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Finanzierungschance für den Mittelstand: Nicht rückzahlbare Zuschüsse
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Finanzierungschance für den Mittelstand: Nicht rückzahlbare Zuschüsse

Eine geringe Eigenkapitalausstattung verhindert oft Innovationen und Investitionen. Dabei bleibt oft unbeachtet, dass neben klassischen Finanzierungswegen auch nicht rückzahlbare Zuschüsse weiterhelfen.

Die Schaffung eines positiven Innovationsklimas mit der hierzu passenden Organisation in Betrieben wird häufig mit öffentlichen Zuschüssen gefördert. Aber wie sind hieraus resultierende Innovationen und Investitionen finanzierbar? Hierzu steht neben den klassischen Finanzierungsmöglichkeiten der Kreditwirtschaft eine Vielzahl an nicht rückzahlbaren Zuschüssen zur Verfügung. Für die Entwicklung neuer Produkte und/oder Verfahrenstechnologien ist eine „Förderungslandschaft“ verfügbar, die die wesentlichen Förderprogramme für Forschungs- und Entwicklungsprojekte ausweist.

Der Förderdschungel – ein Hindernis?

Rund 2000 Förderprogramme machen es dem Unternehmer schwer, das Richtige für sein Vorhaben in Anspruch zu nehmen. Die Frage „Welche Förderprogramme gibt es?“ ist aber nicht Ausgangspunkt der Überlegungen. Vielmehr muss unter anderem Folgendes geklärt werden:

  • Was habe ich vor und wie ist mein Vorhaben gekennzeichnet?
  • Investition oder Entwicklung?
  • Zeitrahmen und Kostenschätzung?
  • Alleine oder z.B. mit Kooperationspartnern?
  • Unterscheidungsmerkmale zum Stand der Technik?
  • Technische und wirtschaftliche Risiken?
  • Technologieorientiert und/oder Umweltorientiert?
  • Marktorientiert oder wissenschaftlich?

Nur wenn diese Fragen vorab eine kompetente Beantwortung finden, kann das geeignete Förderprogramm ausgewählt, die Förderchance beurteilt und wahrgenommen werden.

Die Antragstellung – zu aufwendig?

Anträge bedeuten natürlich Formalismus. Aber um die Förderchancen zu nutzen, ist in den meisten Fällen auch eine ausführliche technologische Projektbeschreibung und konkrete Kostenkalkulation erforderlich. Verfügen manche Großunternehmen über Fachabteilungen, die sich mit dem Thema beschäftigen können, so steht der mittelständische Unternehmer eher alleine da – es sei denn, er bedient sich entsprechender Spezialisten.

„Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach“ gilt auch in diesem Zusammenhang: Mit hoher Wahrscheinlichkeit einen (oder mehrere) nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 150.000 bis 200.000 € erreichen und gleichzeitig den administrativen Aufwand in Grenzen zu halten ist oft sinnhafter, als den großen Wurf in Millionenhöhe anzustreben. Oft lassen sich Projektthemen auch so festlegen, dass mehrere kleine Zuschüsse in Summe einen hohen Gesamtbetrag ergeben.

Förderscouts sind gefragt

Der Tipp: Unternehmen bedienen sich erfahrener externer Dienstleister, die vorab die Förderchancen beurteilen, den Formalismus beherrschen und technische Beschreibung mit Kalkulation komplett ausarbeiten. Seriöse und erfahrene Scouts arbeiten hierbei auch erfolgsbezogen und sind beim Bundeswirtschaftsministerium akkreditiert.

Kleine und mittelgroße Unternehmen sollten das Auge nicht unbedingt auf die EU-Fördertöpfe werfen, oft liegt das Gute auch nah und man kann auch ohne Kooperationspartner mit vielversprechenden Erfolgsaussichten und überschaubarem Aufwand lukrative Zuschüsse beantragen:

  • Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand ZIM: Für marktnahe technische Entwicklungen, bis 55% der Projektkosten zzgl. Markteinführungszuschuss (max. 25.000 €).
  • Deutsche Bundestiftung Umwelt DBU: Für umweltfreundliche Entwicklungen, um 50% aller Projektkostenarten.
  • KMU-Innovativ: Für Entwicklungen zu Zukunftsthemen, bis 60% aller Projektkostenarten.
  • Umwelt-Innovationsprogramm BMUB: Investitionen für umweltfreundliche Demonstrationsanlagen, bis 30% aller Projektkostenarten.

 

Dipl.-Kfm. Udo Heidenreich
Geschäftsführer Dr. OSER Technologieberatung GmbH

Tel.: 0221 973048-0
www.dr-oser.de
udo.heidenreich@dr-oser.de