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IT-Sicherheit im Mittelstand: Wie schütze ich meine Firmendaten?
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IT-Sicherheit im Mittelstand: Wie schütze ich meine Firmendaten?

Kaum eine andere Revolution hat die Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten so stark verändert wie die Digitalisierung. Neben vielen Chancen stellt die Digitalisierung Unternehmen allerdings auch vor neue Herausforderungen, denn täglich werden immer größere Datenmengen produziert, die sicher gespeichert und 24/7 abrufbar sein müssen. Der Schlüssel sind Cloud-Dienste. Doch wie findet man sich im Cloud-Dschungel am besten zurecht und welche Lösung ist für welche Unternehmensgröße die richtige?

Auf der Suche nach dem idealen Datentresor sollten sich Unternehmen zunächst drei Fragen stellen: Verfüge ich über Know-how und eigenes IT-Fachpersonal? Gibt es ausreichend Platz für eigene Infrastruktur in den Firmenräumen? Und wie hoch ist das Budget, das für die Sicherung der Daten aufgewendet werden kann? Wenn diese drei Dinge klar sind, lässt sich das ideale Modell schnell finden.

Das Komplettpaket: Professionelle Cloud

Wer sich ausschließlich auf das eigene Geschäft konzentrieren will und mit Datenspeicherung und -sicherung so wenig Berührungspunkte wie möglich haben möchte, sollte eine komplett ausgelagerte Lösung in Betracht ziehen. In diesem Fall wird Cloud-Speicher in professionellen Rechenzentren eingekauft und die Daten dort deponiert. Der Vorteil: Die notwendige Sicherheits-Infrastruktur sowie die Technik werden extern bereitgestellt, man bleibt flexibel und das Budget ist monatlich planbar.

Der Mittelweg: Private-Cloud

Für Unternehmen, die über IT-Personal verfügen und die Technik selbst steuern möchten, bietet sich der Mittelweg an: Eine sogenannte Private-Cloud im Rechenzentrum. Dabei werden leere Schränke angemietet und darin die eigene Technik installiert. Somit bleibt die Verwaltung der Daten bei den eigenen Fachkräften, während die Verantwortung für die Ausfallsicherheit bei einem professionellen Anbieter liegt, der dafür auch haftet.

Do it yourself: Eigene Lösungen

Die dritte Möglichkeit: Man betreibt alles selbstständig. In diesem Fall stehen die Server in den eigenen Unternehmensräumen. Bei der Erstinstallation müssen dabei neben der Datenanbindung zunächst allerdings eine Reihe von baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehören zum Beispiel eine abgesicherte Stromversorgung durch Notstromaggregate, eine Klimatisierung, um die Temperatur in den Serverräumen konstant zu halten, Brandschutz sowie die Sicherung der Räume durch Zugangskontrollen. Die entsprechenden Anschaffungskosten sollten bei der Budgetplanung neben den laufenden Wartungskosten unbedingt berücksichtigt werden.

Datensicherheit und Firewalls

Eine von KPMG 2017 veröffentlichte Studie belegt, dass 53% der Unternehmen in Deutschland in den letzten zwei Jahren von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen waren. Die Schäden belaufen sich zum Teil auf Millionenbeträge – eine erschreckende Bilanz und die Tendenz ist steigend. Deshalb ist es neben der Sicherheits-Infrastruktur für Unternehmen umso wichtiger, dass sie auch entsprechende Vorkehrungen im Bereich Cybersicherheit treffen. Neueste Firewall, IDS (Intrusion Detection) und Anti-Phishing-Lösungen sollten unbedingt installiert und die Mitarbeiter zum Thema Sicherheit regelmäßig geschult werden.

Für Unternehmer empfiehlt sich, noch heute einen IT-Sicherheits-Check zu machen, um Stärken und Schwächen beim Thema Datensicherheit zu erkennen. Das  Bundesministerium des Inneren bietet hierzu einen kostenfreien Test an: www.it-sicherheit-in-der-wirtschaft.de

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