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Indexfonds als Alternative: GmbH-Kapital strategisch anlegen

Indexfonds als Alternative: GmbH-Kapital strategisch anlegen

Unternehmen, die ihr Liquiditätsmanagement vorausschauend planen, haben es angesichts der gegenwärtigen Nullzinssituation schwer. Mehr denn je kommt es jetzt darauf an, bei der Bildung von Rücklagen für die Betriebliche Altersversorgung oder Investitionen Kosten zu sparen.

Jedes Unternehmen, gleich welcher Größe, plant große und kleine Investitionen, es tut dieses für kurzfristige oder langfristige Zeiträume oder es plagt sich mit Rückstellungen für die bAV herum. Gerade für mittelständi­sche Unternehmen stellt sich daher die Frage, wie Liquidität möglichst sinnvoll angelegt werden kann, ohne dabei hohe Anlagerisiken einzugehen. Eine Aufgabe, die im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld nicht leicht umzusetzen ist.

Auf Risikostreuung und Anlagehorizonte achten

An oberster Stelle steht der Erhalt der liquiden Mittel. Sicherheit bieten Anlageprodukte, die Risiken breit streuen. Wichtig ist auch die Verfügbarkeit der Mittel. Kurzfristige Ziele sollten durch kurzfristige Anlagen gedeckt sein, langfristige Ziele durch langfristige Anlagehorizonte. Und natürlich sollte das angelegte Kapital auch zumindest eine kleine Rendite bringen, die oberhalb der Inflation liegt.

Die richtige Anlagestruktur finden

Die richtige Anlagestruktur erklärt am Ende zu 98 % den Anlageerfolg. Diese sogenannte Asset Allocation umfasst die Entscheidung über die Gewichtung von Anlageklassen wie Cash, Anleihen, Aktien und Rohstoffe in einem Portfolio. Die Entscheidung über die Anlageklassen und die Gewichtung wird in der Asset Allocation jeweils auf den individuellen Risiko- und Renditeerwartungen des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten. In der strategischen Asset Allocation ordnet der Unternehmer das Anlage­kapital prozentual den Zeiträumen (kurz-, mittel-, langfristig) zu, in denen das Kapital zur Verfügung stehen soll. Unternehmer sollten sich für diese Fragen professionell beraten lassen.

Indexfonds (ETF) für mehr Rendite

Im Einkauf liegt der Gewinn, so lautet eine wichtige Kaufmannsregel. Auch wer Finanzprodukte zeichnet, zahlt dafür Geld. In aller Regel viel mehr als man glauben mag. Banken bekommen für die Vermittlung von Finanzprodukten eine ordentliche Provision. Hinzu kommen laufende Kosten bei Versicherungen, Zertifikaten oder anderen Standardlösungen oder in stattlichem Maße auch für das Management von Fonds. Über etwas längere Zeiträume kommen dabei erhebliche Summen zusammen. Durch diese hohen Kosten bleiben die Renditen auf Seiten des Unternehmens deutlich auf der Strecke. Gerade in Zeiten der Niedrigzinsen kommt den Kosten bei gewöhnlichen Finanzprodukten also eine erhebliche Bedeutung zu.

Eine kostengünstige und rentable Möglichkeit am Kapitalmarkt zu investieren bieten Indexfonds. Mit diesem Instrument können Anleger in Anleihen, Aktien und Rohstoffmärkte breit gestreut und kosteneffizient investieren und erzielen somit direkt die Renditen dieser Anlageklassen. Sie bilden lediglich einen bestimmten Index ab, zum Beispiel einen Aktienindex, ohne dass dabei ein Fondsmanager aktiv ist.  Hier werden keine Provisionen fällig und keine Managementgebühren. Zudem sind sie erfolgreicher als die meisten gemanagten Fonds und deshalb bei Anlegern äußerst beliebt.

Leider vermeiden Banken die kostengünstigen Indexfonds, weil sie an ihnen nicht verdienen können. Als vergleichsweise sichere Finanzprodukte bieten die vielen hundert sogenannten ETFs (Exchange traded funds) aber für jedes Risikoprofil und jeden Anlagehorizont relativ ertragreiche Perspektiven.

Und deshalb sind Indexfonds vor allem bei Instituten beliebt, die keine Provisionen und versteckten Kosten vereinnahmen sondern gegen Honorare individuelle Indexportfolios zusammenstellen. Die Honorare liegen weit unter den Provisionen und Nebenkosten.

 

Davor Horvat

Vorstand Honorarfinanz AG, Karlsruhe

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