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Pressearbeit: Symbiose zwischen Kunst und Arbeit
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Pressearbeit: Symbiose zwischen Kunst und Arbeit

Interessierte, die von Expertentipps zum Thema „Gelingende PR für Gründer und Unternehmer“ profitieren wollten, hatten sich zum alpha-Treff im Juni zusammengefunden. Thomas Heinemann gab an dem Abend Grundregeln an die Hand, wie anspruchsvolle Öffentlichkeitsarbeit für Unternehmen und Institutionen funktioniert.

„PR? Das ist doch Werbung“, so ein gängiges Klischee. Dabei hat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit andere Ziele und Arbeitsweisen als das Marketing. Thomas Heinemann, der selbst sowohl als Journalist als auch in der PR tätig ist, zeigte auf, wie die Weichen in Sachen Pressearbeit richtig gestellt werden. Der Experte gab Praxistipps, um den Gründern das Know-how für einen gelungenen Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit zu vermitteln.

Handwerkliches Können, Mut und Initiative

„Public Relations, d.h. Öffentlichkeitsarbeit durch gezielte Kommunikation, wird häufig unterschätzt. Dabei geht es im Unterschied zum Marketing weniger um Werbung oder konkrete Vertriebsabsichten als um Sichtbarkeit, etwa um ein Image zu pflegen, die Werte eines Unternehmens zu transportieren oder wichtige Informationen mitzuteilen. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen werden Gründer erst dann sichtbar, wenn sie auch den Mut und die Initiative aufbringen, aktiv nach außen zu kommunizieren. Pressearbeit ist eine Mischung aus Handwerk und Kunst, es ist harte Arbeit, aber eine Arbeit, die sich lohnt“, gab Thomas Heinemann den Gästen im Wissenschaftszentrum Bonn mit auf den Weg.

Gastgeberin Gabriele vom Feld ist in Sachen PR überzeugt: „Dranbleiben lohnt sich.“

Bausteine für erfolgreiche PR

PR ist Außendarstellung und daher nicht werblich, sondern informativ, weder Propaganda noch Publicity. Mithilfe einer gelungenen Pressearbeit erzeugt man mehr Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen; dieses wird und bleibt dadurch sichtbar.

PR erfordert kein großes Budget, aber Fleiß:

  • Aufbau und Pflege (persönlicher) Kontakte zu Journalisten;
  • Aufbau eines Presseverteilers;
  • Erstellung und Versand von Pressemitteilungen;
  • Bereitstellung von Hintergrundinformationen;
  • Anfertigung und Verwaltung von Fotodatenbanken;
  • Maßgeschneiderter Content für Social Media;
  • Redaktionelle Pflege der Internetseite;
  • Aufbereitung von Rundschreiben/Newslettern.

Gute PR bedarf einer guten Vorplanung, denn vorab muss klar sein, welche Zielgruppen wo und mit welchen digitalen und analogen Medien angesprochen werden sollen. Ferner geht es um die Auswahl passender Einstiegsthemen z.B. Meldungen über die Neueröffnung einer Filiale, zu Innovationen oder Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR).

Wessen Inhalte von Journalisten gefunden und genutzt werden sollen, sollte darauf achten, seine Presseinformationen auf der eigenen Homepage deutlich zu kennzeichnen, etwa durch „News“ oder „Aktuelles“. Es geht grundsätzlich darum, Hürden abzubauen und Sympathie zu schaffen. Auch gilt: Weniger ist mehr angesichts der Informationsflut, vor allem im Internet. Dass ein angemessener Umgang mit  Journalisten unerlässlich ist und beispielsweise kein Telefonterror betrieben werden sollte, weil man jetzt wissen wolle, wann denn endlich die eingesandte PM erscheine, sollte auch selbstverständlich sein.

Wer diese Punkte beachtet und den Aufwand nicht scheut, der für gut Pressearbeit nötig ist, kann sich dann auch auf erfolgreiche Platzierungen in Medien und über neue Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen freuen.
Thomas Heinemann, freier Journalist, PR-Experte und -Referent.
www.incognito-pr.de

Dipl.-Betriebswirtin Gabriele vom Feld, alpha-Das Gründer-Forum!®
www.alpha-gruenderforum.de