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Leasing: Dein Fass, deine Kasse, deine Küche

Leasing: Dein Fass, deine Kasse, deine Küche

Natürlich können sich Unternehmen Kassensysteme, Dienstfahrzeuge und andere Betriebsgüter selbst kaufen. Wer nicht zu viel Kapital binden und weitere Vorteile nutzen möchte, entscheidet sich hingegen für Leasing – so wie das Kölner Familienunternehmen Brauerei zur Malzmühle.

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ war in den Neunzigern ein bekannter Werbespot der Sparkassen. Noch immer erzielt er auf YouTube zahlreiche Klicks. Heute könnten die Sparkassen ihn einfach umwidmen. Denn im Mittelstand hat sich Leasing zu einer interessanten Alternative zu anderen Finanzierungsformen entwickelt. Von Jahr zu Jahr ziehen es mehr Firmen vor, bestimmte Güter nicht selbst zu erwerben, sondern quasi auszuleihen und nur für eine bestimmte Zeit zu nutzen. „Dein Haus, dein Auto, dein Boot“ also. Oder mit Blick auf Firmenkunden: „Deine Maschine, dein Nutzfahrzeug, deine Büroeinrichtung.“

Die Leasing-Branche gilt inzwischen als Deutschlands größter Investor und generierte 2016 ein Investitionsvolumen von 64,2 Mrd. €. 1,8 Millionen Leasing-Verträge wurden vergangenes Jahr neu abgeschlossen, insbesondere von mittelständischen Unternehmen.

Auch Melanie Schwartz hat sich für diese Finanzierungsform entschieden. Die Unternehmerin, die die Brauerei zur Malzmühle Schwartz GmbH & Co. KG in fünfter Familiengeneration gemeinsam mit Dr. Michael Rosenbaum führt, hat zuletzt erheblich in die Modernisierung und Erweiterung des Kölner Traditionshauses investiert. Fast 10 Mio. € flossen in Brandschutzmaßnahmen, eine neue Gastronomieetage, ein weiteres Restaurant – den „Höhnerstall“ – im Nebengebäude sowie einen Hotelbetrieb mit 37 Zimmern in den oberen Geschossen des Gebäudeensembles am Heumarkt.

„Es standen ohnehin Modernisierungsmaßnahmen an“, sagt die Unternehmerin, „und diese Gelegenheit wollten wir nutzen, um das Unternehmen ganz grundsätzlich fit für die Zukunft zu machen.“

Leasing als wichtiger Finanzierungsbaustein

„Eine Investition in dieser Größenordnung muss gut geplant werden, da viele Aspekte zu berücksichtigen sind“, weiß Nico Katirtzis, der als Vertriebsdirektor der Sparkasse KölnBonn Mittelstandskunden betreut und in dieser Eigenschaft eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit der Brauerei fortsetzt: „Laut meinen Unterlagen führen wir das Geschäftskonto der Malzmühle seit mehr als 50 Jahren“, erzählt er.

Einen detaillierten Businessplan und viele Gespräche mit Katirtzis sowie weiteren Kollegen später stand fest, dass Leasing ein erheblicher Baustein des Finanzierungsmixes sein sollte.

Der Grund: Die Finanzierungsform ist attraktiv, weil auf diese Weise wesentlich weniger Kapital gebunden wird. Was auch immer geleast wird, bleibt Eigentum der Leasinggesellschaft, die Anschaffung wird also von dieser finanziert. Dann heißt es eben nicht „mein Kopierer“, sondern „dein Kopierer“ – also der Kopierer der Leasinggesellschaft, den der Leasingnehmer lediglich eine Zeit lang nutzt und entsprechend auch nur dafür bezahlt.

„Das ist vor allem bei Gütern interessant, die nach vergleichsweise kurzer Zeit erneuert werden müssen“, betont Sonja Göppert, Fachberaterin Leasing bei der Sparkasse KölnBonn. Also etwa Computer und Kopierer, elektronische Kassensysteme oder Fahrzeuge. Die beiden größten Objektgruppen im Leasinggeschäft sind Pkws und Nutzfahrzeuge – sie machen allein 75% des Markts aus – sowie Produktionsmaschinen, Büromaschinen und IT.

Die Kölner Traditionsbrauerei hat sich dazu entschlossen, Kassensysteme, Küchen- und Hotelzimmereinrichtungen, aber auch sämtliche Fässer zu leasen. Sogar die bekannten grünen Rahmen mit dem roten Mühlen-Logo, die leeren Bierkästen also, sind geleast.

„Für die Erweiterung und den Umbau der Gebäude sowie die Brandschutzmaßnahmen war ein herkömmlicher Kredit sinnvoll“, berichtet Schwartz, „doch ist eine langfristige Finanzierung für Güter, die wir ohnehin nur über wenige Jahre abschreiben können, wenig sinnvoll.“

Dank des Leasings kann das mittelständische Unternehmen das Eigenkapital schonen. Das ist gut, wenn es um künftige Investitionen geht. „Außerdem ist eine gute Eigenkapitalquote ein wichtiger Pluspunkt beim Rating“, betont Markus Görgen, Abteilungsleiter Fachbetreuung Firmen- und Individualkunden der Sparkasse KölnBonn.

Und da Unternehmen die geleasten Güter nicht in ihre Bilanz aufnehmen müssen, verbessert sich diese Quote noch zusätzlich. Sie tauchen lediglich in der Gewinn- und Verlustrechnung auf.

Leasing-Expertin Göppert kennt noch einen Vorteil: „Der Wertverlust der geleasten Maschinen und Einrichtungsgegenstände vollzieht sich nur über die tatsächliche Nutzungsdauer. Damit lassen sich die Kosten gleichmäßig über die Vertragslaufzeit verteilen und exakt kalkulieren.“ Fest vereinbarte Leasingraten schaffen nicht nur Transparenz und Planungssicherheit, sondern schließen auch Risiken, etwa steigende Zinsen, weitgehend aus.

Kein Verwertungsrisiko

Unternehmen wie die Malzmühle profitieren nicht zuletzt auch deshalb von Leasing, weil sie sich – je nach Vertragsvariante – nach Ablauf der Leasingfrist nicht um die Verwertung der Güter kümmern müssen. Dieses Risiko liegt bei der Leasinggesellschaft – im Fall des Kölner Traditionsunternehmens also bei der Deutschen Leasing, mit der die Sparkassen in Deutschland kooperieren. Während Unternehmerin Schwartz sich also darauf konzentrieren kann, eine neue Kücheneinrichtung oder ein neues Nutzfahrzeug auszuwählen, liegt die Verantwortung für die jeweiligen Vorgänger bei der Deutschen Leasing.

Was Fahrzeuge betrifft, geben immer mehr Betriebe sogar das komplette Fuhrparkmanagement nach draußen. Damit erzielen sie wichtige Kostenvorteile und Effizienzgewinne. So bietet etwa die Sparkasse KölnBonn über die Deutsche Leasing entsprechende Dienstleistungen in allen Abstufungen an – bis zum „Full Service“ beim Fahrzeug-Leasing.

Das Prinzip: Die Kunden zahlen eine feste Pauschale, die Experten der Leasinggesellschaft kümmern sich um den Fuhrpark – vom Fahrzeugeinkauf bis zur Verwertung. Sie realisieren Kulanz- und Gewährleistungsansprüche, wickeln Kfz-Steuer und Anmeldung des Rundfunkbeitrags ab, erinnern an fällige Servicetermine und stellen eine Service-Card zur Verfügung, mit der sich Wartungen und Reparaturen einfach und bequem bargeldlos bezahlen lassen. „Bereits bei einer Flotte von 20 Fahrzeugen kann das Fuhrparkmanagement in vollem Umfang genutzt werden“, empfiehlt Leasing-Expertin Göppert.

Die Kölner Brauerei managt ihren Fuhrpark – er besteht zurzeit aus fünf Fahrzeugen – selbst. Dessen unbenommen ist Melanie Schwartz sehr froh, über den Weg des Leasings einen Teil der Verantwortung abgegeben zu haben. „Das nicht gebundene Kapital können wir an anderen Stellen sinnvoller einsetzen“, betont die Unternehmerin, „außerdem geben uns die festen Leasingraten Planungssicherheit.“

Leasing – Die Vorteile

Zusätzliche Beratungs- und Serviceleistungen machen für Firmenfahrzeuge die Finanzierungsalternative Leasing noch interessanter.

Bilanz- und Finanzierungseffekte:

  • Liquidität wird geschont, bestehende Kreditlinien stehen für andere Investitionen zur Verfügung;
  • positive Auswirkungen auf Eigenkapitalquote und damit auf das Bankenrating;
  • Wertverfall wird nur über die tatsächliche Nutzungsdauer verteilt;
  • fest vereinbarte Leasingraten schaffen Transparenz und Planungssicherheit;
  • Nutzung aktueller Technik;
  • Verwertungsrisiko kann ausgeschlossen werden.

Kostenvorteile und Effizienzgewinne:

  • Konzentration auf Kerngeschäft und wertschöpfender Personaleinsatz.

 

Informationen und Ansprechpartner bei der Sparkasse KölnBonn:

Sonja Göppert, Fachberaterin Leasing

Tel. 0221 226 92805

sonja.goeppert@sparkasse-koelnbonn.de

Niko Katirtzis, Vertriebsdirektor Firmenkunden,

Tel. 0221 226 93312

niko.katirtzis@sparkasse-koelnbonn.de

Markus Görgen, Abteilungsleiter Fachbetreuung Firmen- und Individualkunden

Tel. 0221 226 90413

markus.goergen@sparkasse-koelnbonn.de

 

Informationen im Internet:

www.sparkasse-koelnbonn.de/leasing

www.sparkassen-leasing.de/fahrzeug-leasing