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gmbhchef Ausgabe 03-2013 Bonn

Recht & Steuern Steuerplanung mit Software Kein Hexenwerk Gerade Geschäftsführer kleiner GmbHs möchten Kosten für den Steuerberater sparen und ihre steuerlichen Aufgaben ganz oder teilweise im Haus erledigen. Steuersoftware hilft bei der Kalkulation und ermittelt, was der Fiskus einbehält. Zudem bietet sie eine gute Unterstützung bei den Steuererklärungen. 24 | Juni · Juli 2013 vorzunehmen. Auf der Basis des so geschätzten Gewinns wird dann ein Steuerbescheid erlassen. Das Fehlen einer aussagekräftigen Buchhaltung für das Jahr ist somit kein Problem des Finanzamts, sondern ausschließlich das Problem des Geschäftsführers. Üblicherweise schätzt das Finanzamt den Gewinn so hoch, dass eine nicht zu unterschätzende Steuerzahlung anfällt. Allerdings hat aufgrund der Vielzahl an Gesetzen und Vorschriften und durch die ständigen Änderungen im Steuerrecht so manch ein GmbH-Geschäftsführer Schwierigkeiten bei der Berechnung seiner zu entrichtenden Steuern und damit Probleme, den Überblick zu behalten. Software verschafft Überblick im Steuerdschungel Jeder GmbH-Geschäftsführer sollte sich daher grundsätzlich intensiv mit dem Thema „Steuern“ auseinandersetzen und nicht Von Seiten des Gesetzgebers ist jedes Unternehmen dazu verpflichtet, jedes Jahr Steuererklärungen beim Finanzamt einzureichen. Natürlich unterliegt auch eine GmbH der Besteuerung. Nach § 33 AO hat die GmbH als Steuerpflichtige die Steuerlast zu tragen und entsprechende Steuererklärungen abzugeben. Als gesetzlicher Vertreter der GmbH gilt der Geschäftsführer, der die steuerlichen Pflichten der GmbH erfüllt. Dazu gehört es, fällige Steuererklärungen abzugeben und Steuerschulden der GmbH fristgerecht zu erfüllen. Tatsächlich haftet für die steuerrechtlichen Pflichten neben der GmbH auch ihr Geschäftsführer persönlich, selbst wenn er an der Gesellschaft nicht beteiligt ist. Kommt der GmbH-Geschäftsführer seiner Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung nicht nach, ist das Finanzamt berechtigt, eine Schätzung des erzielten Gewinns alles dem Steuerberater überlassen. Abhilfe schaffen kann hier schon eine einfache Steuersoftware, die bei der Erstellung der jährlichen Steuererklärungen eine wichtige Hilfe sein kann. Darüber hinaus kann sich der Geschäftsführer mit Hilfe des Programms strukturiert in die Materie einarbeiten. Denn das Steuerrecht ist komplex und vielschichtig, die Vorschriften sind dazu noch einem andauernden Wandel unterworfen. Eine Software empfiehlt sich deshalb gerade für diejenigen, die bereit sind, sich in Steuerfragen zu vertiefen. Die Steuersoftware dient dabei zunächst als Arbeitshilfe, die den Geschäftsführer durch den Steuerdschungel führt. Sie schärft den Blick für das Wesentliche und errechnet, wie hoch die zu erwartenden Steuern vermutlich ausfallen werden. Das Zauberwort heißt in diesem Falle „Steuerplanung“, die für jedes Unternehmen von enormer Bedeutung ist. Da der Einfluss von Steuern auf das Unternehmensergebnis hoch ist, ist ein steueroptimales Controlling ein wichtiger Bestandteil einer verantwortungsvollen Geschäftsführung. Auch darin liegt die Stärke von Steuersoftware. Sie erweist sich als ein wichtiges Handwerkszeug im Controlling und bereichert das Instrumentarium jedes Geschäftsführers. Auf diese Weise kann der Geschäftsführer die Steuerbelastung ganz konkret analysieren und bleibt immer informiert. Er erkennt auffällige Abweichungen gegenüber den Vorjahren und damit Verbesserungspotenziale sofort. Steuerliche Vorteile können so optimal identifiziert und nicht zuletzt die finanzielle Flexibilität verbessert werden. Deshalb lohnt sich die Anschaffung einer Steuersoftware in jedem Fall. ■


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