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Lern- und Entwicklungsprogramm für die Generation Y
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Lern- und Entwicklungsprogramm für die Generation Y

Viele Unternehmer machen sich Gedanken, wie sie die Generation Y – die besonders anspruchsvoll und fordernd sein soll – für ihr Unternehmen begeistern und im Unternehmen halten können. Dabei spielt die Weiterbildung eine ganz große Rolle – nicht nur im Interesse des Unternehmens, sondern auch als Anreiz und Motivation für die jungen Mitarbeiter.

Prof. Dr. Susanne Böhlich und Mrudula Oleti von der IUBH wollten es genauer wissen: Was erwarten die jungen Leute bei der Weiterbildung und was denken Manager, was sie erwarten? Sie haben 100 Vertreter der Generation Y befragt (Studenten und junge Mitarbeiter) und dem die Aussagen von Managern gegenübergestellt. Die wesentlichen Ergebnisse:

  1. Der Lernstil hängt stark von der Situation und dem Lernstoff ab, aber hier sind sich die Generation Y und die befragten Manager einig: Die jungen Leute wollen praktische Übungen, sie wollen selber machen und ausprobieren.
  2. Bei der Lernmethode gehen Manager davon aus, dass die „Digital Natives“ am liebsten mit Smartphones und online lernen möchte. Das entspricht aber nicht den Vorstellungen der Generation Y, die zwar handlungsorientiertes Lernen schätzt, vor allem aber mit anderen Teilnehmern zusammen lernen möchte, mit persönlicher Interaktion und unter Anleitung eines Dozenten.
  3. Bei der Vorbereitung gehen die Vorstellungen auch auseinander: Während die jungen Leute angeben, sich zu Hause vorzubereiten, vermuten die Manger, dass sie genau dies nicht tun wollen.
  4. Beide Seiten sind ich einig, dass Technologie eine große Rolle spielt. Während die Manager einen Zugang 24 Stunden, 7 Tage die Woche als wichtig ansehen und Videospiele oder Apps als attraktiv für junge Mitarbeiter nennen, haben diese ganz andere Vorstellungen. Technologie soll in sinnvollem Maße das Lernen erleichtern, z.B. durch eine Simulation – aber nur als Ergänzung und nicht als Hauptmedium.
  5. Für Manager überraschend war es den meisten Vertretern der Generation Y wichtig, eine gewisse Kontrolle über Inhalt, Vermittlung und Dauer des Trainings zu haben.
  6. Während Manager davon ausgehen, dass die Aufmerksamkeit der Generation Y eher kurz ist, sie schnell abgelenkt sind und wenig Ausdauer haben, sind die jungen Befragten eher leistungsbereit: Theorie und Übungen sollen abwechslungsreich sein, aber längere Module von 2 bis 4 Stunden werden positiv bewertet.

Damit zeigen sich zum Teil recht deutliche Unterschiede zwischen den Erwartungen der befragten Generation Y und den Annahmen der teilnehmenden Unternehmensvertreter. Hier sollten Unternehmen in den Dialog mit ihren jungen Mitarbeitern treten, um herauszufinden, welches Training ihnen am meisten weiterhilft. Technologie wird auch weiterhin eine zunehmende Rolle spielen, allerdings ist gerade der jungen Generation die Interaktion mit anderen Teilnehmern und Kollegen unter Anleitung eines Dozenten sehr wichtig.

Die detaillierten Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden auf der 7. Internationalen Konferenz „Human Resource Management and Professional Development in the Digital Age“ in Singapur vorgestellt und werden im Nachgang veröffentlicht.

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