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gmbhchef Ausgabe 03-2013 Bonn

Recht & Steuern Die GmbH ist die beliebteste Rechtsform in Deutschland. Damit das so bleibt und die GmbH sich auch gegenüber ausländischen Rechtsformen wie der Limited behaupten kann, hat der Gesetzgeber das GmbH-Recht reformiert. Das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) bringt zahlreiche Neuerungen nicht nur für bestehende Gesellschaften, sondern insbesondere auch im Hinblick auf die Gründung einer GmbH. Dieses neue Gründungsrecht wird in diesem Buch dargestellt. der Bruttolistenneupreis, sondern der um 50 Prozent geringere Gebrauchtwagenwert zugrunde zu legen sei. Der BFH wies die Klage ab und erklärte die 1-Prozent-Methode für verfassungsgemäß (BFH, Urteil vom 13. Dezember 2012, Az. VI R 51/11). Die Bewertung, so der BFH, lasse individuelle Besonderheiten Erleichterungen im Recht der Kapitalaufbringung, die vereinfachte Gesellschaftsgründung mittels Musterprotokoll und nicht zuletzt die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft als für Existenzgründer interessante Variante der GmbH sind nur einige der gesetzlichen Änderungen, in Bezug auf die Art und die die erläutert Nutzung werden. Der Autor gibt eines Hilfestellungen Dienstwagens für die Gestaltung des Gesellschaftsvertrags und das Gründungsverfahren, die anhand von Musterformulierungen, Gestaltungstipps und Checklisten nachvollzogen und umgesetzt werden können. unberücksichtigt. So bleiben auch nachträgliche Änderungen am Fahrzeug unabhängig davon, ob sie werterhöhend oder wertverringernd sind, außer Ansatz mit der Folge, dass auch für gebraucht erworbene Fahrzeuge grundsätzlich der Bruttolistenneupreis anzusetzen ist. Die 1-Prozent-Regelung beinhaltet allerdings keine zwingende und unwiderlegbare Typisierung, sondern tritt nur alternativ zur Fahrtenbuchmethode hinzu; diese bewertet den geldwerten Vorteil exakt nach Maßgabe der konkret entstandenen Kosten. Wegen dieses Wahlrechts ist nach Auffassung des BFH die typisierende 1-Prozent Regelung verfassungsrechtlich unbedenklich. ISBN 978-3-936623-35-2 24,80 EUR Entkräftung des Anscheinsbeweises einer privaten Nutzung betrieblicher Kfz Geht es in Betriebsprüfungen um die Frage der Privatnutzung eines Toptitel umschlag-rechte_pflichten.indd 1 22.01.2009 13:05:05 Betriebs-Pkw, argumentiert der Prüfer oft mit dem Begriff des „Anscheinsbeweises“. Danach ist davon auszugehen, dass ein Firmenfahrzeug, das dem Steuerpflichtigen für betriebliche Zwecke zur Verfügung steht, nach der Lebenserfahrung auch privat genutzt wird (BFH-Beschluss vom 14.5.1999, BFH/NV 1999, S. 1330). Eine Privatnutzung ist jedoch nicht zu versteuern, wenn sie tatsächlich nicht stattgefunden hat. Mit anderen Worten: Der Anscheinsbeweis kann durch den sogenannten Gegenbeweis entkräftet oder erschüttert werden. Hierzu ist der Vollbeweis des Gegenteils nicht erforderlich. Der Steuerpflichtige muss also nicht beweisen, dass eine private Nutzung des Betriebs-Pkw nicht stattgefunden hat. Erforderlich, aber auch ausreichend ist, dass ein Sachverhalt dargelegt (und im Zweifelsfall nachgewiesen) wird, der die ernsthafte Möglichkeit eines anderen als des der allgemeinen Erfahrung entsprechenden Geschehens ergibt. Der BFH hat in einem Urteil vom 4. Dezember 2012 (Az. VIII R 42/09) klargestellt: Der Beweis des ersten Anscheins, ist entkräftet, wenn für private Fahrten andere Fahrzeuge im Privatvermögen zur Verfügung stehen, die dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert vergleichbar sind. Ist dies der Fall, muss nunmehr das Finanzamt beweisen, dass das betriebliche Kfz tatsächlich privat genutzt worden ist. Dieses Ergebnis kann ohne Einschränkung übertragen werden auf einen beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH: Wurde ihm im Dienstvertrag (mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung) ein Firmenwagen überlassen und die Frage der Privatnutzung entweder nicht geregelt oder eine Privatnutzung ausdrücklich ausgeschlossen, kann über den Anscheinsbeweis eine Privatnutzung nicht unterstellt werden, wenn der Geschäftsführer einen gleichwertigen Pkw im Privatvermögen besitzt. ■ Dipl.-Volkswirt Dr. jur. Hagen Prühs Dornbusch • Die GmbH-Gründung GmbH-Ratgeber Band 19 Die Buchreihe zur Zeitschrift GmbH-Steuerpraxis Hagen Prühs GmbH-Geschäftsführer: Rechte und Pflichten Die 100 wichtigsten Rechte und Pflichten eines GmbH-Geschäftsführers 4. Auflage 4. Au age, 264 Seiten, 24,80  GmbH-Geschäftsführer: Rechte und P ichten Die 100 wichtigsten Rechte und P ichten eines GmbHGeschäftsführers Der Geschäftsführer vertritt die GmbH nach außen hin. Diese Stellung bietet ihm aber nicht nur viele Rechte, sondern erlegt ihm vor allem auch zahlreiche Pflichten auf. Kommt er diesen Pflichten nicht ordnungsgemäß nach, hat dies in vielen Fällen die persönliche Haftung zur Folge. Dies haben die Gerichte in der Vergangenheit durch entsprechende Entscheidungen immer wieder klargestellt. Viele Firmenchefs kennen weder ihre Rechte noch die drohenden Haftungsrisiken ausreichend. Der Leser erfährt in Form von 100 kurzen, alphabetisch geordneten Kapiteln, worauf GmbH-Chefs achten müssen. Bestellung per Fax an: 0228 95124-90 ❏ Ja, bitte senden Sie mir gegen Rechnung ________Exemplar(e) „GmbH-Geschäftsführer: Rechte und Pflichten“ zum Preis von 24,80  ✗ Kundennummer (falls vorhanden) ✗ Datum, Unterschrift 13-526 E-Mail: vsrw@vsrw.de Internet: www.vsrw.de Firma/Name Straße/Nr. PLZ/Ort E-Mail rechte-pflichten_halbe.indd 1 15.05.2013 08:36:32 Juni · Juli 2013 | 21


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