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Manager Studie: Nicht den Helden spielen
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Manager Studie: Nicht den Helden spielen

Wer sich in Spitzenpositionen hochgearbeitet hat, ist anfälliger für ein perfektionistisches Selbstbild und strategische Alleingänge, so das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Manager Studie.

Eine gelungene Strategieumsetzung basiert auf drei Erfolgsfaktoren, bei denen alles stimmen sollte: Die Sach-Ebene, die Selbstmanagement-Ebene und die Beziehungs-Ebene. Knapp 200 Geschäftsführer und Mitarbeiter des oberen Managements aus 29 Branchen wurden nun zu diesen drei Faktoren befragt.

Beziehungsgespür vor Sachverstand

Das Ergebnis mag unerwartet sein, ist aber eindeutig: Die Gestaltung der Beziehungs-Ebene ist der Schlüsselfaktor für den Erfolg. Die Auswertung ergab, dass die meisten der 600 Einzelaussagen mit 57% die Beziehungen zu den Stakeholdern thematisieren; bloß 23% können der Sach- und 20% der Selbstmanagement-Ebene zugerechnet werden.

Doch können Defizite in letzterer oft eine stark hemmende Wirkung auf die Strategieumsetzung ausüben. Lässt sich der Manager von übertriebenem Perfektionismus leiten, indem er sich als Geschäftsführer oder Manager keine Fehler erlaubt, legt er sich selbst einen kontraproduktiven Erfolgsstress auf. Vielmehr sollte daher ein Qualitätsanspruch mit Augenmaß anvisiert werden.

Zum Perfektionismus gesellt sich auf der Beziehungsebene bei manchen Top-Entscheidern außerdem ein Hang zum Heroismus. Dann wird die Strategieumsetzung nicht als Teamleistung verstanden und interne wie externe Experten werden außen vor gelassen. Mehrperspektivität und Arbeitsteilung sind jedoch unerlässlich für den Erfolg. Dafür bedarf es zwischenmenschlichen Vertrauens. Wer aber möglichst viele Entscheidungen im Alleingang treffen will, verspielt dieses bei seinen Stakeholdern und insbesondere bei den eigenen Mitarbeitern.

Top-5-Hebel

Letztlich sind die Befragten im Rahmen der nicht repräsentativen Multiple-Choice-Umfrage hinsichtlich der wichtigsten Maximen für eine erfolgreiche Strategieumsetzung zu folgendem Ergebnis gekommen:

  1. Klarer strategischer Fokus (79%),
  2. Dialogbereitschaft bei Konflikten (69%),
  3. klar benannter Geschäftsanlass (67%)
  4. Ernstnehmen aller Stakeholder (66%)
  5. Einbindung der Linienorganisation (60%).

Die komplette Manager Studie 2016 der Liebrecht Rau Performance Consulting GbR ist unter www.liebrechtrau.com zu finden. (ls)

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