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Funkchips in Bank- und Kreditkarten – Bezahlen in Sekundenschnelle
Funkchips in Bank- und Kreditkarten – Bezahlen in Sekundenschnelle

Funkchips in Bank- und Kreditkarten – Bezahlen in Sekundenschnelle

Funkchips in Bank- und Kreditkarten – Bezahlen in Sekundenschnelle

Jeder hat schon mal im Supermarkt oder im Fast Food Restaurant an der Kasse gestanden und mit der Bank- oder mit der Kreditkarte bezahlt. Normalerweise ist das eine etwas zeitaufwendige Angelegenheit, denn die Karten müssen in die entsprechenden Geräte gesteckt werden, dann wird die vierstellige Geheimzahl eingegeben. Anschließend muss man etwas warten und wenn der Vorgang beendet ist, dann muss die Kassiererin einen Kugelschreiber suchen, zwei lange Quittungen ausdrucken und sie dem Kunden zum Vergleich vorlegen.

Wenn eine Kreditkarte oder Bankkarte jedoch mit einem Funkchip ausgestattet sind, dann wird innerhalb von nur wenigen Sekunden bezahlt, denn es reicht aus, die Karte mit dem Lesegerät zu berühren, schon blinkt es grün auf und das heißt, die Waren wurden bezahlt. Weder eine Geheimzahl noch eine Unterschrift sind nötig, um zu bezahlen. In anderen Ländern sind Funkchips in Kreditkarten und Bankkarten schon lange Standard, nur in Deutschland findet diese einfache und doch so effiziente Art der Bezahlung noch keinen Anklang. Der Grund für das Ausbremsen dieser modernen Technik ist bei den Kunden, aber auch bei den Händlern zu finden.

Warum ist das Bezahlen mit Funkchip in Deutschland so unbeliebt

Mal schnell im Vorbeigehen einkaufen und ebenso schnell auch bezahlen – das löst in Deutschland immer noch ein leichtes Unbehagen aus, denn es könnte sich ja vielleicht um einen Betrug handeln. Zwar haben heute sehr viele Karten bereits einen Funkchip, aber die meisten Deutschen wissen mit dem Logo, das vier Funkwellen zeigt, nichts anzufangen. Es ist daher kein Wunder, dass der Service, den diese Chips bieten, kaum oder noch gar nicht genutzt wird.

Einkäufe unter 25,- Euro können dank des Funkchips einfach erledigt werden, einfach die Karte nur wenige Zentimeter vor das Lesegerät halten, noch auf die Freigabe warten und schon kann man den Laden wieder verlassen. In Schweden, Norwegen, Dänemark, in Spanien oder in England gehört diese einfache Form seine Einkäufe zu bezahlen, schon seit langer Zeit zum Alltag, in Deutschland sind es nur sehr wenige Technik-Fans, die die Funktion der Funkchips kennen und sie auch nutzen. Es scheint fast so, als hätten die Banken einen Trend verschlafen und die Verbraucher sind offenbar zu vorsichtig für die neue Technik. Es könnte aber durchaus sein, dass es die Vorbehalte gegen das schnelle Bezahlen schon sehr bald nicht mehr gibt.

Wieso blockieren die Banken die Funkchips?

Near Field Communication oder kurz NFC heißt das Bezahlen per Funkchip, also das drahtlose Bezahlen über Funk. In Deutschland ist diese Technik schon seit einiger Zeit Standard, denn die Richtlinien von MasterCard sehen vor, dass seit dem vorigen Jahr jedes neue Lesegerät für Bank- und Kreditkarten, die ein Maestro-Logo haben, auch das drahtlose Bezahlen möglich machen. In zwei Jahren wird diese Technik dann sogar verbindlich sein. (Quelle: Blog SPC GmbH).

So sind schon heute die Terminals aller Kassen in den großen Supermarktketten, die Kassen an Tankstellen und auch die Kassen in den bekannten Fast Food Restaurants für das schnelle Bezahlen bereit, aber bis jetzt nutzt es so gut wie niemand, weil es kaum jemand kennt. In den Geschäften, in denen die Kunden ihre Karten noch durch einen Schlitz ziehen müssen, wird sich wohl erst etwas ändern, wenn die Kundschaft auch danach verlangt.

Das Handelsinstitut EHI hat eine interessante Umfrage unter den deutschen Händlern gemacht und dabei wurde klar, wie sehr sich der Handel der neuen Technik verweigert, denn beinahe die Hälfte der kleineren Geschäfte will vom Bezahlen mithilfe eines Funkchips nichts wissen. Es ist also durchaus berechtigt, zu fragen, ob es bis 2018 wirklich gelingen wird, alle Kassen in Deutschland auf das schnelle Bezahlen per Funkchip und Smartphones umzustellen. Die Banken blockieren das drahtlose Bezahlen seit Jahren, es wird vielmehr als eine Propaganda von MasterCard hingestellt. Der Verdacht ist jedoch nicht so ganz so von der Hand zu weisen, denn den großen Kreditkartenanbietern wie VISA und MasterCard ist natürlich daran gelegen, dass immer mehr Verbraucher mit einer Kreditkarte bezahlen.

Wie die Banken den Kunden überzeugen wollen

Noch ist es nicht gelungen, den deutschen Verbrauchern die Bankkarten und Kreditkarten mit eingebautem Funkchip schmackhaft zu machen. Dabei bemühen sich die Banken schon seit einigen Jahren, das bargeldlose Bezahlen fest im Alltag zu etablieren. Einer dieser Versuche war GiroGo, eine Geldkarte, die die Nutzer mit einem bestimmten Geldbetrag aufladen konnten, um dann mit dem Guthaben auf der Karte schnell und bequem zu bezahlen. Diese Idee ließen sich die Banken einiges kosten, alleine die Sparkassen rüsteten 45 Millionen Karten mit den entsprechenden Chips aus.

GiroGo wurde zu einem riesigen Flop, zumindest an den Supermarktkassen, den Tankstellen oder bei den Fast Food Ketten. Die Sparkassen mussten schließlich etwas kleinlaut zugeben, dass GiroGo bei den Verbrauchern nicht allzu gut angekommen ist. Jetzt wird mit den Funkkarten ein neuer Versuch gestartet, aber es sieht nicht so aus, als wären die deutschen Verbraucher auch wirklich bereit für die neue Art des Bezahlens. Damit es für den Kunden in Zukunft ein wenig leichter wird, soll schon ab dem kommenden Jahr an vielen Kassen im Einzelhandel zu lesen sein, dass das Bezahlen auch „Girocard-Kontaktlos“ möglich ist.

Wie sicher ist das schnelle Bezahlen?

Die Banken und Sparkassen haben damit begonnen, ihre Karte mit einem Funkchip und dem entsprechenden Logo auszustatten und es ihren Kunden so möglich zu machen, dass sie alles unter 25,- Euro mit der schnellen Funkkarte bezahlen können. Bis es aber so weit ist, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen, die ersten Pilotprojekte laufen aber schon. Dass es mit dem drahtlosen Bezahlen noch nicht so richtig klappt, das liegt auch an den Bedenken in Bezug auf die Sicherheit.

Angriffe von Hackern auf die Karten – das ist die größte Angst der Banken und auch der Kunden, denn wenn mittels Funkchip bezahlt wird, dann werden sowohl die Kartennummer als auch das Ablaufdatum mit jedem Smartphone ausgelesen.

Für kriminelle Aktivitäten müssten die Täter den Karten schon sehr nahe kommen und sie müssten zudem einen Händler im Internet finden, bei dem es ausreicht, die Kartennummer und das Ablaufdatum einzugeben, um in den Besitz der Ware zu kommen. In der Regel ist dazu ein dreistelliger Sicherheitscode notwendig und dieser Code wird auf der Karte nicht gespeichert.

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