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Rohstoff-Investment – Spekulation oder langfristiges Vermögenswachstum?
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Rohstoff-Investment – Spekulation oder langfristiges Vermögenswachstum?

(Advertorial) Viele Unternehmer und GmbH-Geschäftsführer stehen auch privat vor wichtigen Anlageentscheidungen. In Zeiten, in denen verzinsliche Geldanlagen kaum noch Rendite erbringen und Aktien Höchststände erreichen, bei denen ein Einstieg ungünstig erscheint, stellt sich die Frage nach sinnvollen Alternativen. Dabei kommen für manchen Rohstoffe in den Blick.

Für Normalanleger spielen Rohstoff-Investments eher eine untergeordnete Rolle. Wenn man sich damit befasst, dann vor allem in Richtung Edelmetalle. Gold und Silber gelten seit jeher als gesuchte Anlage in unsicheren Zeiten. Sie stehen als Sachwerte für Wertbeständigkeit – was so allerdings nicht immer zutrifft. Auch Edelmetalle kennen durchaus Preisschwankungen. Dies gilt in noch stärkerem Maße für die übrigen gehandelten Rohstoffe, von denen es viele gibt. Die Bandbreite reicht von Öl, Gas und Kohle über Industriemetalle wie Kupfer, Zink und Eisen bis hin zu Agrarprodukten wie Mais, Weizen, Kaffee oder Schweinebäuchen.

Überraschungen gehören zum Rohstoff-Investment

Rohstoffmärkte sind volatile Märkte, deren Preisbildung durch unterschiedlichste Faktoren beeinflusst wird: schwankende Angebots- und Nachfragelagen, Großspekulationen, die Konjunktur, die Förderpolitik, politische Ereignisse und manchmal sogar das Wetter. Nach einem neueren Bericht der Deutschen Bank über aktuelle Rohstofftrends sorgte zum Beispiel ein Zyklon, der die australische Kohleindustrie zeitweise stilllegte, für einen deutlichen Preisanstieg bei Kokskohle. Viele Einflüsse sind schwer kalkulierbar. Wer sich in Rohstoffen engagiert, muss daher immer auf Überraschungen gefasst sein – positive wie negative.

Ein Grundmerkmal besitzen fast alle Rohstoff-Investments: Sie werfen keine laufenden Erträge ab. Wer sich hier engagiert, baut auf vorteilhafte Preisentwicklungen – insbesondere, wenn Spekulation betrieben wird. Man hofft, von steigenden oder sinkenden Preisen zu profitieren. Eine Ausnahme sind Aktien und Anleihen von Unternehmen aus Rohstoff-Branchen. Hier gilt allerdings, dass sich die Kurse keineswegs immer wie die Rohstoffpreise  entwickeln. Der Kauf von Goldminen-Aktien ist ein anderes Investment als der Kauf von Gold.

Mit Rohstoffen spekulieren

Spekulatives Rohstoff-Investment nutzt vor allem Zertifikate und Derivate. Rohstoff-Zertifikate werden auch als Exchange Traded Commodities – kurz ETC’s – bezeichnet. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen, deren Wert an die Preisentwicklung eines Rohstoffs gekoppelt ist. Ist die Koppelung 1:1, wirkt der ETC-Erwerb fast so, als ob man den entsprechenden Rohstoff physisch kaufen würde. Mit ETC’s lässt sich so gut in Rohstoffe investieren, für die physischer Erwerb kaum in Frage kommt. Niemand würde wohl größere Mengen an Öl, Eisenerz oder Schweinebäuchen bei sich einlagern wollen.

An den Rohstoff-Börsen werden vor allem künftige Rohstoffpreise gehandelt. Dies findet vor allem in Form von Terminkontrakten (Futures), zum Teil auch über Optionen statt. Ein Privatanlegern gut zugängliches Instrument sind CFD’s – contracts for difference. All diesen Derivaten ist gemeinsam, dass sie einen eingebauten Hebeleffekt haben, der dadurch entsteht, dass nicht auf die Entwicklung von Preisen, sondern von Preisdifferenzen gesetzt wird. Deren Schwankungsbreite ist erheblich größer. Selbst minimale Preisveränderungen können erhebliche Auswirkungen haben.

Wenn ETC’s riskant sind, sind CFD’s & Co hochriskant. Wer hier investiert, sollte sich nicht nur auf dem jeweiligen Markt auskennen – was auch nicht immer hilft –, sich regelmäßig informieren – über entsprechende Reports (s.o.) –, sondern es sich auch leisten können. Solche Rohstoff-Geschäfte haben Wettcharakter und können schnell den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bedeuten.

Als Teil einer langfristigen Strategie

Man muss Rohstoff-Investments aber nicht nur spekulativ sehen. Sie können auch als strategische Geldanlage genutzt werden. Hier geht es in erster Linie darum, Preisschwankungen bei Rohstoffen zu nutzen, um Risiken in anderen Anlageklassen auszugleichen und so in der Gesamtbetrachtung eines Vermögens zu einem ausgewogeneren Verhältnis von Rendite und Risiko zu gelangen. Dazu bieten sich besonders Indexfonds (ETF’s) an, die sich auf Rohstoffindizes beziehen, die eine Vielzahl von Rohstoffen abbilden. Ein solcher Index ist zum Beispiel der S&P Goldman Sachs Commodity Index. Mit einer solchen Strategie kann man das Auf und Ab an den Rohstoffmärkten gelassener nehmen.