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Mit SEO die digitale Reichweite steigern: Auf die vorderen Plätze bei Google
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Mit SEO die digitale Reichweite steigern: Auf die vorderen Plätze bei Google

Eine gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen erreicht man nicht über Nacht. Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist eine langfristige Angelegenheit. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, müssen Maßnahmen abgestimmt werden. Der Schlüssel dazu ist eine durchdachte SEO-Strategie.

Das Internet ist die Informationsquelle Nummer eins. Egal, ob von zu Hause über den Computer oder unterwegs vom Smartphone: Die Suche im World Wide Web startet meistens von einer Suchmaschine wie Google aus. Allein in Deutschland verarbeitet Google nach eigenen Angaben täglich über 200 Millionen Suchanfragen. Grund genug mit Produkten, Dienstleitungen und der eigenen Marke dort präsent zu sein. Das gilt nicht nur für Onlineshops, auch lokal ansässige Unternehmen mit regionalen Standorten profitieren von einer guten Auffindbarkeit im Internet.

Wichtig ist hierbei, eine Strategie zu entwickeln und von Anfang an feste Ziele zu definieren, um alle Maßnahmen auf diese ausrichten zu können. Mögliche Ziele sind:

– Stärkung der digitalen Reichweite der eigenen Marke;
– Steigerung der Verkäufe;
– Positionierung des eigenen Unternehmens als Experte auf einem Themengebiet;
– Werbung für regionale Angebote, Abverkauf im Ladenlokal.

Wie eine passende SEO-Strategie aussieht, hängt von Branche, Unternehmen sowie den Unternehmens- und Webseitenzielen ab.

Doch was ist SEO eigentlich?
Die Suchmaschinenoptimierung – oder kurz SEO (engl. Search Engine Optimization) – umfasst alle Maßnahmen, mit deren Hilfe die Positionierung einer Webseite in Suchmaschinen wie Google zu bestimmten Schlüsselbegriffen verbessert werden soll. Als gute Position gelten dabei die Plätze eins bis fünf. Diese Positionen erhalten die meiste Aufmerksamkeit und die meisten Klicks. Alles was sich auf Seite zwei befindet, findet so gut wie gar keine Beachtung mehr.

Die Auswahl, welche Webseite zu welchen Begriffen positioniert wird, hängt von vielen Faktoren ab. Den größten Einfluss haben Links von anderen Webseiten, die Inhalte einer Webseite und deren Relevanz für die jeweilige Suchanfrage sowie die Nutzerzufriedenheit. Bei letzterer wird zum Beispiel untersucht, ob ein Anwender auf der Webseite bleibt oder sofort wieder in die Google-Suche zurückgeht. SEO-Maßnahmen können daher sowohl inhaltlicher, struktureller als auch technischer Natur sein.

Technische und strukturelle Voraussetzungen schaffen
Um zu verstehen, welche Inhalte sich auf einer Webseite befinden, scannt Google diese selbstständig. Allerdings sind der Suchmaschine dabei Grenzen gesetzt. Bestimmte Technologien wie Flash, JavaScript oder AJAX kann Google gar nicht oder nur teilweise interpretieren. Inhalte sollten daher möglichst nicht mit solchen Technologien eingebunden werden.

Ebenfalls wichtig ist eine flache Informationsstruktur der Webseite. Suchmaschinen folgen der Linkstruktur einer Webseite. Inhalte, die mit wenigen Klicks erreichbar sind – zum Beispiel aus der Navigation – werden eher gelesen als Inhalte, die fünf oder sechs Klicks erfordern. Durch eine gute interne Verlinkung von Inhalten wird sichergestellt, dass Google diese in den Suchergebnissen berücksichtigt.

Keywords und Suchbedürfnisse berücksichtigen
Sind die technischen Grundlagen geschaffen, geht es an die Strategie. Als erstes gilt es herauszufinden, mit welchen Begriffen – sogenannten Keywords – potenzielle Kunden nach angebotenen Produkten und Dienstleistungen suchen. Dies ist unter anderem davon abhängig, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Endkunden verwenden zum Beispiel ein ganz anderes Vokabular als Kunden aus dem B2B Bereich.

Eine sogenannte Keyword-Analyse ist daher die Basis der SEO-Strategie. An dieser Stelle wird festgelegt, welche Keywords wichtig sind und durch welche Bereiche diese auf der Webseite abgedeckt werden können. Dabei unterscheidet man zwischen Brand-Keywords, transaktionellen Keywords und informationellen Keywords. Welche Bereiche wie stark fokussiert werden, hängt von den Zielen der Strategie ab. Steht der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen im Vordergrund, sind transaktionelle Keywords wichtig. Die Erhöhung der digitalen Reichweite oder die Positionierung als Experte auf einem Themengebiet können durch informationelle Keywords erreicht werden.

Bei der Auswahl der Keywords spielt auch die Nachfrage eine große Rolle. Sehr allgemeine Suchanfragen wie zum Beispiel „Schuhe kaufen“ werden sehr häufig nachgefragt. Hier gibt es viel Konkurrenz und mit diesen Begriffen eine gute Position zu erhalten ist schwierig. Kleinteiligere Begriffe wie zum Beispiel „Rote Damenpumps in Größe 38“ wird deutlich weniger gesucht, allerdings ist hier auch der Wettbewerb geringer. Außerdem wissen Nutzer, die so kleinteilig suchen, bereits sehr genau, was sie haben möchten und sind näher daran, einen Kauf abzuschließen. Es kann daher in vielen Fällen mehr Sinn machen, solche Nischen-Themen auszuwählen, als auf die stark nachgefragten Begriffe zu setzen.

Passende Inhalte schaffen
Egal ob Onlineshop oder Newsportal – der Kern einer Webseite sind die Inhalte. Suchmaschinen orientieren sich stark an den Texten, die sich auf Webseiten befinden. Aber auch andere Formate wie Bilder oder Videos spielen eine Rolle.

Bei der Erstellung der Inhalte sollte immer das Bedürfnis des Nutzers im Vordergrund stehen und erst im zweiten Schritt die Optimierung für Suchmaschinen. Ist ein Set an Keywords festgelegt, geht es daran, die Suchintention des Nutzers zu verstehen. Welchen Inhalt erwartet er, wenn er nach einer bestimmten Begrifflichkeit sucht? Bei einem Suchbegriff wie „Schuhe kaufen“ ist das klar ersichtlich. Bei anderen wiederum nicht.

Damit die Inhalte zu den ausgewählten Keywords gefunden werden, müssen die Keywords entsprechend platziert werden. Bestimmte Textbereiche werden von Suchmaschinen stärker bewertet. Hierzu zählen zum Beispiel Überschriften und kursiv oder fett formatierte Textstellen. Und auch die richtige Auszeichnung auf der Webseite ist wichtig.

Links
Ein weiterer Faktor sind Links von anderen Webseiten. Eine Webseite, die viele solcher Verweise erhält, wird in der Regel gut ranken. Wichtig ist hierbei, dass die Links aus einem themenrelevanten Umfeld stammen und seriös wirken. Ein Link aus einem Baby-Blog, der auf eine Hundefutterseite verweist, hat zum Beispiel nur wenig Relevanz. Vorsicht ist zudem geboten, wenn Links von anderen Seiten eingekauft werden. Google sieht so etwas nicht gerne und bewertet Webseiten schlechter, die zu solchen Maßnahmen greifen. Um gute Links zu generieren, bleibt daher oft nur der Weg über die Inhalte. Gute Inhalte werden meistens von selbst von anderen Webseitenbetreibern verlinkt.

Mobile First
Laut Google werden inzwischen mehr als die Hälfte aller Suchanfragen vom Smartphone oder Tablet aus gestellt. Für Suchanfragen, die über ein Smartphone gestellt werden, spielt Google andere Ergebnisse aus als für Desktop-Anfragen. Kurze Ladezeiten, gut lesbare Texte und eine einfache Navigation auf der Seite sind hierbei sehr wichtig. Webseiten, die diese Anforderungen erfüllen, werden bevorzugt positioniert. Eine Webseite sollte daher auch auf mobilen Endgeräten gut zu bedienen sein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Inhalte für mobile Geräte anzupassen. Entweder man entscheidet sich für ein Responsive Design oder für eine mobile Webseite. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Auf einer mobilen Webseite können zum Beispiel gezielt Inhalte für Smartphone-Nutzer bereitgestellt werden, während bei einem Responsive Design Auflösung und Darstellung an das Endgerät angepasst werden.
Überwachung und Nachoptimierung

Der Erfolg einer SEO-Strategie kann nicht von Anfang an garantiert werden. Wichtig ist es daher zu überprüfen, ob die durchgeführten Maßnahmen auch zu den gewünschten Ergebnissen führen. Hierzu zählt zum Beispiel die Überwachung der Positionsentwicklung der festgelegten Keywords. Es gibt verschiedene Tools, die dabei behilflich sind. Hierzu zählt die Google Search Console. Sie kann kostenlos genutzt werden. Voraussetzung dafür ist die Einrichtung eines Google-Kontos. Weitere kostenpflichtige Tools sind Sistrix oder Searchmetrics. Beide Programme bieten noch tiefere Einblicke in die Performance einer Webseite und auch in die der Wettbewerber.

Eine weitere wichtige Kennzahl zur Kontrolle der Ergebnisse ist die Zahl der Webseitenzugriffe, die über Suchmaschinen erfolgt. Voraussetzung dafür ist ein Webanalyse-Tool, das auf der Webseite eingebunden werden muss. Mit dessen Hilfe kann auch festgestellt werden, wie viele der Nutzer einen Kauf tätigen, eine Dienstleistung buchen oder eine andere Aktion auf der Seite durchführen. Kostenlose Tools sind zum Beispiel Google Analytics oder Piwik.

Mit einer langfristigen Strategie zum Erfolg
Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung ist eine komplexe und langfristige Angelegenheit, bei der viele Bausteine beachtet werden müssen. Wichtig ist, dass die einzelnen Maßnahmen ineinandergreifen. Eine sofortige Verbesserung der Positionierung in Suchmaschinen ist allerdings eher unwahrscheinlich. Viele Maßnahmen wirken erst nach Wochen oder Monaten. Trotzdem muss eine SEO-Strategie auch flexibel sein. Um ihren Nutzer die besten Ergebnisse liefern zu können, passen Suchmaschinen ihre zugrunde liegenden Algorithmen dem Suchverhalten ihrer Nutzer an. Eine Beobachtung neuer Trends und Entwicklungen auf dem Suchmaschinenmarkt ist daher enorm wichtig, um auf Dauer erfolgreich zu sein.

Mareike Doll
SEO Consultant bei der luna-park GmbH, Köln
www.luna-park.de

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