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Ausgetretene Denkpfade verlassen: Kreativität fördern
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Ausgetretene Denkpfade verlassen: Kreativität fördern

Eine Studie der US-Raumfahrtbehörde NASA hat ergeben, dass 98 von 100 Fünfjährigen bei der Lösung der unterschiedlichsten Probleme überaus kreativ sind. Aber nicht lange: Fünf Jahre später (also nach vier Jahren Schulbesuch) sind es nur noch 30%. Nach weiteren fünf Jahren mit 15 Jahren, sind gerade noch einmal 12% der Jugendlichen in der Lage, aus eingetrichterten und ausgetretenen Denkpfaden auszubrechen und kreativ zu sein.

Kreativität wird heute stärker benötigt denn je, um die unternehmerischen Herausforderungen zu meistern. Doch oft klappt das nicht auf Kommando. Die gute Nachricht jedoch ist, dass jeder das gesamte kreative Potenzial noch in sich trägt. Stellt sich nur die Frage, wie das eigene kreative Potenzial genutzt werden kann.

Suchspannung und Entspannung

Ein Mensch ist dann besonders kreativ, wenn er eine hohe Suchspannung hat, das heißt, wenn ihn die Sache brennend interessiert und er sich dann in den Zustand der Entspannung begibt. Und hier machen viele Unternehmen Fehler. Menschen sind nicht kreativ, wenn sie noch einige Stunden länger am Rechner sitzen, sondern wenn sie etwas komplett anderes machen als zu arbeiten. Zum Beispiel Wolkenbilder beobachten, ein Spiel spielen, Musik hören oder Trampolin hüpfen.

Es lohnt sich also, für sich und die Mitarbeiter entspannende Momente in den Arbeitsalltag einzubauen.

Kreative Lösungen durch Analogien

Häufig bewegen wir uns gedanklich in festen Bahnen und Mustern. Das muss  durchbrochen werden. Möglich ist das durch diese vier Schritte:

  1. Problem definieren.
  2. Analoge Probleme definieren.
  3. Lösungen für die analogen Probleme suchen.
  4. Die Lösungen aus Schritt 3 auf das Ursprungsproblem übertragen.

Angenommen, der Betreiber eines Geschäfts wird von Ladendieben geschädigt. Er benennt den Wesenskern des Problems („Bei mir kommt etwas weg, von dem ich nicht will, dass es weg kommt“).

In Schritt 2 findet er Analogien dazu, also Probleme, die den gleichen Wesenskern haben. Man denke etwa an eine Katze, die Thunfisch aus der Dose klaut, oder an Kinder, die heimlich Kekse mopsen oder jemanden, der Blumen aus dem Garten stiehlt.

Schritt 3) Wie kann man diese Missstände abstellen?

Den vier- und zweibeinigen Naschkätzchen könnte man Herr werden, indem die Thunfisch- bzw. Keksdose weggestellt oder verschlossen wird. Auch ein Hund als Aufpasser kann Wunder wirken – oder als Spielkamerad für Ablenkung sorgen.

Man darf den Gedanken freien Lauf lassen und sollte nichts ausbremsen – so verrückt Analogien und Lösungen auch erscheinen mögen. Gerade die verrückten Einfälle führen oft zu genialen Lösungen.

In Schritt 4 überträgt der Ladenbesitzer diese Lösungen auf das Ursprungsproblem „Ladendiebstahl“:

Er verschließt die Waren in Vitrinen, oder lässt sie ganz weg, indem er nur noch Online-Bestellungen aufnimmt oder er baut zusätzliche Überwachungskameras ein usw.

Kreativität durch Aktivierung der rechten Gehirnhälfte

Wir neigen dazu, Dinge immer gleich zu machen. Dieses Prinzip gilt es zu durchbrechen. Möglichkeiten sind:

  • Die PC-Maus eine Weile mit der schwachen Hand zu bedienen (bei Rechtshändern die Linke, bei Linkshändern die Rechte).
  • Eine neue Joggingstrecke zu wählen oder mal umgekehrt zu joggen, also vom Ziel zum Start.
  • Eine kleine Strecke rückwärts mit dem Auto zu fahren.
  • Einen Roman zu zwei Dritteln lesen und das letzte Drittel selbst zu schreiben.
  • Sätze, deren Wörter stets mit demselben Buchstaben beginnen, zu formulieren. Zum Beispiel: „Berta baut bunte Brücken bis Bonn. Bernd bestimmt: Baumaterialien beispielsweise Beton, Bimsstein, Bitumen.“

Martin Klapheck ist Unternehmer, Erfolgsanstifter und Kreativitätsexperte. Mit seinem Piano-Referat hat er ein neues Genre im Speakermarkt geschaffen.

Sein neues Buch „Lebe deinen Beat“ enthält viele Anregungen zu mehr Kreativität und mehr Spaß und Schwung im Leben.

www.martinklapheck.de

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