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Arbeitsatmosphäre: Mitarbeitermotivation erhöhen
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Arbeitsatmosphäre: Mitarbeitermotivation erhöhen

Dass ein gutes Arbeitsklima eines der ausschlaggebenden Kriterien für eine optimale Arbeitsmoral ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Aber kann dies allein der motorisierende Faktor sein, der die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter ankurbelt?

Laut der aktuellen Studie „Arbeitsmotivation  2018“ der ManpowerGroup Deutschland befindet sich in der Top 10 der Arbeitsmotivationsfaktoren neben einer ansprechenden Raumgestaltung von Büros und Besprechungsräumen (21%) und gutem Kaffee (27%) an der Spitze mit 46% ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. Somit hat das gute Betriebsklima mit deutlichem Abstand den ersten Platz belegt. Das bestätigt auch die Repräsentativbefragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Denn laut der Umfrage, für die 2.030 Personen zwischen 16 und 65  Jahren befragt wurden, gaben 98,4% an, dass ihnen im Job am wichtigsten wäre, sich wohlzufühlen. Die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen liegt mit 97,9% auf Platz zwei, dicht gefolgt von einem guten Betriebsklima und der Loyalität des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern beides mit jeweils 96,8%. Ähnlich hoch liegt der Prozentsatz der Befragten bei dem Punkt „Gutes Verhältnis zum Vorgesetzten“ (92,4%). Für das Sinnerleben sind den meisten Beschäftigten vor allem persönlich und sozial  motivierte Aspekte ihrer Arbeit wichtig“, weiß Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports. „Leider stimmen gerade hier Wunsch und Wirklichkeit oft nicht überein.“ Zum Vergleich: Der Wunsch nach Loyalität des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern liegt bei 96,8%, aber nur 69,3% der Befragten bestätigen die Loyalität ihres Arbeitgebers ihnen gegenüber. Ein positives Betriebsklima erfahren demnach nur 78% der Beschäftigten, obwohl der Wunsch danach sehr viel ausgeprägter (96,8%) ist.

Gesundes Arbeitsklima bringt viele Vorteile

Wer eine gesündere Büroatmosphäre schafft, hat nicht nur zufriedene und motivierte Mitarbeiter, sondern kann auch für eine geringere Mitarbeiterfluktuation sorgen. Denn dass Arbeitnehmer über Jahrzehnte lang beim selben Arbeitgeber bleiben, ist heutzutage nur noch die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Arbeitnehmer wollen sich weiterentwickeln und wenn ihnen das aktuelle Unternehmen dazu keine Möglichkeiten bietet, suchen sie sich eine neue Herausforderung. „Wie lange Mitarbeiter ihrem Unternehmen treu bleiben und wie einsatzfreudig und produktiv sie in der Zeit sind, hängt in erster Linie vom Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten ab“, weiß Marco Nink, Marktforscher bei Gallup, einem der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute. Ist also der direkte Vorgesetzte ständiger Streitpunkt zwischen Mitarbeitern und Chef, müssen die Fronten eindeutig geklärt werden. Hier erzielt ein offenes Gespräch häufig schnellere Erfolge als langwierige Diskussionen. So können Probleme lösungsorientiert angegangen und ein gutes Betriebsklima hergestellt werden.

Gezielt wählen

Meistens wollen Arbeitgeber nicht zwingend mehr Geld, wenn sie sich neu orientieren – häufi wollen sie sich dabei selbst verwirklichen. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen oder mehr Wertschätzung für ihre Leistungen, bleiben auch beim neuen Job die Maßstäbe ähnlich. Will heißen: Auch hier ist das Arbeitsklima enorm wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Personaler und Führungskräfte sollten sich also beim Einstellen von neuen Fachkräften stets das gesamte Team vor Augen halten, um zu berücksichtigen ob die neue Person auch mit den bereits vorhandenen Arbeitskräften harmoniert. Beherzigen Arbeitgeber verschiedene Blickwinkel auf die Arbeitswelt ihrer Arbeitnehmer können sie aktiv an einem guten Betriebsklima mitwirken und so nicht nur für die aktuellen Mitarbeiter attraktiv wirken, sondern auch für zukünftige Bewerber.

Stand: 12.11.2018 09:00