnete der deutsche Arbeitsmarkt etwa 45 Mio. potenzielle Arbeitnehmer. Im Jahr 2030 werden es schätzungsweise nur noch 40 Mio. sein. Dadurch gewinnen auch Maßnahmen zur Stärkung der positiven Außenwirkung und Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Steigerung der internen Zufriedenheit enorm an Bedeutung. So fühlen beispielsweise nur 16% aller deutschen Arbeitnehmer*innen eine starke emotionale Verbindung zum Unternehmen. Diese Tendenz spiegelt sich ebenso in einer durchschnittlichen Fluktuationsrate von rund 33% in deutschen Unternehmen wieder und bedingt damit jährlich wirtschaftliche Verluste von durchschnittlich 15.000 € je ungewollter Kündigung für den Arbeitgeber. Ein Grund ist der zunehmende Stellenwert der eigenen Gesundheit. So bewertet beispielsweise die jüngere Generation die Gesundheit als den bedeutsamsten Lebensbereich. Arbeitgeber, die hier mit kreativen und modernen Maßnahmen überzeugen, dürften damit beste Chancen haben.

Immer mehr Unternehmen sehen die Mitarbeitergesundheit als Bestandteil ihrer Kulturwerte und Unternehmensvision

Die Arbeitswelt ist im Wandel. So erkennen auch in Deutschland immer mehr Arbeitgeber die Vorteile eines langfristigen Gesundheitsmanagements. Auch wenn der schnelle Return on Investment (ROI) der Wunsch eines jeden Unternehmers ist, zeigt sich der wahre Wert der Gesundheitsinvestition langfristig in einer stärkeren Bindung, geringeren Kündigungsquote, weniger Arbeitsunfähigkeits-Tagen sowie einer höheren Innovations- und Unternehmensleistung von Unternehmen. Durch wirksame Gesundheitsprogramme kann die Entwicklung einer vitalen Lebens- und Arbeitskultur gefördert und ein bis zu 10-facher ROI im Bereich des ganzheitlichen BGM erzielt werden.

Ausdauer beweisen

Punktuelle Einzelmaßnahmen zur Gesundheitsförderung wirken aufmerksamkeitssteigernd und impulsgebend. Der Effekt zur nachhaltigen Umsetzung verpufft jedoch schnell. BGM wird vielmehr als ein Prozess verstanden, der sowohl die Mitarbeiterbedürfnisse als auch die Unternehmensziele berücksichtigt und in Einklang bringt. Um die Mitarbeitenden in ihrem eigenverantwortlichen und gesundheitsbewussten Verhalten langfristig zu unterstützen, bedarf es daher festgelegten Abläufen zur Analyse, Implementierung, Evaluation und Weiterentwicklung von Maßnahmen.

Folgende Strategien helfen Ihnen bei der Einführung von BGM:

  • Definieren Sie Ihr Warum und Ihr Ziel für die Mitarbeitergesundheit und integrieren Sie diese Vision ab sofort in Ihre tägliche Unternehmenskultur und Kommunikation.
  • Entwickeln Sie intern eine*n BGM-Beauftragten/in oder ein Gesundheitsteam, um (gemeinsam mit einem externen Partner) den BGM-Prozess effektiv und professionell zu begleiten.
  • Führen Sie eine Bedarfsanalyse durch und konzipieren Sie gemeinsam mit einem BGM-Experten/einer BGM-Expertin die Bausteine auf dem Weg zu Ihrem Ziel.
  • Definieren Sie Etappenziele, um die Erfolge gemeinsam zu feiern und die Motivation aufrecht zu halten. Starten Sie mit einem gemeinsamen Kickoff-Event, um die Aufmerksamkeit für das Thema BGM zu stärken.
  • Bieten Sie möglichst ganzheitliche Maßnahmen im Bereich der körperlichen, mentalen und sozialen Gesundheit an, wie Seminare, Kurse und Coachings.
  • Beziehen Sie die Führungskräfte frühzeitig durch Schulungen in den Prozess mit ein. Sie wirken als Vorbilder und Multiplikatoren.
  • Kommunizieren Sie regelmäßig über die Mitarbeitergesundheit und bieten Sie in Ergänzung zu den regulären BGMMaßnahmen kleine Impulsmaßnahmen an, wie z.B. digitale Launch&Learn- Sessions, Brainspiration-Gesundheitsimpulse und Challenges.
  • Bauen Sie mögliche Hürden ab. Integrieren Sie die Maßnahmen in die Arbeitszeit, bieten Sie digitale Formate an und schaffen Sie attraktive Räumlichkeiten für interne Weiterbildungen und Kursangebote.
  • Evaluieren Sie regelmäßig die Maßnahmen, um die Qualität sicher zu stellen und Inhalte bei Bedarf auf die Gegebenheiten anzupassen. Bauen Sie das BGM strategisch auf.

BGM aktuell

Durch Corona hat sich die Arbeitssituation für viele Beschäftigte verändert. Während der Pandemie arbeitete fast jeder zweite Arbeitnehmer im Homeoffice (Stand 2/2021). Umfragen zufolge, wird mobiles Arbeiten als grundsätzlich positiv bewertet, da die Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Zeitersparnis durch den Wegfall des Arbeitswegs sowie die persönliche Zeiteinteilung z.B. für Sporteinheiten sehr schätzen. Rund 40% der Arbeitnehmer im Homeoffice fühlen sich bedeutsam produktiver und 15% beurteilen die Produktivität sogar als wesentlich höher. Auch nach der Pandemie wünschen sich über 75% der Befragten die Möglichkeit des Homeoffices. Andererseits werden die Auswirkungen der Situation zunehmend spürbar. So fühlen sich 42% der befragten Beschäftigten in Deutschland ständig oder häufig belastet. Ein Ergebnis, das als Indikator für das Belastungs- und Stressempfinden steht. Dies spiegelt sich ebenso in dem Anstieg der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeits-Tage sowie der Zunahme von Rückenschmerzen wieder.

Trotz dieser deutlichen Gesundheitskrise war in der deutschen Unternehmenswelt ein Rückgang in der Gesundheitsförderung zu verzeichnen. Auch wenn sich die Relevanz von BGM insbesondere in der Corona-Zeit verdeutlichte, rangen viele Arbeitgeber zunächst mit den unerwarteten neuen Herausforderungen, sodass die Gesundheitsprävention zwischenzeitlich pausierte. Daher ist es wichtig, den (Neu-) Start nicht zu verpassen. Denn kein BGM ist keine Option.

Helfen Sie Ihren Mitarbeiter*innen im Homeoffice

Das mobile Arbeiten von zu Hause birgt trotz beliebter Vorzüge auch Risiken. Dazu zählen die Einschränkungen der sozialen Kontakte und der Kommunikation, des Gesundheitsschutzes sowie der Arbeitsleistung. Mit gezielter Unterstützung können daraus jedoch neue Potenziale erweckt werden. Hierbei bekommt der Arbeitsgeber eine neue Rolle. Während beispielsweise der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb direkt beeinflussbar ist, sind die Angestellten beim mobilen Arbeiten auf ihre Eigenverantwortung angewiesen. Daher ist es wichtig, dass der Arbeitgeber sowohl gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schafft als auch die Kompetenzen der Mitarbeitenden frühzeitig fördert. Somit kann das individuelle Gesundheitsbewusstsein und die Fähigkeit zu gesunden Entscheidungen gestärkt werden. Besonders wirksam sind ganzheitliche Maßnahmen zur Stärkung der Stresskompetenz sowie des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens.

Fazit

Die Unternehmensführung besitzt eine entscheidende Schlüsselrolle zur Stärkung der Mitarbeitergesundheit. Sie initiiert den BGM-Prozess durch die Definition der Ziele und Anforderungen und verantwortet die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen. Das BGM-System erhält eine wirkungsvolle Dynamik, wenn die Gesundheit in der Unternehmenskultur fest verankert wird. Daher haben auch Führungskräfte eine entscheidende Funktion, denn sie leben den Prozess vor, füllen die Vision mit Leben und tragen diese in ihre Teams weiter. Gemeinsam kann somit eine vitale Unternehmenskultur wachsen, die langfristig zu einer höheren Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Unternehmensperformance führt.

Zur Person

Dr. Sarah Siefen leitet gemeinsam mit Franz Hammer das Unternehmen BGM neo und ist im Vorstand des Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement. Sie begleitet Unternehmen auf dem Weg zu einer vitalen Unternehmenskultur und unterstützt in der Konzeptionierung und Durchführung von individuellen Gesundheitsmaßnahmen. BGM neo ist deutschlandweit der Spezialist für lokale und digitale Formate im Bereich Stressbewältigung, Bewegung und Ernährung.

www.bgm-neo.de

Stand: 19.08.2021 10:30
gmbhchef...ein Magazin des VSRW-Verlags