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Anforderungen an das Geschäftskonto

Anforderungen an das Geschäftskonto

Ein Geschäftsinhaber braucht auch ein Geschäftskonto! Das ist so pauschal ausgedrückt nicht korrekt. Viele Selbstständige, die als Freiberufler oder als Betreiber eines Kleingewerbes starten, erledigen ihre Bankangelegenheiten über ihr privates Konto – und das ist rein rechtlich betrachtet auch absolut in Ordnung. Wer ein Unternehmen als Einzelperson führt, dem wird die Trennung von einem geschäftlichen und einem privaten Konto empfohlen und juristische Personen haben keine Wahl mehr: Wer Chef einer Aktiengesellschaft oder eine GmbH ist, muss ein Geschäftskonto vorweisen – da steht in den sogenannten Bilanzierungsvorschriften so geschrieben.

Abbildung 1: Thorben Wengert / pixelio.de

Abbildung 1: Wer die freie Wahl hat, sollte besser gleich auf ein Geschäftskonto setzen, um zu verhindern, die Kunden später über eine neue Bankverbindung informieren zu müssen.

Geschäftskonten für Selbstständige und für Geschäftsführer im Vergleich

Wer unnötige Diskussionen vermeiden will und bei der Steuererklärung erheblich Zeit sparen möchte, der setzt auf ein Geschäftskonto, selbst wenn er als Freiberufler oder Unternehmer in einer Einzelfirma nicht per Gesetz dazu verpflichtet wäre. So gehören Gespräche über den Ursprung der Ausgabe und ob dieser geschäftlicher oder privater Natur ist endlich der Vergangenheit an.

Abbildung 2: Alexander Stein / pixabay.com

Abbildung 2: Zur Firmengründung gehört nicht nur die Entscheidung über die Unternehmensform, sondern auch über die Wahl der Kontoform.

Wer die Eröffnung eine Geschäftskontos stattdessen umgehen will, um etwaige Kontoführungsgebühren zu sparen, dem sei gesagt: Steht im Unternehmensname auch der Name des Eigners, so muss nicht zwingend ein Geschäftskonto angelegt werden, für das im Zweifelsfall und je nach Bank außerdem noch zusätzliche Kontoführungsgebühren anfallen. 

Doch auch diese Regelung gilt nur für Freiberufler und Selbstständige einiger Unternehmensformen. Unternehmens-formen wie AGs und GmbHs müssen ein Geschäftskonto führen. Der Sender n-tv hat in diesem Zusammenhang einen entsprechenden Vergleich recherchiert. Diese fallen unter die sogenannten haftungsbeschränkten Unternehmensformen wie diese Auflistung zeigt:

  • Eine GmbH ist die klassischste Variante einer haftungsbeschränkten Unternehmensform. Die Haftungsbeschränkung bezieht sich auf das Unternehmensvermögen und auch aus steuerlicher Sicht bringt die GmbH viele Vorteile mit sich. Darüber hinaus gilt sie als seriös bei Geschäftspartnern und Kunden.
  • Die UG, eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, ist auch als Mini-GmbH bekannt, da sie in ihrer Gründungsform an die GmbH angelehnt, aber gerade in der Gründungsphase weniger kostenintensiv ist.
  • Auch die AG, die Aktiengesellschaft, ist in ihrer Haftung beschränkt. Neben dem Gründer gibt es Aufsichtsratsmitglieder und mindestens ein Vorstandsmitglied in einer AG.

Vergleiche ziehen lohnt sich

Wer ein Geschäftsmodell als GmbH verfolgt, kommt indes nicht umhin, ein Geschäftskonto zu eröffnen – und in aller Regel fallen dann auch Kontoführungsgebühren für die Kontoführung, die EC-Karte und Buchungen an. Wer sich in der Gründungsphase befindet und auf der Suche nach einem Kontoanbieter ist, der sollte die Angebote nach folgenden Parametern vergleichen:

Bank Wer als Geschäftsinhaber ein Konto eröffnen will, hat grundsätzlich die Wahl zwischen einer Direkt- und einer Filialbank, doch Direktbanken sind vergleichsweise schwer zu finden. Welches Kontomodell in diesem Zusammenhang bevorzugt wird, ist von den individuellen Handling-Gewohnheiten abhängig. Auch die Gebühren können sehr stark schwanken.
Gebühren Gebühren für die Führung eines Kontos können als Grundgebühr, für EC- und Kreditkarte oder zur Abhebung von Bargeld anfallen. Beim Vergleich müssen Kosten und Nutzen abgewogen werden, denn für jeden Geschäftstyp gibt es auch den passenden Kontoanbieter.
Kontobewegungen Die häufigsten Kontobewegungen sind Buchungen. Einige Anbieter machen einen Unterschied, ob die Kontobewegung physisch oder digital erfolgt, andere erheben grundsätzlich Gebühren. Daher ist es wichtig beim Vergleich der Anbieter auch einen Blick ins Kleingedruckte zu werfen – denn dort sind in der Regel Einzelpreislisten geführt.
Kreditrahmen Damit ist ein kurzfristig verfügbarer Kreditrahmen gemeint, der an den privaten Dispokredit erinnert, in der Geschäftswelt aber als „Kontokorrentkredit“ bezeichnet wird. Während einige Anbieter diesen gar nicht offerieren, sind die Zinsen anderer horrend. Deswegen ist ein Vergleich dieses Kostenfaktors immens wichtig.
Verfügbarkeit Egal ob online oder offline: Ein Unternehmer muss immer an sein Geld kommen – und das bedeutet, dass es für ein Geschäfts-Girokonto besonders wichtig ist, dass die Serverfügbarkeit und die Verbreitung von (im Idealfall kostenfreien) Geldautomaten gut ist.

Tipp: Manche Bankinstitute haben spezielle Angebote für Geschäftstreibende. Neben dem Vergleich dieser dargestellten Parameter ist es auch ratsam einen Vergleich der Prämien zur Kontoeröffnung durchzuführen.

 

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