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Internationales Geschäft: App auf die Weltmärkte
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Internationales Geschäft: App auf die Weltmärkte

Angesichts der derzeitigen geopolitischen Turbulenzen blicken viele Unternehmen mit Sorge auf die Welt. Dessen unbenommen sind unzählige deutsche Firmen auf den Weltmärkten unterwegs, auch immer mehr kleine und mittlere Betriebe. Dabei suchen sie verstärkt Rat und Unterstützung.

„In Indonesien entsteht die wohl längste Autobahn Südostasiens“. „Potenziale der Bioenergie werden in den USA bislang erst wenig genutzt“. „Kroatien: Umfassende Optimierung des Geschäftsklimas“. Drei Überschriften, drei Gemeinsamkeiten: Sie kündigen Neuigkeiten aus der Weltwirtschaft an. Sie verheißen Chancen für deutsche Firmen auf wichtigen Auslandsmärkten – und sie finden sich alle auf „S-weltweit“, der neuen App der Sparkassen in Deutschland.

Sparkassen? Das sind doch die an ihrem jeweiligen Standort fest verwurzelten Geldinstitute mit ihrer strikt regionalen Ausrichtung?! Ist da nicht allein schon der Begriff „S-weltweit“ ein Widerspruch in sich? Nun – nicht, wenn man einen Augenblick lang darüber nachdenkt, wo die vielen deutschen Weltmarktführer, all die Hidden Champions, global agierenden Konzerne, international aktiven Mittelständler und jenseits der Grenzen präsenten Kleinunternehmen eigentlich ihren Sitz haben.

Genau: in einer der vielen deutschen Regionen, oft genug abseits der großen Verkehrsachsen, abgeschieden in einem Seitental und doch: mit Niederlassung in China, Handelspartnern in den USA, Lieferbeziehungen nach Nahost und Australien.

Die Sparkassen sind also dort, wo ihre Firmenkunden sind: vor ihrer Tür, unweit des deutschen Firmensitzes. Und via „S-CountryDesk“, dem internationalen Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe, weltweit vernetzt. Und das ist gut so, denn insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen beschäftigen selten Experten für die jeweiligen Weltmärkte, die sich mit allen juristischen, volkswirtschaftlichen und politischen Finessen der infrage kommenden Länder auskennen. Gerade außerhalb der EU ist der Informations- und Beratungsbedarf enorm.

Rat und Informationen dringend gesucht

Da ist zum einen die große Weltpolitik. „Viele unserer Kunden sind beispielsweise durch den Brexit sowie durch zunehmende Trends der Entglobalisierung verunsichert“, erlebt Miguel Angel Navarro Rubio, Leiter Internationales Geschäft der Sparkasse KölnBonn, in Gesprächen. Auch wenn Sanktionen gegen einen Staat im Raum stehen – zum Beispiel Russland – oder ein Machtwechsel Veränderungen in den Wirtschaftsbeziehungen zum betreffenden Staat nach sich ziehen – zum Beispiel USA –, ist der Informationsbedarf sehr hoch.

Wie die jüngste Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer zu Köln vom Herbst 2016 zeigt, herrscht bei vielen Unternehmen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung 2017 Skepsis. „Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen entwickelt sich seit einem Jahr ohne nennenswerte Dynamik. Die Exporterwartungen der Industrie sind gesunken. Das nach wie vor schwierige Umfeld erschwert die Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland. Das Brexit-Votum trägt zur Verunsicherung bei“, heißt es unmissverständlich in dem Konjunkturbericht.

Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere: Aller globalen Verunsicherung zum Trotz findet Tag für Tag jede Menge Handel statt. Das Ifo-Institut prognostizierte im September, dass Deutschland noch 2016 an China vorbeiziehen und die deutsche Wirtschaft wieder die exportstärkste der Welt sein werde. Der Bilanzüberschuss liege bei 160 Milliarden Dollar.

Der deutsche Exportmotor schnurrt also. Im Geschäftsalltag beschäftigen ex- und importorientierte Händler und Gewerbetreibende deshalb nicht so sehr Fragen wie die nach den möglichen Folgen eines Ausstiegs der USA aus dem Freihandelsabkommen TPP. Stattdessen wollen die vielen kleinen und mittleren Betriebe, die Leistungsbeziehungen mit dem Ausland unterhalten, wissen, wie sie grenzüberschreitende Zahlungen abwickeln. Wie sich sicherstellen lässt, dass der Geschäftspartner im Ausland die georderte Ware abnimmt – und auch zahlt. Es geht also um die Details und auch um Fallstricke im internationalen Handel.

Wie lassen sich Risiken minimieren?

Da sind zum Beispiel Währungsrisiken. Deutsche Firmen stehen quasi täglich vor der Herausforderung, Ware in einer anderen Währung bezahlen zu müssen als derjenigen, in der sie ihrerseits kalkulieren und ihre Produkte auf den heimischen Märkten anbieten. Damit setzen sie sich Unwägbarkeiten aus, etwa in Form teils beträchtlicher Kursschwankungen.

Die Auslandsexperten der Sparkassen bieten ihren Firmenkunden in solchen Fällen eine Absicherung gegen eine negative Kursentwicklung an, beispielsweise durch ein Devisentermingeschäft. Dabei wird der Tausch zweier Währungen zu einem sofort festgelegten Kurs (Terminkurs) mit einem in der Zukunft liegenden Erfüllungstermin vereinbart. Der Terminkurs drückt keine Kurserwartung aus, sondern errechnet sich aus dem tagesaktuellen Devisen-Kassakurs und der Zinsdifferenz zwischen den beiden vereinbarten Währungsräumen.

„Somit ergibt sich ein Schutz gegen negative Kursentwicklungen“, erklärt Markus Görgen, Abteilungsleiter in der Fachbetreuung Firmen- und Individualkunden der Sparkasse KölnBonn. „Unsere Kunden können jegliches Kursrisiko von vornherein ausschalten und dank des vorab vereinbarten Terminkurses frühzeitig verbindlich kalkulieren.“ Allerdings bedeutet diese Absicherung – das muss der Vollständigkeit halber gesagt werden – auch einen Verzicht auf positive Mitnahmeeffekte im Fall einer günstigen Kursentwicklung.

Mit der Absicherung von Währungsrisiken allein ist es jedoch nicht getan. Man sollte sich vor Abschluss eines Geschäfts auch mit den Liefer- und Zahlungsusancen des jeweiligen Geschäftspartners auseinandergesetzt haben. Denn die Interessenlage ist in der Regel äußerst verschieden: Lieferanten möchten am liebsten im Voraus bezahlt werden, der Besteller zieht jederzeit ein offenes Zahlungsziel vor. „Meist trifft man sich irgendwo in der Mitte“, weiß Miguel Navarro, „doch sollte das Geschäft in jedem Fall abgesichert sein.“

Das geht beispielsweise mithilfe des sogenannten Dokumenteninkassos. Dabei beauftragt der Exporteur sein Kreditinstitut, den Gegenwert seiner Ware gegen Übergabe der vertraglich vereinbarten Inkassodokumente – etwa Rechnung, Versandpapiere, Ursprungszeugnisse – einzuziehen. Der Importeur erhält die Dokumente von seiner Sparkasse oder Bank nur dann, wenn er die Rechnung begleicht oder einen Wechsel akzeptiert. Andernfalls bleibt die Ware im Besitz des Exporteurs.

Die zweite Variante ist das sogenannte Dokumentenakkreditiv. Hierbei gibt die Bank des Importeurs dem Exporteur das Versprechen, den Akkreditivbetrag zu zahlen, sofern er die vertragskonformen Dokumente vorlegt und weitere vereinbarte Bedingungen erfüllt. In diesem Fall erhält der Exporteur auch dann sein Geld, wenn der Importeur nicht zahlt. Der Importeur erhält wiederum die Ware gegen Vorlage der Dokumente.

Spezialistenwissen von vielen Partnern

Wer diese und weitere Instrumente genauer kennenlernen möchte, hat im Frühjahr bei den „Internationalen Aktionswochen“ der Sparkasse KölnBonn ausführlich die Gelegenheit dazu. An ihren beiden Standorten in Köln und Bonn bietet die Bank ihren Firmenkunden und anderen interessierten Unternehmen zwischen März und Mai eine Workshopreihe zum Auslandszahlungsverkehr, zur Absicherung von Währungsrisiken sowie zum dokumentären Geschäft (Dokumenteninkasso, Dokumentenakkreditiv und Garantien (siehe Infokasten).

Täglich und unterwegs informieren können sich Sparkassen-Firmenkunden in Deutschland zudem mit der neuen App „S-weltweit“. Sie bietet nicht nur aktuelle Nachrichten von allen wichtigen Weltmärkten, sondern auch fundiertes Detailwissen über einzelne Länder und die dortigen Usancen. Ländersteckbriefe und -berichte geben ebenso Auskunft wie Praxisbeispiele und aktuelle Grafiken zum Währungskurs. Außerdem erfahren Nutzer, welche lokalen Risiken bestehen und welche Dienstleister im Ausland angesprochen werden können. Ferner gibt die App einen Überblick über die zahlreichen Auslandsstandorte der Verbundpartner, wie zum Beispiel Deutsche Leasing oder Helaba, im jeweiligen Land, erläutert Markus Görgen.

Die App speist sich aus dem Know-how und den Informationsquellen des „S-CountryDesk“, bei dem das Spezialistenwissen von vielen Partnern zusammenfließt. Zudem lässt sich die App personalisieren: Man gibt den Namen seiner örtlichen Sparkasse ein und findet sämtliche Kontaktdaten, um beispielsweise einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren. Zum Beispiel mit Miguel Angel Navarro Rubio oder einem anderen Fachberater im Internationalen Geschäft der Sparkasse KölnBonn. (Advertorial)

 

Miguel Angel Navarro Rubio
Leiter Internationales Geschäft der Sparkasse KölnBonn

Markus Görgen
Abteilungsleiter in der Fachbetreuung Firmen- und Individualkunden der Sparkasse KölnBonn

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