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gmbhchef Ausgabe 03-2013 Bonn

Recht & Steuern Jahresabschluss der kleinen und mittleren GmbH Gestaltungsspielräume nutzen Nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) kann die Handelsbilanz weitgehend frei von steuerlichen Gestaltungen aufgestellt werden. Verbindungsglied zwischen den Handelsbilanzwerten und den abweichenden steuerlichen Werten sind heute die latenten Steuern. Im Hinblick auf eine aktive Gestaltung werden im Folgenden einzelne Abweichungen zwischen Handels- und Steuerrecht in Bezug auf Ansatz und Bewertung betrachtet. 18 | Juni · Juli 2013 sind weiter bei Vorliegen der Voraussetzungen möglich (steuerliches Wahlrecht), beeinflussen aber nun nicht mehr direkt die Handelsbilanz. Die Abweichungen lösen in der Handelsbilanz jedoch passive latente Steuern aus, weil der Wert des Wirtschaftsguts in der Handelsbilanz infolge der Ausübung der steuerlichen Wahlrechte höher ist als in der Steuerbilanz. Bei GmbHs kann überschlägig mit latenten Steuern (Körper- Außerbilanzielle Gestaltungen zur Verschiebung von Steuerzahlungen in die Zukunft Die beiden bekannten Gestaltungen ◆ „Sonderabschreibung“ für kleine Unternehmen (§ 7g EStG, Betriebsvermögen mehr als 225.000 Euro, Gewinn größer 100.000 Euro) ◆ wie auch die „Reinvestitionsrücklage“ (§ 6b EStG) für alle Unternehmen schaftsteuer und Gewerbesteuer) in Höhe von 30 Prozent der Wertdifferenz gerechnet werden. Die beiden genannten Gestaltungen führen steuerlich zu einem Vorziehen von Betriebsausgaben beziehungsweise zur Vermeidung der Versteuerung stiller Reserven in Veräußerungsfällen und haben damit eine Verschiebung von Steuerzahlungen in die Zukunft zur Folge. Eine Voraussetzung für die Wahlrechtsausübung ist die Dokugmbhchef_


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