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Anteilsschenkung: Wann wird sie zwecks Verlustnutzung steuerlich anerkannt?

Anteilsschenkung: Wann wird sie zwecks Verlustnutzung steuerlich anerkannt?

Nach § 17 EStG gehören zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb auch Gewinne und Verluste, die aus der Veräußerung von GmbH-Anteilen erzielt werden, wenn der Veräußerer innerhalb der letzten fünf Jahre am Kapital der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1% beteiligt war.

Bei einem unentgeltlichen Erwerb von GmbH-Anteilen sind als Anschaffungskosten des Anteils die Anschaffungskosten des Rechtsvorgängers maßgebend (§ 17 Abs. 2 Satz 5 EStG). Sind die Anteile innerhalb der letzten fünf Jahre unentgeltlich erworben worden, ist die Berücksichtigung eines Veräußerungsverlustes nach § 17 Abs. 2 Satz 6 Buchst. a Satz 1 EStG grundsätzlich ausgeschlossen. Diese Regelung soll verhindern, dass versucht wird, durch Gestaltungen einen Verlustabzug zu erreichen. Danach ist es nicht zulässig, wenn ein GmbH-Gesellschafter seine Verlustanteile einem anderen schenkt, der sie anschließend veräußert. Von diesem Grundsatz gibt es nach § 17 Abs. 2 Satz 6 Buchst. a Satz 1 EStG eine Ausnahme: Der Verlustabzug ist zulässig, wenn der Rechtsvorgänger anstelle des Steuerpflichtigen den Verlustabzug hätte geltend machen können (§ 17 Abs. 2 Satz 6 Buchst. a Satz 2 EStG).